Mittwoch, 23. Juli 2014

Alltagsdrama

Soeben erst den letzten Aufkleber kaputtgedruckt. Konstatiert, dass die bedruckbaren Ordnerrückenschilder vom Teufel erfunden wurden. Meine Bögen sind jedenfalls immer mindestens mit einer Bedruckung auf der nicht klebenden Rückseite versehen.
Diesmal -wie gesagt- der letzte auf dem Bogen. Ich glaube, in Zukunft nehme ich einfach einen neuen Ordner und beschrifte ihn mit der Hand. Meine Arbeitszeit für das Bedrucken MUSS einfach mehr kosten als die 1,27 € oder so, die mein Arbeitgeber pro Ordner springen lässt.
Dann, beim Zuschieben der Papierschublade, hab ich mir den Finger geklemmt. Bei der Rückkehr an den Schreibtisch bin ich, immer noch kopfschüttelnd wegen der "Wie herum kommt dieser Bogen nochmal in den Drucker"-Problematik, vor die offene Rollcontainer-Schublade gelaufen (die untere, die schwere. Die, mit der man blaue Flecken kriegt).
Bevor mein Stuhl jetzt unter mir zusammen bricht, geh ich nach Hause.

Fröhlichen Feierabend, Euch allen.
Und bleibt weg von Büromöbeln.


Sonntag, 20. Juli 2014

Und so weiter...

soeben auf den Rat von Georg hin etwas getan, was ich niemals nicht tun wollte:
Ein Exemplar von "Jetzt mach helfe ichs mir selber " für meinen Roten Blitz Witz angeschafft. Wenn ich bedenke, dass ich das letzte Buch aus der Reihe 1989 in der Hand hatte, bin ich ganz schön alt geworden.
Aber was tut man nicht alles für seinen fahrbaren Untersatz.

Rostumwandler, Grundierung und Glasfaserzeugs stehen hier schon. Jetzt muss nur noch der Schwager aus dem Urlaub kommen und mir Platz vor seiner Garage und den Dremel zur Verfügung stellen. Obwohl- so ein Dremel (meine Finger schreiben immer Fremel...) ist schon ein wunderbares Werkzeug. Ein früherer LAB (Lebensabschnittsbegleiter) hat mir mal einen geschenkt, der dann leider in der Konkursmasse der Beziehung verschollen ist. Aber bis dahin hab ich alles angebohrt, angeschliffen und mit dem Ding bearbeitet, was mir vor die Finger kam und sich nicht ausdrücklich gewehrt hat. Einmal hab ich alle Holzschieberchen aus dem Raclette mit schmückenden Löchern versehen. Meine Güte, war der Typ sauer. Aber warum schenkt er mir auch sowas. Vorgestern im Baumarkt stand ich jedenfalls wieder sehnsüchtig vor den bunten Schachteln und wollte zuschlagen. Abgehalten hat mich nur, dass mir die Akku-Version zu teuer war, und das Kabel von den gewöhnlichen Dingern zu kurz ist, um bis zum Parkplatz hinterm Haus zu reichen.

Und meine Konsequenz wurde dann wenig später belohnt, als der Uhrmacher mir nämlich den Preis für einen schicken kleinen Dremel ansagte, um meiner Lieblingsarmbanduhr zu einem neuen Glas und einem neuen Armband zu verhelfen. Die Uhr lag abends zuvor unschuldig auf dem Wohnzimmertisch und machte sich plötzlich bemerkbar, mit zwei scharfen Knack-Geräuschen. Auf der Suche nach der Quelle der Geräusche sah ich dann die Uhr- ein kreisrunder Riss mitten auf dem Glas, und zwar so, dass das Glas innerhalb des Kreises einen halben Millimeter oberhalb des Restglases stand. Sehr strange.

Der Ostflügel ist übrigens aufgeräumt. Er ist so etwas wie ein Ersatzkeller, mein zweites Schlafzimmer, in dem ich die Wäsche trockne, und mehrere Kubikmeter gemischte Güter aufbewahre. Entfernt habe ich unter anderem Kartons und Pappen von Verpackungen, eine solide Staubschicht, und weiteres Zeug, das seit Jahren von Abstellkammer zu Abstellkammer wandert. Das Thema ist also erledigt. Nicht erledigt ist, dass ich immer noch keine sinnvolle Möglichkeit habe, alles, was da rumsteht, irgendwie einzuschranken oder sonstwie von der optischen Front zu entfernen. Es wird also weiterhin verstauben und trotz sorgfältiger Stapelarbeit unordentlich aussehen.
Das ärgert mich. In der Garage steht seit geraumer Zeit ein alter Schrank in Einzelteilen, der vermutlich ausreicht, um alles unterzubringen. Leider fehlt es mir an Kraft und Geschick und Händen, um ihn aufzubauen- das ist die Sorte Schrank, für die man zwei Helfer benötigt. Da er inzwischen mindestens zwei Winter dort verbracht hat, ist er nicht mehr in bestem Zustand, ich weiß nicht mal, ob man ihn nicht sinnvoller Weise zum Sperrmüll stellt. Nun ja. Etwas Meinungsbildung scheint erforderlich zu sein.

So. Und gleich geht die Räumerei weiter. Das Schlafzimmer, das braucht nämlich auch ein bisschen liebevolle Zuwendung.
Euch auch einen schönen Sonntag!



Samstag, 19. Juli 2014

Und so

Samstag, himmlisches Wetter. Es wartet ein Ostflügel auf die Grundreinigung, eine kleine Fliege brumselt vor dem Ventilator herum, hab die Augen noch nicht ganz offen. Der Kaffee dampft.
Auf Youtube läuft Jupiter Jones.
Und ihr so?

Freitag, 18. Juli 2014

Ad. Sense.

Mir schleierhaft, wie die "passgenau" geschaltete Werbung sich so zusammenfindet... habe soeben gegoogelt, wie ich ein paar kleinere Roststellen an meinem Auto entfernen kann (-->Abenteuer VW Golf- Bericht wird sicher folgen).
Am Ende der recht ausführlichen Beschreibung empfiehlt mir die Seite zwei Artikel, die mir auch gefallen könnten:
--Verstoftes Abwasserrohr freibekommen: Wie mache ich das? Was beachten? (soweit, so gut...)
und dann:
--Wie lange kann man abtreiben? Rechtliche Situation in Deutschland. Garniert mit dem Thumbnail-Bild eines höchst schwangeren Bauches.

Ach ja... Ad und sense. Zwei Dinge, die nicht zwangsläufig zusammen gehören.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Heute Nacht

geträumt, dass ich das Leben wiederholen muss. Wegen nix gelernt.
Alpträume gibts...

Sonntag, 13. Juli 2014

Svenjas Kommentar und die Folgen, Teil II

Ich hol das Thema wieder nach vorn, sozusagen. Während einige von uns sich Gedanken machen, wie sie ihr Leben führen werden, wenn sie in Rente sind, müssen andere überlegen, wovon sie es führen werden. Wenn am Ende einer langjährigen Arbeitsgeschichte die Grundsicherung winkt droht, dann kann man sich schon zu Recht fragen, was der ganze Aufwand eigentlich sollte- und warum man sich den A... aufgerissen hat, um sein Geld zu verdienen.
Ich hab da leider weder Trost noch gute Ideen, was mich immer sehr unzufrieden hinterlässt. Auch leider lernt man aus so mancher Geschichte, dass es sich nicht "lohnt", zum Beispiel für die Kindererziehung zu Hause zu bleiben, denn da ist man nicht nur rententechnisch bestraft, wenn man die Entwicklung der Unterhaltsrechtslage bedenkt. Es hakt da im System, und zwar ganz übel. Dass ein Einkommen, welches eine Familie unterhielt, für zwei Haushalte dann einfach nicht reicht, ist kein Wunder. Kein Elternteil sollte seinen Fuß aus der Erwerbstür nehmen, schätze ich mal- denn aus allen vollmundigen Parolen über den Wert der Betreuung der Kinder zu Hause kocht keine noch so geniale Hausfrau ein sättigendes Süppchen, wenn es dann hart auf hart kommt.
Dass viele der arbeitenden Elternteile (egal ob Mutter oder Vater) dann auch noch widerspenstig auf ihrem Geld hocken und es lieber verbrennen, als etwas davon an ihre Kinder und Ex-Partner weiter zu leiten ist eine andere Geschichte, die mich aber nicht minder sauer macht.
Das krasseste Beispiel für sowas ist mir vor Jahren mal begegnet. Da war  eine Bekannte von mir frisch getrennt vom Ehemann und Vater des einzigen gemeinsamen Kindes. Unterhaltszahlungen vom Vater waren für das Kind nicht zu kriegen, und sie ließ sich beraten, was sie tun könne. Im Verlauf des Gespräches stellte sich dann heraus, dass der Vater ihres Sohnes noch zwei weitere Kinder aus einer früheren Ehe hatte. Auch diese sahen nie einen Pfennig- dafür hatte jedoch die Bekannte gesorgt, indem sie zusammen mit dem Vater Kohle beiseite geschafft hatte, Verträge manipuliert und somit den Vater in die Situation versetzt hatte, die Zahlungen an seine Kinder zu verhindern.
Ich hab es als ausgleichende Gerechtigkeit empfunden, dass sie nun da saß und sich schwarz ärgerte, dass der Typ davon kam.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Svenjas Kommentar und die Folgen.



Svenja hat in ihrem Kommentar die interessante Frage gestellt, was wir eigentlich tun wollen, wenn wir mal in Rente/Pension/Ruhestand sind. Der Abstand dahin wird kürzer, auch wenn es immer noch 15 Jahre (knapp) sind. Ich gehöre nämlich schon zu denen, die bis 66 arbeiten müssen. An einem Montagmorgen fühlt sich das wie eine Ewigkeit an. Wenn es aber mal Spaß macht zu arbeiten, dann, ja dann stellt sich ganz schnell die R-Frage.
Was reißt uns morgens hoch und mittags mit? Wovon wollen wir uns dann noch ausruhen? Ich hab, ehrlich geschrieben, ein bisschen Furcht davor, dass die Aussicht auf so viel freie Zeit mich erst deliriös und dann depressiv macht (Ihr bemerkt hoffentlich die heutige Tendenz zur allgegenwärtigen Alliteration?) Das morgendliche Aufstehen werden die Katzen schon veranlassen, da bin ich mir sicher- wenn sie dann noch leben. Karl und Paul sind jetzt 7 und 9 Jahre alt, meinen 65. Geburtstag erleben sie daher vermutlich nicht mehr. Das Greteltierchen ist erst 3, die wird dann, bestenfalls, eine betagte Katzenlady sein, aber nicht zwangsläufig schon tot. Eine Nachfolge ist für keine meiner Fellnasen vorgesehen. Wer ab jetzt in den Katzenhimmel wandert, dessen Platz wird nicht neu vergeben. Allein schon, damit ich flexibler sein kann, wenn der P-Fall eintritt. Dabei darf man nicht außer Acht lassen, dass ich auch nicht das Bild von Gesundheit darstelle.
Das fällt mir in den letzten Monaten immer öfter ein- dass es eigentlich an der Zeit wäre, was zu tun, damit man seinen Dienstherrn noch mal ordentlich Pension kosten kann. Übergewicht, Rauchen, Diabetes- alles Dinge, die dem entgegen stehen. Und obwohl ich Punkt eins und zwei nicht zwangsläufig fortsetzen muss (äh. Ich rauch übrigens wieder…) lässt sich an Punkt drei nichts ändern. Zumindest nichts Substanzielles. Und da hätten wir auch wieder das altbekannte Lied: Ganz oder gar nicht. Wenn man zwei Drittel ändern könnte, das dritte jedoch nicht, fängt man besser gar nicht erst an. Oder?
Der Plan lautet also, in den nächsten 15 Jahren Geschmack an Jogging und Salat zu finden, und Couch und Chips etwas außer Reichweite zu lagern.
Damit ich dann „Turne bis zur Urne“ und „Fit in die Kiste“ auf mein T-Shirt drucken lassen kann.