Dienstag, 2. Mai 2017

Beliebtheit. Oder auch nicht.

Ich hab ein recht gutes Handy. Ja wirklich, mir hat es gute Dienste geleistet. Schmiert nicht ab, macht keine Zicken und ganz gute Fotos. Was es nicht so dolle macht, ist die Sache mit den Updates. Es enthält eine Menge X von vorinstallierten Apps. Apps, die man nicht los wird. Alle diese Apps werden von Google bereitgestellt, und führen permanent Updates aus, wenn man sie lässt. Ich will diese Apps nicht. Ich brauche keine Google-Kiosks für haste nicht gesehen was noch. Mir reicht meine Medion-App für AldiTalk, und weil ich verwegen bin, Whatsapp  und die Amazon App, neben denen, die, wie Uhr, Kalender, Taschenrechner, Kamera... Bestandteile des Handys selbst sind.
Die speicherfressenden Apps, die ich nicht haben will, kann ich nicht löschen. Nun könnte ich sie ignorieren, wenn, ja wenn sie nicht durch ihre permanente Updaterei mir den kompletten Speicher des Telefons blockieren würden. Alle paar Tage fordert mich das Telefon auf, doch bitte die Aldi-Talk-App oder Whatsapp zu löschen, damit irgendeine Googlescheiße sich auf dem Handy noch breiter machen kann. Klar sind acht G Speicher nicht viel. Aber da ist es besonders ärgerlich, wenn sich Whatsapp nicht davon überzeugen lässt, Bilder- und Videodateien doch bitte gleich auf die Speicherkarte zu schreiben, wenn überhaupt jede kleine miese App originäres RAM braucht, um zu laufen, und sich nicht bequem auf der Speicherkarte installieren bzw. dahin schieben lässt. In den letzten Wochen war es so, dass ich den Download von Bildern und Videos verweigern musste, weil mir sonst das Gerät komplett abgeschmiert wäre. Es erdrosselt sich sozusagen selbst.
Glanzleistung, wirklich.

Das neue Gerät kommt heute. Mal sehen, wann die 32 G an ihre Grenzen stoßen.

Seufz. First World Problems.

Kommentare:

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Sohnemann II hat ein ähnliches Problem: Apps, die er zum Teil weder braucht noch will, leisten sich bevorzugt nachts irgendwelche Updates, die nicht nur den Speicher füllen, sondern auch sein Surfvolumen ordentlich schmälern. Nun hat er zwar schon einen Tarif mit 5 GB (wo man denkt, ey, das muss doch jetzt aber reichen!) - kommt aber trotzdem diesen Monat kaum hin.
Auf die Spur gegangen, wurden wir im Einzelverbindungsnachweis fündig: Hier mal 400 MB, dort mal 600 MB. Er ist ja unter der Woche beim Bund, also nicht im WLAN-Bereich.
Die Apps kann man zwar nicht alle löschen, aber man kann ihre mobilen Daten deaktivieren. Damit sind sie dauerhaft vom Internet getrennt und können keinen "Schaden" mehr anrichten.
Er war auch etwas schockiert, nachdem er sah, wie viel Platz alleine Facebook mit 1,2 GB mittlerweile eingenommen hatte.

Wenigstens habt Ihr Eure Speicherkarte. Das ist echt ein Nachteil bei den iPhones. Schweineteuer und das Einsetzen einer zusätzlichen Speicherkarte ist bei denen dann leider noch nicht mal möglich. 16 GB sind mir echt zu wenig, denn auch wenn ich regelmäßig die Fotos runterzieh, brauch ich ja immer noch nen ordentlichen Platz für die Lieblingsmucke ;)
Schweinerei finde ich ja, dass die ihre Updates mit um 1 GB anbieten und "schon mal aufm iPhone ablegen", auch wenn ich es nicht installiere. Und das lässt sich leider auch nicht ändern.
Ich hab schon überlegt, ob ich mir wieder einen iPod zulege, dann sollten die 16 GB völlig ausreichen. Aber ich fands eben auch praktisch, wenn man unterwegs ist, dass man alles in einem Gerät hat. Uhr, Musik, Kamera... Schon schön, die heutige Technik. Wenn sie denn so funktioniert, wie man sie haben will ;)

Barbara hat gesagt…

Ich seufze mit.
Richtig zufrieden war ich mit meinem Vorgänger Smartphone welches mir ein befreundeter Nerd gerootet hatte. Damit hast du sämtliche Zugriffsrechte und kannst alles löschen was dir nicht passt. Nachteil: die Garantie erlöscht durch das Rooten.
Das jetzige Smartphone habe ich so belassen, weil ich unbedingt wieder Pokémon spielen wollte (Niantic sperrt gerootete Smartphones).
8GB Speicherplatz ist tatsächlich zu wenig für die ganzen Anwendungen, das habe ich mit einem Billigteil auch erlebt. Mit 32 GB kannst du aber gut leben.
Sobald ich nach Hause komme, schalte ich sofort in den Wlan Modus, damit ich mit meinem 1 GB Volumen über den Monat komme. Leider haben wir in Deutschland die teuersten Tarife und die schlechteste Netzabdeckung.
Dein Blog fand ich über die Misanthropin und inzwischen habe ich schon einiges gelesen.
Freue mich, dass du wieder und weiterschreibst.



Lily hat gesagt…

Ich hab WLAN zu Hause, im Büro und weil mein Arbeitgeber überall in der Stadt WLAN betreibt, auch noch unterwegs, komme also mit vergleichsweise wenig Datenvolumen aus. Im Urlaub brauch ich schon mal mehr, weil dann eben nicht immer WLANzugriff besteht- aber damit kann ich leben.
Die Updates hatte ich auch alle deaktiviert. Allerdings fiel mir schon das ewige Erinnern auf den Wecker. "Da ist noch eine App- die Hirnschmelz-App- die will jetzt aber unbedingt wieder aktiviert werden. Nu mach doch schon... " Gnade.