Samstag, 13. April 2013

Trotzdem.

Das, was sich da gerade draußen abspielt und uns mit der Bezeichnung "Frühling" verhöhnt, hindert mich hier natürlich daran, draußen herum zu spazieren und die Kamera in Übung zu halten. Was macht der verhinderte Naturfotograf, wenn draußen einfach kein Licht ist?
Richtig. Forscht zu Hause weiter.
Und findet Beweise für neue Theorien.

fig. 1: Auch Katzen halten Winterschlaf. Hier: Eddie in Expedit. Im Tiefschlaf

fig. 2: Auch Tumulte in der Wohnung können die Schwere der Augenlider nicht mindern...
fig. 3: ...wie zum Beispiel die Geräusche, die von Orgien verursacht werden.


fig. 4: Schuldbewusstsein sieht anders aus. 

Katzen halten hier derzeit die Seele warm und Körper und Geist zusammen. Nicht, dass das irgendwie neu wäre. Aber der Neuzuwachs gibt dem Zusammenleben (und den Katern) doch einen Kick. Gretelchen, auch "Die fliegende Teppichin" genannt, hält Hof, als hätte sie nie was anderes getan. Mit der Katergesellschaft ist sie von Anfang an gut ausgekommen, nach ein bisschen Fremdeln ist sie aber inzwischen wirklich die Queen der Truppe. Sie ist sehr geschäftig und rödelt immer durch die Wohnung, meist unter Absonderung kleiner Entzückenslaute. Das brrrrt und gurrt und erzählt so vor sich hin, das Kätzchen- ein ganz neuer Sound hier. Emily hat ja eher ein Dauerkrächzen von sich gegeben, wenn sie mal wach war, aber so bestätigt auch die Fusselpfote mir, dass die wenigsten Katzen miauen. Hier wird gejammert ("Pauuuuuuul!", wenn den Dicken das Elend überkommt), gebrummt (Emily, wenn ihr wer zu nahe kam), Karl, das Yak, sagt genau das, nämlich "Yak-Yak!", vor allem, wenn er einen Vogel sieht. Oder, was der Katzengott verhüten möge, den frei laufenden dicken Nachbarskater (geschätzte 8 Kilo Muskeln und -hoffentlich- durchtrennte Samenstränge).
Eddie sagt kaum was, außer um zu Fauchen, mit mir spricht er so etwas wie Babysprache, bestehend aus einer Art Fiepsen. Und bis auf Karl schnurren sie alle. Karl hat zuviel Stress und muss hier die Fahne der jederzeitigen Wachsamkeit hoch halten ("Constant Vigilance!", wie Alastair Moody, der Charakter aus Harry Potter, immer wieder gern betont.)

So. Und gleich lege ich mit der Umsetzung  meines Samstags-Vorsatzes los: Den Ostflügel entrümpeln. Das ist mein ehemaliges Schlafzimmer- vor ein paar Monaten hab ich beschlossen, dass es relativ dumm ist, sich laufend über fehlende Abstellmöglichkeiten zu ärgern, aber zwei Wohnzimmer zu unterhalten -als Einzelperson. Eins davon zum Ausspannen und Filme anschauen, eines fürs Malen, fürs Spielen und Surfen am Rechner und "für Besuch", den ich eh selten habe. Da hab ich dann das kleine Wohnzimmer zum Schlafzimmer gemacht, Fernseher und Couch ins große Mal-Computer-Besuchzimmer gepackt und angefangen, den kleinsten Raum zur Abstellkammer umzuwidmen. Bis vor drei Wochen passte der Wäscheständer noch hinein, und in meinem Schlafzimmer stand nur mein Bett in splendid isolation. Ein 12 m² großer Abstellraum ist nur eines nicht: Praktisch. Denn unmittelbar nach dieser Umbauaktion musste alles da hinein wandern, was woanders im Weg war. Inzwischen ist es voll. Und ich muss Dinge beiseite schieben, um den Schrank öffnen zu können, was keinen Spaß macht. Und das nur, weil das Zimmer doch relativ groß ist. Nun, dem wird heute ein Riegel vorgeschoben. Der Schrank wandert wieder ins Schlafzimmer (hoffentlich überlebt er das...) und der Rest vom Schützenfest wird aufgeräumt und sortiert. Und um mich vorausschauend zu belohnen, hab ich vorgestern vor lauter Vorfreude mich schon mal mit Einzelhandelstherapie belohnt und mir was gekauft: Einen zweiten Wäscheständer und eine neue Klobrille. Ich rocke, Leute, das kann ich behaupten. Auch wenn ich sonst sehr bescheiden bin :-))
Schönen Samstag euch allen. Hofft mit mir, dass morgen mal das helle Ding über uns leuchtet (von dem der beste Freund von allen immer behauptet, das sei mein gelber Regenschirm...)


Liebste Grüße
vonne Lily.

Kommentare:

Paula hat gesagt…

Oh haue ha! Die Katzerei geht Dir am besten aus dem Weg beim Umräumen.

Lily hat gesagt…

Das machen die aus reinem Selbstschutz schon. Soviel ungewohnte Geräusche, und man verbringt den Tag lieber im Schrank oder auf dem Balkon.

Meise hat gesagt…

Oh, du hast keine Sonne gehabt?
Da hab ich die wohl hinter mir hergeschleppt auf dem Weg nach Bergkamen und zurück.
Tschuldigung.

Lily hat gesagt…

Sonntag gab es schon Sonne. Aber gefühlt das erste Mal seit Anfang September 2012.