Dienstag, 1. Juni 2010

Bootstour auf dem Tränenkanal

Leaving on a Jet Plane


Wer meint, die Überschriften so zu verstehen, dass ich jetzt endlich weiß, wann es losgeht, der liegt richtig. Obwohl das Lied insofern gelogen ist, als dass ich noch kein einziges Stück gepackt habe- zählt man Kamera und Laptop nicht mit. Prioritäten sind wichtig, wer braucht schon Söckchen (Hier empfiehlt meine freundliche Rechtschreibkontrolle: Fettflöckchen. Aha.) und Unterwäsche?
Seit Donnerstag der letzten Woche bin ich nun zu Hause, und auch vom herausfordernden Anstarren wird der Berg dessen, was noch zu erledigen ist, nicht kleiner. Vor allem, da mein Schlafrhythmus inzwischen komplett im Eimer ist, und ich immer nur ein paar Stunden durchhalte, bis ich wieder schlafen gehen kann- nachts dafür bin ich wach, aber da kann man dann nicht gut Staub saugen oder Fenster putzen. Dafür Grübeln, aber das ist nichts Neues.
Ansonsten muss ich mich zwingen, so was wie ein normales Leben zu faken, z. B. Duschen und vollständig Anziehen sind Dinge, die einer Willensanstrengung bedürfen. Aber gekocht hab ich! Vorgestern. Für die Fenster sehe ich insofern schwarz, das wird wohl erst zu Weihnachten was.
Also, um noch mal an den Anfang zurück zu kehren, am Dienstag nächster Woche geht’s los. Und auch wenn die erste Zeile des Liedes nicht zutrifft: I’m ready to go, und zwar sowas von.
Ich bin neugierig, was mich erwartet (das ist schon lange nicht mehr der Fall gewesen) und fest entschlossen, mitzumachen, was mitzumachen ist. Ich hoffe darauf, endlich zu lernen zu erkennen, was gut für mich ist und es dann auch in Angriff zu nehmen- Erholung insgesamt wird das ihrige dazu tun, aber ich will auch für die Zukunft endlich lernen, mich nicht mehr selbst zu sabotieren, meine eigene Stimme zu hören und endlich, endlich meine Stärken leben.
In diesem Sinne: Schiff ahoi, und Mast- und Schotbruch euch allen.

Die Lily.

Kommentare:

Kate hat gesagt…

"Ahoi Kapitän, gute Reise!" ;-)

Ich freu mich soooo für dich, dass es endlich losgeht! Lass es auf dich zukommen und sch*** auf die Fenster! Meine müssen auch bis Weihnachten warten ;-) Und da war doch auch noch jemand, der bei dir ein- und ausgeht, oder? Das schafft er schon! ;-)

Schäfchen hat gesagt…

Fettflöckchen??? Ich schmeiß mich weg!

Jetzt mach dir vorher keinen unnötigen Stress. Kofferpacken ok. Zu welcher Tageszeit ist wurscht. Kochen? Wozu gibt's Pizzataxis. Und Fenster putzen? Ignorieren! Im Zweifelsfall Licht anknipsen *g*

Ich wünsch dir das allerbeste und dass dir in der Kur wirklich geholfen wird!

Fühl dich mal eben virtuell umärmelt (wenn das für dich ok ist).
LG Melly

Britta hat gesagt…

Genau! Mit den Milchglasscheiben laß mal ganz entspannt den Ableger zurück - wenn's ihn stört kann er ja selbst mal tätig werden! Vielleicht wächst er über sich hinaus und kriegt das halbwegs streifenfrei hin? :)=)
Sooo cool, dass es schon in einer Woche losgeht! Und dann hast du eh Rundumversorgung. :-)
Ach - du liebst doch auch Wortwurzelforschung...
Wußtest du, dass sich Sabotage vom französischen Wort für Holzschuh ableitet? Die nämlich warfen die Arbeiter Ende des 19ten gern in Maschinen und Räderwerke, um gegen fortschreitende Mechanisierung zu protestieren... ;-)

Und über unser Gespräch habe ich noch viiiel nachgedacht. Müssen wir unbedingt mal fortsetzen!

Sooo liebe Grüße - Britta! :-))

Georg hat gesagt…

Du bist wohl auf dem besten Weg. Die Einstellung dazu hast Du. Alles weitere wird kommen. Lass Dich treiben und erwarte das unerwartete. Es wird Dich finden.
Und die Bootstour nimmst Du nicht allein in Angriff.

Ahoi! Du Landradde...

und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Ich freue mich auf die Lily in Dir.

Lily hat gesagt…

@Kate: Auf die Fenster sch... werd ich wohl nicht, das macht sie nicht sauberer. Aber drauf pfeifen, das werd ich :)
@Schäfchen: Virtuell umärmeln ist vollkommen in Ordnung, danke :D
@Britta: Wenn du magst, ruf an :-) Der Ableger hat ja mal eine Weile allein gelebt, obwohl, die Fenster... naja.
Er wird es schon hinkriegen, denke ich.
@Georg: Die Handbreit ist wichtig. Aber sowas von :-)

rebhuhn hat gesagt…

liebe Lily, alles gute auch von mir!! ich denke an dich und hoffe, daß du zur ruhe kommst. - und danke, Britta, für die interessante sabotage ;)!

Kate hat gesagt…

Schreibt man "Schpucken" nicht mit "sch"????? :-D

Kate hat gesagt…

Einer muss leider noch hinterher bei dieser Wortbestätigung:

"surefurn" (das eine "r" muss weg)

Wenn das kein gutes Omen ist!!!! :-)

Orinoko hat gesagt…

Ihre Rechtschreibprüfung ist bestens programmiert. Jetzt wird richtig Sommer, da braucht man keine Söckchen. Fettflöckchen (= Erdnussfslips) hingegen sollte man vorsichtshalber mitnehmen. Wer weiss, ob man in der Ferne die geliebte Hausmarke bekommt, nicht?
In diesem Sinne, viel Erfolg und lassen Sie von sich lesen.

grainnee hat gesagt…

Liebe Lily,

ich wünsch' Dir eine ebenso gute Klinik wie ich sie 2008 erleben durfte. Ich wünsch' Dir ebenso tolle Mitpatienten, wie ich sie erleben durfte. (Hab ich schon mal gefragt, in welche Klinik Du gehst?)

Genieß die Zeit, mach viel draus, nimm soviel mit, wie nur irgendwie geht und vergiss mal alles andere außenrum. Jetzt bist DU dran!

Alles Liebe
Chris

Meise hat gesagt…

Kamera und Laptop sind eh das Wichtigste. ;) Und der Rest lässt sich zur Not auch noch am Tag vorher einpacken.
Ich denk an dich.
Ahoi, du Liebe!

Svenja-and-the-City hat gesagt…

Liebe Lily,
ich denke ganz fest an dich und wünsche dir von Herzen alles Liebe für deine Kur. Bitte mache alles mit, was dir gut tut und verlasse dich auf die Profis dort.

Und hier noch mein Lieblingsspruch dazu: "Wenn der Doc sagt, spring!, dann fragst du, Wie hoch? Und danach machst du den besten Sprung, den du nur hinbekommen kannst."

Ich weiß genau, wie es ist, so am Boden zu sein und nichts mehr richtig geregelt zu kriegen, aber das geht vorüber. Du bist klug und stark und wäre eine Freundin von dir in DEINER Lage, dann wüsstest du sicher genau, wie ihr zu helfen wäre. Jetzt hilf dir selbst und gib dein Bestes. Ich glaube fest an dich.

Ich drück dich.
Svenja

Lily hat gesagt…

@rebhuhn: Danke :-)
@Kate: Nein :P, schreibt man nicht. Und du hast Recht: Ein gutes Omen, ganz bestimmt.
@Orinoko: Flips kleben so an den Zähnen, das kann ich nicht gut haben. Und weil ich entweder ganze Tüten leer futtere oder sowas besser gar nicht im Haus habe, hab ich es derzeit ohnehin nicht da :-)
@grainnee: Ich hoffe es so sehr, dass das gut wird- dass die Patienten dort sehr für einander da sind, sagte mir die Ärztin beim Aufnahmegespräch. Dass sie es gesagt hat, hat mir verraten, dass das nicht selbstverständlich ist. Und nein, du hast noch nicht gefragt:-) Es ist eine sehr kleine Klinik, mit weniger als 40 Plätzen, und ich war sehr begeistert von den Räumlichkeiten und der Atmosphäre, die erfrischend normal und bodenständig war. Ein Teil der Kliniken, die mir von meiner Ärztin empfohlen wurden, hatten so Sachen wie wöchentliche Kammerkonzerte und Kunstschätze und sowas. Das ist definitiv nicht die Sorte Ort, an der ich mich wohl fühlen könnte.
@Meise: Stimmt, ich sehe schon, wir setzen die gleichen Prioritäten. Das Problem ist nicht so sehr das Packen, das Problem sind die Mengen, die noch zu bügeln sind. Definitiv mehr, als frau in einer Nacht mit einem Bügeleisen bewältigen möchte.
@Svenja: Das mit dem Selbsthelfen ist so eine Sache: Ich weiß´-theoretisch- ganz genau, wie ich mir helfen könnte, aber: Es geht ganz einfach nicht. Wenn ich versuche, damit anzufangen, weiß ich, dass ich sicher scheitere (darauf kann ich mich inzwischen verlassen) und dann fühl ich mich wieder und weiterhin wie ein Versager... die Motivation, weiter zu machen, sinkt dann zuverlässig noch weiter.
Talk about Teufelskreis.
Ich werd deine Worte aber auf jeden Fall beherzigen, und bin fest entschlossen, das beste aus der Sache zu machen.

L.

Steffen hat gesagt…

Liebe Lily,
das mit der Handbreit klappt schon, und außerdem wird es Rettungsringe geben, auch wenn sie nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind.
Ich wünsche Dir, daß Du "Auf Großer Fahrt" viel Neues (und Altes anders) siehst, draußen und drinnen. Daß der Boden manchmal schwankt, daran gewöhnt man sich...
Was im Leben wirklich wichtig ist - ob Bügeln-all-night-long dazugehören soll - wirst Du hinterher neu entscheiden.
Die Wortbestätigung nehme ich mal als ein "fullomn", daß da ein e fehlt, soll nicht groß stören.
Alles Gute, Lily, und auf Wiedersehen!

Meise hat gesagt…

Ächz... ich HASSE Bügeln!
Ich fühle mit dir!!!!!einseinself

Svenja-and-the-City hat gesagt…

@Meise: Ich hasse bügeln auch, deshalb kauf ich immer alle Sachen mindestens eine Nummer zu klein. Da braucht man nie mehr zu bügeln...
...und sieht noch besser aus :-)

Lily hat gesagt…

@Steffen: Vielen Dank- ich merke derzeit, dass es schon was ausmacht, wenn ich nicht arbeiten muss. Das hat den letzten Fitzel Energie aus mir rausgesaugt. ZUm Bügeln reichts trotzdem noch nicht. Aber da gibts bestimmt eine Lösung. Danke nochmal :-)
@Meise: Bügeln hasse ich beinahe noch mehr als Fensterputzen. So, jetzt hab ichs gesagt.
@ Svenja: Wenn du mir versprichst, dass die zu kleinen Sachen bei mir so gut aussehen wie bei dir, dann werd ich das Projekt mal in Angriff nehmen. Gildet es auch, wenn man soviel futtert, dass alle Sachen zu klein werden?