Samstag, 22. Dezember 2012
Bah, Bah, Black Sheep
Samstag, 15. Dezember 2012
Sonntag, 25. November 2012
Lily spielt Tetris und ist ein Frack.
Die wo eure Lily ist, hat ja eine sehr schöne große Wohnung, jawoll. Dieser Wohnung fehlt jedoch etwas, und das ist ein Keller. Dafür hab ich eine Garage, in der vieles drin steht, nur kein Auto. Man braucht nicht lange zu überlegen, um den Grund dafür herauszukriegen: Die Garage ist der Ausweichkeller. Lange Zeit war sie das nicht, sondern ordnungsgemäßes Zuhause für meinen fahrbaren Untersatz, dann zog aber der beste Sohn von allen hier ein und lagerte einige Dinge zwischen (kann man "zwischenlagern" auseinandernehmen? Hm. Aber "er zwischenlagerte" hört sich noch dööfer an. Dööfer? Echt?). Die stehen da heute noch herum. Ein Bett in Einzelteilen, ein gewaltiges Ikea-Bild, welchselbiges an der Wand einen plötzlichen Rahmenbruch erlitt und um ein Haar mein Kind geköpft hätte, diverse weitere Trümmer, ein auseinandergebauter Schrank. Sowas steht sonst gern in Kellern herum, ebenso wie große Kartons, in denen Computer, Nähmaschinen, Rückenmassage-Geräte etc. geliefert werden.
In einer Wohnung ohne Keller werden Kartons irgendwo auf Schränken deponiert, der Staubsauger teilt sich Platz mit dem Werkzeugkasten, die Stichsäge steht neben dem Bügelbrett und oben auf dem Kleiderschrank liegen zwei Rollen Maschendraht (Reste von der Balkoneinzäun-Runde).
Das stört mich. Gewaltig. Entweder man schläft in einer Art Werkzeugschuppen, oder man hat überall in der Wohnung hinter Türen, unter und auf Schränken und sonstwie schlecht versteckt all dies Gerümpel herumstehen.
Ich mag lieber andere Dinge herumstehen haben, Sachen die ich schön finde zum Beispiel. Mein Staubsauger ist auch schön, aber mehr auf die, naja, nutzbetonte Art.
Und wie ich so am Donnerstag abend fürbaß saß (Andere Leute schreiten fürbaß. Ich kann das im Sitzen), da überkam mich doch der Gedanke, dass ich mir vielleicht wirklich noch einmal überlegen sollte, mir weiterhin den Luxus von zwei (!) Wohnzimmern zu gönnen... und der Gedanke ward geboren, aus dem derzeitigen kleinen Schlafraum eine Abstellkammer zu machen, und ab sofort im kleinen Wohnzimmer zu schlafen.
Gestern morgen war es dann soweit, das Wohnungs-Tetris zu beginnen. Sofern die Wohnung nicht leer ist, befiehlt die mehr praktische Intelligenz ihrem Eigentümer ja ein mehr schrittweises Vorgehen. "Tetris" ist in diesem Zusammenhang einfach bekannter als das viel treffendere Spiel "Klotski" von mir in früheren Jahren bis zum Stillstand der Augen gespielt.
Alles fing gegen 10 damit an, dass der kleine Küchentisch einem der drei Wohnzimmer-Arbeitstische weichen musste... und endete abends gegen acht, mit einer komplett kaputten ("Frack") Lily. Dazwischen lag eine Reihe von weiteren Spielzügen, die nicht unerheblich davon profitiert haben, dass meine Küche sowohl vom Flur als auch vom Wohnzimmer aus begehbar ist. Anderenfalls hätte ich zwischendurch auch mal klettern müssen...
Jetzt habe ich ein großes Wohn- und Arbeitszimmer, bissel eng, und ein Schlafzimmer, in dem nichts steht außer meinem Bett. Bzw. es liegt, nämlich die Matratze auf dem Boden. Ein neuer Lattenrost ist per Post unterwegs, und dann wird auch das Bett wieder aufgestellt.
So. Und nun muss ich nur noch den Sperrmüll anrufen, damit die Garage leer wird und die überflüssigen Dinge aus der Abstellkammer endlich in die ewigen Jagdgründe wechseln können. Und dann hoffe ich doch sehr, dass der neue Lattenrost die Rückenschmerzen beendet...
Schönen Sonntag!
Lily.
Montag, 19. November 2012
Samstag, 17. November 2012
Der Rest vom Ruhrgebiet: Bottrop
Der von mir sehr gern gelesene Herr Buddenbohm, Alltagsprosazauberer von der Elbe, hat dort das ehrgeizige Unterfangen, über die Stadtteile Hamburgs zu schreiben, zu einem Blogprojekt gemacht und Hamburger Blogger dazu aufgerufen,über ihre Stadtteile zu berichten...
Freitag, 16. November 2012
Gerüchte über meinen Tod
sind maßlos übertrieben. Richtig ist vielmehr, dass ich, zurück gekehrt aus meinem Krankenschein, feststellen musste dass meine Stelle eingespart wurde. Nun bin ich als Beamtin erstmal unkündbar, und zweitens wusste ich auch, dass die Stelle im Rahmen der Haushaltskonsolidierung zur Disposition stand. Wie das beim Stellenpoker so ist, hat da wer irgendwo anders was nicht mitmachen wollen, und die Nebenwirkungen der Beteiligung politischer Gremien waren dann dergestalt, dass die eigentlich erst für 2015 vorgesehene Einsparung vorgezogen wurde.
Eine Woche bin ich dann noch im alten Fachbereich geblieben, dann hatte ich eine Woche Urlaub, und seit Montag dieser Woche bin ich in meinem neuen Einsatzbereich.
Da ich ein neugieriger Mensch bin, stört mich so ein Neuanfang erstmal nicht, sondern erzeugt einen Interesseschub, der über so einiges hinweg hilft.
Gelandet bin ich nun im Referat für Migration und dort zuständig… für alles? Naja, so ziemlich. Es ist eine sehr, sehr kleine Einheit, und dort war bisher niemand für Verwaltungsdinge an sich verantwortlich. Das hatte die Folge, dass diese Sachen mehr schlecht als recht erledigt wurden. Verwaltung wird ganz gern behöhnt, und Erbsenzählerei gehört zu den Dingen, die mich mehr als sauer machen, aber ganz ohne ist auch schlecht- zumindest für einen Bereich innerhalb einer Stadtverwaltung. Denn die Zusammenarbeit ist da oft ziemlich übelst durchorganisiert, und wer sich nicht an die Regeln hält, weil er sie nicht kennt, zieht den Kürzeren, fällt übern Rand, oder sieht sonst wie alt aus. Also sorge ich hier erstmal für eine Bereinigung der Defizite, mach ein bisschen Ordnung und harre der Dinge, die da kommen wollen.
Zusammenfassend kann ich nach einer Woche sagen, dass es sehr schön ist, wenn man begrüßt wird, als hätte man Manna, billiges Benzin und die richtigen Lottozahlen im Gepäck.
Ich sitze wieder in einem alten Altbau, und erfreue mich halbwegs guter Baubiologie sowie hoher Decken, wenn es hier auch vergleichsweise eng ist im Vergleich zu den Räumen, aus denen ich komme. Dafür ist der Umgang hier weniger förmlich, und das gefällt mir.
Die Woche Urlaub hab ich mit dem besten Freund verbracht. Wir haben uns die mittelalten Knochen ordentlich strapaziert mit Hunderten von gefahrenen Autobahnkilometern sowie einem dreistündigen Gewaltmarsch durch den Gelsenkirchener Zoo, diversen zeitintensiven Einkaufsbummeln und, und, und. Nach all dem haben wir uns dann jeder einen Shiatsu-Massagesessel gegönnt. Man wird halt alt. Übrigens kann man auf den Ausruf „Shiatsu!“ mit „Gesundheit!“ antworten… oder auch mit einem herzhaften „Hyundai!“
In diesem Sinne schönes Wochenende,
wünscht die Lily
Mittwoch, 14. November 2012
Woanders...
liest man seltsame Namen...
Yggdrasil? Ist das der Namensgeber Ernst?
Und beim Standesamt waren sie wohl sämtlich volltrunken...
findet
dieLily
Samstag, 27. Oktober 2012
Lilys Tierleben, Teil 1
...drüben auf dem Bilderblog.
Hier solange:
Tiere auf der Flucht. Heute: Die Wildgans.
Schönes Wochenende!!
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Lange nicht mehr
gehört:
Hermann van Veen
Es ist Herbst, und das Lied ist nicht nur melancholisch- ich bin mit der Musik aufgewachsen und aus mir ist trotzdem etwas geworden meine Depressionen sind behandelbar ich bleibe weg von offenen Fenstern.
Einen schönen Donnerstag, ihr Lieben!
Lily
Dienstag, 23. Oktober 2012
So lange
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Bilderrätsel, unter anderem.
Nachdem ich das Motiv gründlich unters Tele genommen habe, war mir klar, woher manches Jugendstilelement kommt...
Wieder etwas, was man fotografieren kann, ohne das Haus zu verlassen. Da ich immer noch krankgeschrieben bin (und immer noch huste, wenn auch nicht mehr so fürchterlich wie vor einer Woche noch), bin ich eigentlich ständig hier anzutreffen, und schaue die ARD-Zoodokus rauf und runter. Inzwischen kenne ich die Vornamen der Nasenbären (Kai-Uwe) und der Ameisenbären auch (Griseline, extrem niedlicher Name), weiß, wie lang ein Schwarm Piranhas für ein 200 Kilo-Schwein braucht (20 Minuten, wenn ausgehungert) und wie der Gavial-Mann in Leipzig heißt (de Gaulle, und ich weiß auch warum).
Ich fiebere mit dem Team, wenn der Krallenbär Bastel vom Baum fällt und leider eingeschläfert werden muss, und könnte dem Giraffenkind (heißt offenbar "Kleene") den Hals umdrehen, wenn sie wieder nicht fressen will. Meine Traummänner sind Michael Ernst (wegen der Tapirizität, mit der der Tapir auf dem Grund des Teiches steht) und Jörg Gräser, der Brillenschlangen bastelt für seine Erdmännchen (aus Melone, Zucchini und roten Stachelbeeren). Und ich könnte die Papageienhüterin in Leipzig knutschen, wenn sie den Kea-Hahn ruft. Der trägt den Namen Unhold.
Außerdem tut mir Gerda leid, die wieder weg muss aus dem Zoo, weil sie kein braves Geiermädchen sein will sondern eine unangepasste Punker-Bitch.
Und weil das alles so nett gemacht ist, ist mein eigenes Zoo-Anthropomorphismus-Epos "Neulich an der Wursttheke" (Mitwirkende: Mehrere Damen der Gattung Gorilla Gorilla aus dem Zoo in Wuppertal) als Recycling-Content auf dem anderen Blog zu bewundern. Dann enjoyt mal schön, ihr Lieben.
Und wegen der Uhrzeit: Gute Nacht, weiterhin!
DieLily
Dienstag, 9. Oktober 2012
Nicht viel
zu erzählen hier, es passiert nämlich nix. Auch, weil ich immer noch krank bin, und mich so fühle. Zwischendurch gehts mal ne Stunde, aber nicht viel länger.
Ominöse Schmerzen in der Seite nähren den Verdacht, dass ich mir beim Husten vielleicht eine Rippe (an)gebrochen haben könnte (Soviel zu verborgenen Talenten! Ich kenne aber eine Frau, die sich einen Pneumothorax gehustet hat- das ist Können, Ladies and Gentlemen.)
Das Zeug, das der Doc mir verschrieben hat (so ein Bronchienerweiterungsspray) macht einiges einfacher, so zum Beispiel muss ich nicht mehr gegen einen Widerstand ein- und ausatmen, das ist nämlich ziemlich anstrengend.
Und nein, ich rauche immer noch nicht wieder. Meine E-garette (Wortschöpfung by Womble) ist zwar meine ständige Begleiterin (weil ich das Nikotin brauche). Allein der Gedanke an etwas Brennendes in meiner Hand macht allerdings Husten. Und Augentränen.
Dampf ist da etwas ganz anderes, und löst zwar auch das Gefühl aus, als ob ich eine Zigarette rauchte, ätzt sich aber nicht so seinen Weg durch meine Bronchien. Und das Nikotin verhindert Entzug wirksam. Nett ist, dass man auch mal nur einen Zug nehmen, und das Ding dann einfach weglegen kann, ohne dass es verqualmt und herumstinkt. Nach Angaben befreundeter Nichtraucher riecht man von dem Zeug gar nichts. Ich hab das zwar auch so empfunden, bin aber erstens Partei und zweitens hab ich ja auch den Tabak nie gerochen (außer morgens, wenn ich vergessen hatte, den Ascher zu leeren). Ach ja, das ist auch nett: Keine Tabakkrümel, keine Asche, keine Blättchen/Feuer/Tabaksuche. Kein Lüften gegen den Qualm, und anschließendes Frieren, wenn die Bude richtig ausgekühlt ist. Und die Lily riecht nur noch nach Menthol und Bodylotion. Mit Menthol atmet es sich nämlich noch besser.
Nachher ruf ich beim Doc an, und frage nach, was das Labor in meinem Blut alles so gefunden hat. Ich wette, da ist einiges dabei, was da nicht hingehört.
Drückt mir die Daumen!
Liebe Grüße
von der Lily.
Samstag, 6. Oktober 2012
Katzenlangeweile
sieht so aus:
Und weil selbst hartherzige Leute wie ich einsehen, dass man nicht immer nur die Brüder und Schwestern ärgern kann, bin ich gestern beim Streueinkauf wieder schwach geworden und hab mal wieder Katzenspielzeug gekauft.
Diese Federdinger an Angeln und so. Eddie hat für das erste Ding nicht mal 5 Minuten gebraucht, dann hing es in Fetzen. Nicht in der "Wackelt-nett-und-ansprechend"-Art, sondern in der "Kaputt-und- überall-Federn"-Art.
Für das Geld hätte ich eine ansprechende Menge Rinderherz für die Meute bekommen. Und beim abendlichen Fernsehen (alles das, was der treue HD-Recorder für mich aufgezeichnet hat. Ha.) hat mich dann der Bastelvirus erwischt. Das ist selten, hat aber Ergebnisse gebracht.
Nämlich Katzenspielzeug für alle die Feliden, die nicht ätherische, magere Rassekätzchen sind, sondern eher die Rottweiler unter den Katzen darstellen. Felide Boliden, sozusagen (pun intended). Denn auch die wollen spielen, Herrschaften! Und da abgeschlagene Feindesköpfe und dergleichen nicht gut rollen, besteht hier immer ein gewisser Notstand.
In dem Spannungsfeld hat es sich gut getroffen, dass ich vor kurzem eigens zur Anfertigung von Baldrianmäusen für die Bande sehr viel Filz gekauft habe. Der lag hier noch herum, denn er ist einfach zu dick, um daraus etwas Fummeliges zu nähen. Der Filz, Packband, eine Kelimnadel und einige andere Dinge mussten dann herhalten, um meine eigene Katzenspielzeug-Sammlung zu basteln. Wohlgemerkt: Die meisten Katzen mögen genau so gern Aluknubbel, Tischtennisbälle, Rappelmäuschen, Pappschachteln... aber sie mögen halt auch Abwechslung. Und ich persönlich trete ungern nachts auf ein steinhartes Objekt aus Alufolie, das ordentlich von Katzen besabbert wurde. Außerdem landet jedes einzelne selbst rollende Spielzeug irgendwann unter der Couch. Muss man die mal weg rücken und ist zufällig noch jemand Fremdes anwesend, sorgt die Sammlung von Sektkorken, Alufolie und halb zerkauten Kleinspielzeugen immer für Verlegenheit.
Laserpointer hingegen hinterlassen zwar keine Reste, aber Spuren, denn meine Bande rast auch schon mal die Wand hoch, auf der Jagd nach dem roten Punkt. Vergeblich, und auch das ist doof, denn ab und zu fängt der Durchschittskater auch gerne mal was.
Aus dieser Mischung von Not, Material und Langeweile wurden die folgenden Objekte geboren:
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| Fig. 1: Die-mit-dem-Schwanz-klappert (unten), Stinki, das Fisch-Skelett (Mitte) und Paul (oben). |
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| Dies ist das Modell "Nahrungskette". |
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| ...und das ist einfach nur ein Spielzeug. |
In dieser Rattankugel (Dekobedarf, lag hier noch herum) kann ich, je nach Nervenstärke, ein Glööcklein oder auch ein Leeeckerli verstecken.
Noch fehlen hier die eigentlichen Angeln. Anbeträchtens der hier herrschenden allgemeinen Größe und Kräftigkeit kommen mir die mickrigen 40-cm-Stäbchen, die man sonst so sieht, geradezu lachhaft vor. Vielleicht geeignet für ein entkräftigtes Katzenbaby, aber nicht für meine 600-PS-Kater. Hier muss so eine Angel selbst bei meinem kleinen Mädchen einiges aushalten, und ich spiel nicht gern in gebückter Haltung Tauziehen. Der nächste Baumarktbesuch wird mich in der Gartenabteilung bei den Bambus-Stäben treffen. Ich hoffe, die sind in einer Längenauswahl zu kriegen.
Die ganze Aktion hat erstens Spaß gemacht, zweitens keinen Cent gekostet, weil selbst die Klapperschlangenklappern noch hier herum lagen (alte Nähmaschinenspulen, die in meiner neuen Maschine nicht verwendbar sind). Packband als Träger ist so gut wie unzerreißbar, und es schadet nicht, wenn die Katzen darauf herumkauen. Der Filz ist natürlich aus Wolle, und es ist weder Glitter dran noch Klebstoffe. Ordentlich dicker Filz kann übrigens auf das Packband richtig aufgefädelt werden. Ist nur ein bisschen Fummelei und Geduldsprobe. Dabei sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt... Ich hab zum Beispiel noch ein Ensemble aus zwei Mäusen und einem Stück Filzkäse in Arbeit. Mal sehen, wie das zusammen aussieht.
Also, Leute: Ran ans Heavy-Duty-Katzenspielzeug! Bastelt, bis die Schere qualmt oder der Tierarzt kommt!
Liebe Grüße,
Lily
Spam. And extra Spam.
Selbiger ist auf mich runtergeprasselt, seit ich die nervigen Captchas ausgeschaltet hatte. Heute morgen hab ich weit über 150 Spamkommentare gelöscht. Nicht hier, aber in meinem Email-Postfach. Das ist mir etwas zuviel des Guten, also müsst ihr euch eine Weile damit abfinden, dass es wieder Captchas geben wird. Sorry dafür!
Freitag, 5. Oktober 2012
Donnerstag, 4. Oktober 2012
Vielen lieben Dank, Greta, oder: Ein guter, aber teurer Tag...
heute hier chez Lily.
Erst kostete der Trip in die Apotheke 60 Euronen (Asthma-Spray und neues Antibiotikum). Dann hab ich mir den Tipp von Greta (danke schön :-)) zu Herzen genommen: Wenn ich schon nicht ohne Nikotin kann, muss ich mir nicht auch noch bei jeder Zigarette die partielle Rauchvergiftung verpassen- und hab mir eine E-Zigarette gekauft. Bin bisher sehr zufrieden. In dem Laden konnte ich probedampfen, verschiedene Aromen und auch Tabak "pur" antesten, sowie das Dampfgerät an sich. Ich bin mit dem So-tun-als-ob-Effekt auf Anhieb zufrieden gewesen. Dieses Einkaufserlebnis war mir wichtig, weil ich wirklich ausprobieren wollte, was ich da kaufe. Im Netz kriegt man bestimmt vieles billiger, aber ich kann eben nicht antesten, ob ich damit zu Recht komme, ob ich das Gefühl "wirklichen" Rauchens habe (versus Nuckeln), und ob der austretende Dampf ausreicht, um auch das Lily-Auge davon zu überzeugen, dass es sich um was Echtes handelt (hab ich schon mal erwähnt, dass ich nicht gern im Dunkeln rauche, weil der Qualm nicht sichtbar ist?)
Jedenfalls hab ich dann zugeschlagen, und vermutlich auf gute, alte Lily-Art das Flaggschiff des Hauses gekauft. Eigentlich eine Doppelpackung, zwei stylisch aussehende Dampfomaten, beide eher wie ein edler Füller wirkend, und dazu ein buntes Sortiment verschiedener Liquids. Ich konnte das Doppelpack so aussuchen, dass es zwei verschiedene Verdampfer enthält, einmal Edelstahl, einmal mattschwarz. Eines wird das "mit-Menthol"-Gerät sein, weil der Mentholanteil wohl wirklich in dem Ding hängenbleibt. An Aromen hab ich einmal Tabak "ohne", einmal mit Menthol, einmal Blaubeer (ganz fantastisch lecker) und einmal Kaffee genommen. Ich werde euch berichten! Das Ganze zusammen hat mich einen Hunderter gekostet (das gebe ich sonst in drei Wochen aus für Tabak). Je nachdem, wie schnell die Liquids leer sind, kann ich mir schon ausrechnen, wann es sich amortisiert hat. Der Typ im Laden ist selbst Dampfer und Ex-Qualmer, und von seinem Produkt ganz angetan (das hilft enorm beim Verkaufen). So ein bisschen erinnert das Dampfen an Pfeiferauchen. Alles sehr gemütlich! Und es stinkt definitiv nicht. Das erheitert mein Energiesparherz. Denn wenn es hier nicht nach Rauch stinkt, muss ich nicht laufend die Fenster auf machen, und ständig dran denken, die Heizung vorher abzudrehen...
Der Dealer hat übrigens einen sehr, sehr liebenswürdigen Dobermann dort liegen, der mich sofort in sein großes Hundeherz geschlossen hat und sich von mir mit Stofftierwerfen hat beschäftigen lassen. Dobermann for the win!
Auf dem Weg vom Liquids-Dealer zur Bank hat mich dann das Schicksal in Gestalt eines Blitzers erwischt. Vielleicht wird das ja meine Premiere? Hab noch nie ein Ticket vom Tempomesser gekriegt in den letzten 32 Jahren. Demnächst schafft unser Straßenverkehrsamt doppelseitige Doppelblitzkameras an, die können beide Fahrtrichtungen und zwei Fahrspuren abdecken. Ich hatte zwar nicht vor, das städtische Defizit komplett allein auszugleichen, aber was tut man nicht alles, um der Stadt zu helfen!
Jedenfalls hat das viel Geld gekostet, alles in allem.
Nichts gekostet hat das hier:
Der kleine Feuerwehrmann da hinter der Scheibe hockt auf dem Pendel und reist mit seiner Wasserspritze immer munter von links nach rechts. Basis ist eine Uhr aus einem alten Ikea-Reste-Rampen-Laden. Die war bestimmt 20 Jahre alt, und mahagonifarben lasiert. Der Pendel bestand aus einem Messingstangending mit einem dünnen Metallscheibchen als vorgetäuschtes Pendelgewicht. Uhr und Pendel werden jedoch von der gleichen Batterie betrieben. Ich hab die Uhr zerlegt, Ziffernblatt und Werk entnommen, den Rest angeschliffen, vorgestrichen und dann im stylischen Feurio-Design neu konzipiert (verbal auf die Kacke hauen hilft bei der Selbstachtung!)- jetzt ist sie eher was für den Pausenraum bei der Pyromanen-Selbsthilfegruppe oder der freiwilligen Feuerwehr. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht, sie umzubasteln. Außerdem hat es wirklich nichts gekostet. Auch eine Möglichkeit, Dinge weiter zu nutzen, die eigentlich noch gut sind, aber an denen man sich satt gesehen hat.
Vielleicht fällt euch auch was ein?
Einen schönen Tag
Lily
Montag, 1. Oktober 2012
Sonntag, 30. September 2012
Ewig
nicht gehört :-))))
... daher poste ich das einfach mal, anstelle irgendwelcher eigener Texte oder Beiträge.
Und heute ist blogoläum: 6 Jahre Blogorrhoe, ca. 1100 Beiträge, Tausende von Kommentaren.
Ich danke euch.
Freitag, 28. September 2012
Total krank.
Total krank, so hört es sich an, wenn ich versuche, zu sprechen- denn diese doofe Erkältung hat sich zu einer Bronchitis ausgewachsen und der stille Fluss meiner brillanten Konversation leidet derzeit unter endstufigem Röcheln und Keuchen, sowie Hustenanfällen vom Feinsten. Das ist nicht nur störend, sondern auch anstrengend- der Doc fand das auch und so bin ich seit gestern krank geschrieben. Versehen mit Antibiotikum, Hustenlöser (für tagsüber) und Hustenstiller für nachts... letzterer war gestern Nacht gut für einen Mega-Alptraum, der um drei Uhr morgens für Aufstehen-und-Fensterschließen-und-Tür-verriegeln gesorgt hat. Außerdem hatte ich das Gefühl, zu ersticken, vermutlich weil der Hustenstiller gut sein Werk tat, aber der verfügbare Lungenplatz für Sauerstoff immer weniger wurde. Also, ich scheiß auf die angenehme Duseligkeit, die Codein verursacht und atme huste lieber.Wenn ihr wissen wollt, wie sehr ich huste: Ich habe heute bisher exakt 2 Zigaretten geraucht, und jede bitter bereut- sonst sind bis um eins schon 15 oder 20 Stück durch. Ich würde ganz aufhören, aber Nikotinentzug ist Nikotinentzug und wirkt sich bereits auf meine Laune aus...wie der beste Freund von allen bestätigen kann. (Wer je Probleme damit hatte, seinen Unmut zu zeigen, der höre doch bitte mal auf zu Rauchen. Vom Normalo zum Rasenden Auslöscher ganzer Nachbarschaften ist da oft nur ein klitzekleiner Schritt. Jede "befreiende" Psychotherapie wäre neidisch auf solche Effekte...)
Mein puscheliger Neuzugang ist nach wie vor eher ein Nachtmensch, traut sie sich doch erst hinterm Ofen oder wo auch immer sie gerade steckt hervor, wenn es draußen ruhiger wird. Immerhin saß die haarige Bestienbande gestern unterm Wohnzimmertisch und ließ sich von mir mittels Kaustangen und Malzpaste bestechen, bis ich versucht habe, die Mieze aufzunehmen und ein bisschen zu streicheln. Ich schieb das auf die Gehirnmatsche in meinem Kopf- es war Keine Gute Idee (TM) und ich hoffe, das Amoxycillin wirkt auch gegen Entzündungen von Katzenkratzern.
Dank der spastischen Bronchien ist derzeit jedes gute Telefonat unführbar, also vertreibe ich mir die Zeit mit den unendlichen Zooserien in den öffentlich-rechtlichen Programmen (Nacktmulch, Kleiderlaus und Co., oder wie sie sonst heißen mögen, es gibt davon mehrere Stunden täglich- hoch lebe der Festplattenrecorder) und mit den ebenso unendlichen, aber weniger menschenfreundlichen amerikanischen Serienkrimis. Davon gibts gefühlte 100 am Tag.
Die Zooserien haben dazu geführt, dass ich neulich meine Küche als Futterraum bezeichnet habe, und darüber fantasiere, wie ich Miezekatze in die Katermeute einwildere, und ob ich elektronisch gesteuerte Schieber zwischen meinen Zimmern hier benötige. Die Krimiserien tragen Frucht, in dem ich mir sehr plastische Titel für die Krimis ausdenke, die ich alle noch schreiben möchte, bevor mich die aktuelle Lungenpest in die Kiste treibt.
Aber ich hab auch nützliche Dinge vor: In therapeutischen Häppchen arbeite ich mich derzeit in Gimp ein, das ist ein Public-Domain-Photoshop-Clone, und male ein bisschen. Gimp werde ich brauchen, um Bilder am Rechner zu entwerfen, z. B. um Fotos in gemalte Bilder zu integrieren.
Mein Favorit bei der Einarbeitung ist Youtube, da gibts Tutorials für alles, auch für Gimp-Dummis wie mich.
Und jetzt muss ich mich mal wieder etwas hinlegen. Grrrr.
DieLily.






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