Dienstag, 10. Juni 2014

Sensibelchen

Gesten nachmittag gegen vier verkroch sich Kater Paul, der Unerschütterliche, plötzlich unterm Sideboard im Flur und war nicht für Geld und gute Worte wieder herauszulocken. Nicht mal Futter konnte ihn dazu bewegen, da heraus zu kriechen.
Dann brach, gegen halb zehn, die Hölle los in Gestalt des Unwetters... bis gegen halb zwölf haben wir (ein paar ausgewählte Nachbarn und ich) im knöcheltiefen Wasser im Keller gestanden und versucht, der Massen Herr zu werden- sowas geht bei uns mit einer Art Luftschutzalarm los, wenn nämlich die im Keller befindliche Abwasserpumpe sich zu Wort meldet, weil sie einen Rückschlag hat. Wasser ist flüssig, Herrschaften, und von Besen nicht sehr beeindruckt. Die armen Schweine, die unter mir im Souterrain wohnen, hat es wieder mal erwischt. Mal sehen, wie lang die da noch wohnen. Die Mieter davor sind nach dem letzten Starkregen ausgezogen, und sie waren nicht die Ersten. Ich versteh die Vermieter nicht so ganz. Sie haben die ganze Wohnung saniert, aber in den Wohnräumen wieder Laminat verlegt. Fliesen wären sinnvoller gewesen. Jedenfalls war das ein feucht-fröhliches Happening. Die Mieter, die es vorgezogen haben, die Nassokalypse versteckt in ihren Wohnungen zu erleben, die haben wir am Ende geweckt, um ihnen mitzuteilen, dass wir fertig sind und sie ihre Keller inspizieren sollen. Hat Spaß gemacht.
Heute morgen dann, nach Durchzug eines weiteren Unwetters, kam auch der Kater wieder zum Vorschein.
Mein Chef kommt nicht aus seiner Ausfahrt raus, wegen eines umgestürzten Baums, die Autobahnen sind gesperrt und alle sind froh, dass die Schülerbringmütter mit ihren Kindern noch zu Hause bleiben, weil Pfingstferien sind.
Es  heulen die Motorsägen und die Martinshörner.

Alles wird gut :)

Kommentare:

Paula hat gesagt…

Nassokalypse, haha, das nehme ich ab sofort in meinen Wortschatz auf!

Gestern auf der Fahrt von der Nordsee zurück überm Nord-Ostsee-Kanal sah man so eigenartige Wolkenlöcher am grauschwarzen Himmel, noch gibt es keine Tornados hier im Norden, aber warten wir mal ab was für Klimaänderungswetterkapriolen noch so auf uns zukommen...

Lily hat gesagt…

Mal abgesehen von den Schäden, dem endlosen Stau heute in der Stadt und der traurigen Tatsache, dass es Tote gegeben hat, war das ein überaus beeindruckendes Schauspiel da am Himmel... Es fehlten wirklich nur noch Zombies.