Mittwoch, 16. Dezember 2009

Glück gehabt

Die letzte Nacht hat eine Wiederauflage aller Dinge gebracht, die ich am Diabetes als kurzfristige Folgen so fürchte:

Ein erschrecktes Aufwachen aus unklaren Gründen aus einer Tiefschlafphase, orientierungsloses Durch-die-Wohnung-Irren, Erkennen der Symptome eines schweren Unterzuckers, hastiges Reinschaufeln von Kohlehydraten, während man schon merkt, dass das Hirn langsam abdreht, und dann eine unbekannte Zeit später ein Erwachen nach einem schweren Sturz, voller blauer Flecken, mit einem Zungenbiss und zitternden, schmerzenden Muskeln in jedem Körperteil von so einem beschissenen epileptischen Anfall.

Heute kann ich kaum sprechen, mir tut alles weh, ich kann keine Treppen steigen undes war nix mit duschen heut morgen, weil ich nicht in die Wanne kam.

Trotzdem Glück gehabt. Ich hätte mich bei dem Sturz auch richtig verletzen können.



Aber die Schnauze voll hab ich doch. Und mir graust vor dem Muskelkater morgen und übermorgen.

*geht schmollen*




Kommentare:

Svenja-and-the-City hat gesagt…

Oh, Lily. Das klingt ja schrecklich. Wie gut, dass du damit überhaupt aufwachst. Kann das nicht auch furchtbar auf die Augen gehen?
Mensch, pass bloß gut auf auf dich und versuch nicht diesen Atkins Sch... auf den ich so schwöre.
Du musst richtig gut aufpassen auf dich und uns nicht solche Angst einjagen.

Lily hat gesagt…

Jep, das kann auf die Augen gehen- deshalb hasse ich das auch so. Vor allem nachts, wenn man dann aufsteht und so doof durch die Wohnung irrt. Und das auf-mich-aufpassen, das muss ich wirklich noch üben.
Schlimm genug, in dem Alter :-)

Meise hat gesagt…

Sch...
Ja, bitte, liebe Lily, pass auf dich auf!
Verd...

Georg hat gesagt…

Muss ich mir sorgen machen?

Paul hat gesagt…

Was machen Sie für Sachen, Frau Lily? Da wird einem ja himmelangst.

Erhohlen Sie sich mal gut.

Lieben Gruß von mir

Paula hat gesagt…

Mensch, Lily, da hast Du aber Schwein gehabt, warum musstest Du denn aufstehen? Geht es nicht, dass Du ne Flasche Cola und eine Schale Bonbons, Kekse, Traubenzucker, was auch immer, neben dem Bett stehen hast?

Dann erhol Dich mal schön heute.

Lily hat gesagt…

Ja...ausgepacktes Dextro muss ich mir mal neben das Bett legen, schätz ich, denn das Auspacken selbst krieg ich dann nicht mehr hin.
Wenigstens fällt man nicht so hart, wenn man im Bett krampft.

Frau Vivaldi hat gesagt…

Ach verd.... ! Aber typisch Lily.. es hätte ja schlimmer kommen können.. *g* Gute Besserung!


(Wortbestätigung grade: toxid"

dievonunten hat gesagt…

Erhol dich gut und leg dir wieder nen Vorrat ans Bett...gut, dass T.demnächst wieder ein bisschen auf dich aufpassen kann.

rebhuhn hat gesagt…

gut, daß nix wirklich schlimmes passiert ist...

jetzt mal ne ganz doofe frage: kann das unterzuckern 'einfach so' passieren oder kann man das oft vorhersehen [wenig gegessen oder so..]?

thg hat gesagt…

auweia! klingt ja übel! gute besserung dir, aufdass die folgen schnell vergessen sind!

meine omi hatte auch diabetes, irgendwie passierte ihr sowas im alter leider immer öfter. :/ ein bekannter von uns schört übrigens auf cola statt traubenzucker. bekommt man schnell auf, schnell runter und schnell ins blut.

Lily hat gesagt…

QRebhuhn: "Einfach" so passiert das nicht- im Grunde ist es immer ein Ungleichgewicht aus Insulin und Kohlenhydraten, was sich da auswirkt. Manchmal ist es reine Dusseligkeit, dass das so ausgeht, manchmal Pech, und manchmal kann keiner was dafür- ich bin noch nicht dahinter, was diesmal der Fall war.
@thg: Cola ist, wie Apfelsaft, wunderbar geeignet, um den BZ wieder hoch zu kriegen. Das Problem ist nur die Flüssigkeit, denn wenn ich so richtig weit unten bin, und der Bewusstseinsverlust schon um das Gehirn schleicht, trink ich lieber nicht- das kann man erbrechen und dann dran ersticken. Traubenzucker kann ich mir unter die Zunge legen, der bleibt da liegen und wird durch die Schleimhaut auch schon zum Teil resorbiert, hat man mir zumindest mal beigebracht.
Aber das alles nützt nichts, wenns nicht im Hause ist.