Wieder so ein Tag... der schon lilytypisch anfing. Nämlich heute nacht um eins, als ich plötzlich hellWACH war. An Schlaf nicht mehr zu denken- nicht gut, ich bin komplett aus dem Rhythmus, und das liegt nicht nur an dieser sch... Wetterlage. Ich kann zwar normalerweise in jeder Lebenslage einschlafen (und bin dankbar dafür), aber wann und wie ich aufwache, ist immer ungewiss. Eigentlich gehört zu einem leistungsfähigen Lilytum ein netter, ausgeglichener Schlaf, möglichst mehr als sechs Stunden, und zu sich ähnlich sehenden Zeiten. Aber im Moment geht hier so einiges drunter und drüber, und alte "Freunde" melden sich wieder, die ich beerdigt glaubte (oder zumindest gut weg gesperrt). Noch geht es mir so lala gut, aber ich werde zusehends sprunghaft, schade mir selbst, und das nicht nur mit dem zerfasernden Schlafschema.
Ein Rettungsanker aus der Therapie war unter anderem Schlafentzug, der damit beginnt, dass man um ein Uhr morgens aufsteht und wach bleibt bis zum Abend. In der Klinik bestand die Möglichkeit, dann bei Sonnenaufgang um den See zu laufen (sehr schön), und sich ansonsten immer wieder fragen zu lassen, wie es einem geht (mir gehts dann immer blendend). Also hab ich, als mir dann klar wurde, dass ich sehr wach bin, beschlossen, heute einen Schlafentzug zu machen. Das macht mir nichts aus, bin eh ein Frühaufwacher...
Vorgestern, als um halb fünf die Nacht vorbei war, bin ich um sechs aufgebrochen, um Sonnenaufgang und Park zu fotografieren, noch mal ein bisschen zu üben und vielleicht etwas weniger zu schwitzen. Ich verschon euch mal mit Fotos- sind eh zu viele geworden in letzter Zeit.
Dummerweise hat mich so ein kreuzdummes Vieh gestochen, in den rechten Handrücken, der momentan aussieht wie der eines dicken Babys. Samt Grübchen. Aber ich hoffe, Babys Patschhand juckt weniger. Da ich nur zwei Coolpacks habe, die bei dem Wetter auch nicht allzulange vorhalten, bin ich gerade auf Kühltaschendinger umgestiegen, weil Kälte wirklich gut hilft. Und von denen hab ich reichlich, denn auch mein Gefrierschrank hat eigene Kühlelemente, samt einer praktischen Schublade extra für sie. Wenn man die Hand immer mal zwischendurch auf das Element legt, ist einem doch sehr geholfen.
Zum Wetter sag ich mal nur eins: So nicht, bitte... ich hasse es, wenn ich nicht arbeiten kann, weil mir der Schweiß übers Gesicht läuft. Nach drei Tagen Ventilatorbeschuss hab ich einen steifen Nacken und bin erkältet, und das ist nicht fair. Jedes Jahr überlege ich, mir im nächsten ein kleines Klimagerät zuzulegen, für die drei, vier Tage, an denen es so schwül ist, und sich kein Lüftchen regt.
So. Nun ist es halb sechs, Zeit zum Aufstehen und Duschen. Euch einen schönen Tag, ohne zuviel Hitze, vielleicht mit ein paar spannenden Gewittern?
Bis dahin,
sagt die
Lily.
Dienstag, 21. August 2012
Äh.
Montag, 13. August 2012
Luftsprünge
...vor Freude hab ich gestern gemacht, im übertragenen wie im wörtlichen Sinne.
Denn ich hatte, auf Anregung meiner Freundin Gudrun, mit ihr einen Tag im Landschaftspark DU-Nord gebucht. Das Programm umfasste einen Workshop zum Umgang mit der Technik von digitalen Spiegelreflexkameras, dazu gab es einen Gang durch den Park mit der Gelegenheit, das Gelernte anzuwenden, und zum krönenden Abschluss einen Hubschrauberrundflug über das Gelände. Natürlich inklusive Fotografieren :)
Der Landschaftspark gehört schon zu meinen Lieblingsgegenden für Rundgänge mit der Kamera. Wer schon mal auf meinem Flickr-Account war, weiß das. Ich weiß auch, dass ich ihn ziemlich vernachlässigt habe, aber demnächst (also, sobald ich wieder ein Passwort habe :D) mach ich da auch mal weiter.
Ich hab auch festgestellt, dass mir bei vielen Bildern nicht ganz klar war, warum die gut oder schlecht wurden, d.h. mit der Grundlagentechnik war es nicht so weit her. Am schwurbeligsten finde ich die ganzen Automatik-Programme, am meisten das bekannte grüne Rechteck, das so nett "Alles Auf Auto" bedeutet, und wobei man der Kamera als Abdrück-Sklave dient. Events wie der gestrige würden bei Benutzung der Auto-Funktion einen Riesenhaufen gleicher Bilder hervorrufen- und das will doch niemand... Also war eine Einführung in das Thema irgendwann unvermeidlich. So, und bevor hier der Abend rum ist, und kein Bild auf dem Blog, hör ich jetzt auf zu schreiben.
Ein Blumenbild zur Einstimmung
Ein zweifellos ehemals wichtiges Gebäude.
Die Palmen gehören zur Strandbar.
Kletterwand - Übung zum Thema Blendenorientierung
Als wir Kinder waren, nannten wir das Zeug "Goldener Heinrich". Weiß einer den richtigen Namen?
Ab hier ging es um verschiedene Belichtungszeiten. Das da oben ist, glaube ich, 1/60 oder 1/80.
Das war 1/1600.
Ebenso.
Diesmal Übungen mit erzwungener Blende
Ich konnte mich nicht entscheiden, also mussten beide mit.
...und das auch.
Da drin war gerade Platz für drei beleibte Fluggäste und einen moppeligen Piloten.
Autobahnkreuz Irgendwas mit der A 42. Glaube ich.
Die Schräglage war mir etwas ungeheuer.
Ja, der Ruhrpott- schwarz und so. Kennt man ja.
Viel seltener als Bäume ist funktionierende Industrie
Gleisvorfeld DU- Hauptbahnhof, würde ich vermuten.
Eisenbahnbrücke :-) (Loriot würde jetzt "Ach was!?" sagen)
Wirklich abwechslungsreich ist es von da oben nicht.
Oder nur n bisschen.
Gleich hat uns die Erde wieder.
Das ist das alte Stahlwerk, verhübscht zum Landschaftspark- eine der wenigen Stellen, die die Natur noch nicht wieder voll im Griff hat.
Da oben ist das Möbelgeschäft, wo die Sessel Pyps heißen. Oder so.
Für einen Tag zuviel Panorama für mich... Lieber mal ein Detail. Wie komm ich drauf, dass das nicht die Ursprungs-Anstrichfarbe ist?
Ich glaube, unter diesem filmartigen Plexi-Dach ist der Kino-Eingang.
...und das war einfach nur ein Rohr, an dem tausend Jahre das Wasser herunter gelaufen ist.
Alles in Allem: Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde.
Einen schönen Wochenanfang
vonne Lily
Samstag, 11. August 2012
Was wäre?
-das Leben ohne bestätigende E-Mails? Eine Reise ins Ungewisse, ohne eine Ahnung, ob Plan A oder Plan B zu erwarten ist. Was nur haben die Menschen früher getan?
-wenn meine Katzen mich nicht hätten? Irgendwer anderes hätte sie mit Sicherheit schon zu formschönen Körperwärmern verarbeitet... Vorgestern abend haben sie Hockey gespielt, mit meiner Haupt-und Lieblingsfernbedienung. Ich hab einen Tag lang gesucht, bis ich sie unterm Fernsehmöbel wieder fand.
-mein Leben ohne Digitalfotografie? Mit Sicherheit ärmer. An Bildern und an Geld...
-die Lily ohne ihre gewisse Lily-Schusseligkeit? Um viele Erfahrungen ärmer. Dazu gehören auch einige, die man wirklich nicht gemacht haben muss. Zum Beispiel die von gestern Abend.
Stellt euch vor, ihr seid abends mit euch selbst allein, seht eure Füße an und stellt fest, dass der Nagellack einer Erneuerung bedarf. Ihr holt den Nagellack aus dem Bad, ein paar Wattepads und macht euch ans Werk, nur um festzustellen, dass das doofe Zeug inzwischen eher gespachtelt als gepinselt werden muss. Kurz und gut: Die Pampe ist ziemlich fest geworden, weil die Lösemittel irgendwann verdampfen. Ist erst gut sechs Jahre alt, der Lack. Keine Vorkriegsware! Was tun? Verdünner hineinkippen hört sich nicht wirklich gut an, also dackelt man erneut ins Bad, und holt den Nagellackentferner. Ihr schraubt den Pinseldeckel vom Lack, füllt (VORSICHTIG) den Entferner in das Fläschchen und fangt an, zu schütteln.
Glücklich lauscht ihr, wie das Mischkügelchen in der Flasche sein Werk tut, und schüttelt munter weiter, weil es sich noch recht träge anhört.
Einen Moment haltet ihr inne, um zu bewundern, wie sich die Glitter- und die dunkelroten Farbteilchen vermischen. Und ihr schüttelt noch ein bisschen, denn da waren noch ein paar eher durchmischungsresistente Gegenden zu sehen.
Als ihr das Fläschchen euch etwas schräg vor die Nase haltet, um die neuesten Ergebnisse zu genießen...platzt das Fläschchen.
Ein gut halbvolles Fläschchen Nagellack-Nagellackentfernergemisch entfaltet eine beeindruckende ballistische Wirkung, und beschleunigt den Inhalt auf unvorhergesehene Geschwindigkeiten.
Keine Ahnung, ob es geplatzt ist, weil die Mischkugel es zerschlagen hat, oder aufgrund einer chemischen Reaktion. Mein Wohnzimmer sah jedenfalls aus wie ein Tatort bei CSI. Aber ich glaube, Blut kriegt man besser wieder ab. Von Sofas, Büchern, Blusen, Fußböden, Tischen, Tassen, Händen, Füßen, Armen und Beinen. Nicht zu vergessen von Wänden.
Die Katzen aber haben nichts abgekriegt, ihnen war wohl das Geschüttel schon suspekt.
Kluge Tiere,
findet
dieLily.
PS: Selbst wenn das Fläschchen heil geblieben wäre, hätte das Zeug wohl nichts mehr getaugt. Das, was da rausschoss, sah aus wie ein Öl-Farb-Gemisch, worin der eigentliche Lack geronnen ist. Nicht schön, aber blutig.
Montag, 30. Juli 2012
Bei uns würden sie schreien...
dass man damit Touristen verscheucht.
In Vilnius aber ist der Bürgermeister mit einem Panzer über ein falsch geparktes Auto gefahren:
lest selbst.
Sonntag, 29. Juli 2012
Dienstag... oder Mittwoch? Oder doch schon am Montag?
Ist ja auch wurscht- irgendwann in der letzten Woche (könnte nachschauen, aber bin zu faul dazu) bin ich nach der Arbeit noch in den Park gegangen. Ich fahre jeden Tag zwei Mal da hindurch, aber auf die Idee, anzuhalten, bin ich bis dato nicht gekommen.
Als ich vorhin die Bilder ein zweites Mal gesichtet habe (das ist Minimum) sind mir ein paar aufgefallen, die meine Legende als gute Fotografin doch ein bisschen zurecht stutzen- fragwürdige Motivwahl, doofe Ausschnitte, vergessen, dass die Kamera auf manuelles Fokussieren eingestellt ist, falsche Lichtwahl...
Und
die wollte ich euch doch nicht vorenthalten. Die zwei, die komplett und
vollständig unterbelichtet waren, waren schwarz- die könnt ihr euch
selbst vorstellen.
Also, zunächst mal die Rosen, bei denen ich leider den Fokus vergessen habe:
Alles so schön bunt hier, oder? Mir tränen ein bisschen die Augen. Ungefähr so viel sehe ich ohne Brille, weshalb man mich auch selten ohne diese antrifft. Manchmal ist es ein bisschen schwierig, mit dem Kristallaschenbecher auf der Nase den Sucher zu benutzen. Aber ich möchte nicht mal von einem Blinden dabei überrascht werden, das Display zu nutzen, wenn es um das Fotografieren geht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bilder besser werden (und vor allem auch wackelfrei), wenn man die schwere Kamera, am besten mit dem Telezoom dran, schön weit von sich weg hält.
Es gab noch ein paar Rosenbilder, die formal gelungen sind (also nicht verwackelt, aber das war es auch schon). Wenn ihr möchtet, stell ich sie auch noch ein.
Das nächste fällt in die Kategorie "Prätentiöser Mist", und ist ein Beispiel dafür, dass das Bearbeiten manchmal ein Kopfsprung in die Jauchegrube ist. Abgesehen davon, dass dieses ganze "Wir lassen nur eine Sache bunt, hurra!"-Ding etwas überlebt ist, ist das wirklich was für Photoshop. Das hab ich erstens nicht. Zweitens hab ich Gimp, kann aber drittens überhaupt nicht damit umgehen, und benutze daher viertens Picasa. Für die Sachen, die ich machen möchte (Ausschnittänderung, Geraderücken, vielleicht mal ein bisschen die Farbe aufdrehen oder sowas) reicht das komplett, und es ist kostenlos (wenn auch vom großen, bunten Google-Brother bereitgestellt, aber damit kann ich leben). Aber es kann halt bei dieser Funktion nur runde Flächen auswählen, die dann ihre Farbe behalten. Dieses Element auf diesem Bild ist aber eckig... Und so ist das ein Beispiel dafür, dass man nicht nur sinnloses, pseudo-dramatisches Zeugs fotografieren kann, sondern dem auch noch den Rest gibt, in dem man laienhaft dran herumpfuscht.
Folgen zwei Exemplare, die ich als zweifelhaft ansehen würde, und normalerweise nur in einer Saure-Gurken-Periode veröffentlicht hätte:
Das ist ziemlich stark bearbeitet- aufgehellt, Farbe intensiviert, ausgeschnitten. Für meinen Geschmack hab ich zuviel dran gemacht, als dass ich das noch als gelungen bezeichnen würde.
Die Hauptqualität ist "Dekorativsein". Und eigentlich reicht das, ich bin keine Kriegsfotografin und gehöre nicht zu irgendeiner Sachlichkeits-Richtung. Aber der Anspruch, meine Lieben, der Anspruch... geht dabei über Bord.
Nun ja. Das nächste...
Da ist das, was ich drauf haben wollte, tatsächlich drauf. Meinem Sinn für Bildaufbau entspricht es eigentlich nicht- die Reihe müsste etwas länger sein, aber da war eine Mülltonne im Vordergrund und am oberen Ende standen ein paar wirklich lästige Radfahrer herum und quatschten. Das kommt davon, wenn man sich einen Nachmittag mit schönem Wetter aussucht, um loszuziehen. Hätte ich den Weg oben auch noch abgesäbelt, wäre es vielleicht besser geworden- aber dann hätte ich mich spätestens beim nächsten Anschauen gefragt, warum zum Kuckuck die Reihe so kurz ist. Reihen sind eine meiner Lieblings-Gruppierungen, falls das noch jemand nicht mitbekommen hat.
Jetzt kommen ein paar, die ich spontan mochte:
Das ist eine aufgeplatzte Lackblase, an einer Stahl-Wanne, die da herumstand (zum Abtransport von Baumschnitt) und aus unerfindlichen Gründen ist es am Rand so nett dunkel auseinandergelaufen. Blende 5,6- kein Grund für besondere Effekte, hätte ich gedacht. Vielleicht lag es am Tele und am Aufnahmewinkel... ich hab so komisch schräg von oben draufgehalten. Sieht fast so aus, wie mit einem Weitwinkel gemacht, war aber das 55-250 mm Tele.
Ein paar vom üblichen Sortiment: Blumen. Und zwar zweierlei Hortensien, die in diesem Jahr wirklich wunderschön sind. Heißen ja auch nicht ohne Grund Hydrangea, wo das Wasser schon fast aus dem Namen herausläuft.
Ich geb zu, das zweite hat ein paar Farbauffrischungsbits bekommen. Bei dem ersten hab ich nur ein paar Blätter weg geschnitten.
Folgen die Bilder mit dem lens glare...
Für die, denen das was sagt (ich gehöre nur ganz periphär dazu):
Belichtungszeit 1/100, Blende 6, F/8, Iso 100, manuelle Belichtung, sRGB Farbraum, Brennweite 55 mm. Sollte ich da Informationen doppelt dabei haben oder was Wichtiges vergessen haben: Ihr seht daran, dass ich mich tatsächlich nicht auskenne.
Für alle verständlich: Ausschnitt gemacht beim ersten Bild. Bei beiden Farbe aufgedreht, damit diese hübschen Lichtdinger bunt werden.
Ihr seht also: Keine Geheimwissenschaft. Das kann jeder der unfallfrei eine Kamera halten kann und einen Rechner hat, auf dem Picasa läuft. Gut, digital sollten die Aufnahmen schon sein. Und jetzt wünsch ich euch, dass ihr Spaß dran habt, rauszugehen und nach Motiven zu suchen. Oder sonst etwas tut, was euch mit Zufriedenheit erfüllt. Nasebohren gehört auch dazu, keine Angst. Nur zuschauen möchte ich dabei dann doch nicht... und doch wurde ich gestern dazu gezwungen. Mitteilung an den Herrn in dem dicken Schlitten vor mir: Popeln wird auch in einem Maybach nicht so schön, dass die Umwelt das sehen will, jawollja!!!
Schönen Sonntag!
Die Lily
Donnerstag, 26. Juli 2012
Google, mein Google...
(Google News, traditionell sparsam bei der Verwendung von Punkten, und erst recht von Doppelpunkten.)
Sonntag, 22. Juli 2012
Hmpf.
Von Zeit zu Zeit nehm ich mal Dinge in Angriff, die ich mir schon länger vornehme. Also, freiwillige Sachen, nicht die Angelegenheiten zu denen mein Arbeitgeber mich unter Androhung fortgesetzter Gehaltsüberweisung zwingt, oder solche, bei denen man den netten Gerichtsvollzieher auch mal kennen lernt. Nein, ganz eigene.
Heute morgen, 5.45, hats mich erwischt, und ich bin aus dem Bett gesprungen- ahnte ich doch am weiten Horizont das Auftauchen eines eher seltenen, gelblichen Rundkörpers.
Rrrichtig, le soleil, the sun, die Sonne. Sie schien, bzw. drohte damit. Ergo packte die Lily die Kamera (und diesmal auch das Weitwinkel, danke auch), und zog los. Seit inzwischen knapp zwei Jahren fahre ich bekanntermaßen nicht mehr in die alte Legebatterie von Büro, sondern habe etwas neues bezogen. Jeden Morgen, so die Sonne scheint, sehe ich in einem Waldstück die Sonnenstrahlen schräg zwischen den Bäumen hindurch scheinen, und jeden Morgen nehm ich mir vor, einmal anzuhalten und die Kamera draufzuhalten.
Heute morgen war es denn soweit. Und gar nicht mal so einfach, bedenkt man, wie lange ich das schon mache.
Aber schaut selbst (diesmal sind sie echt nicht so berühmt....)
Mehr Wald.
Noch mehr Wald
Dies nur zur Abwechslung: Das Biotop-um-die-Ecke.
Als ich dann die richtig guten Ideen hatte, war der Akku leer. Das ist mir in den drei Jahren bisher erst einmal passiert. Naja, sowas geschieht halt, wenn ich mir was vornehme...
Aber wie dem auch sei: Ich war immerhin ein Stündchen unterwegs. Und natürlich war dann der Parkplatz vor dem Haus besetzt.
Irgendwas ist ja immer.
Trotzdem, es ist Sonntag, und das ist schön.
Findet
die Lily
Samstag, 21. Juli 2012
Hurra.
Die Sonne scheint, noch niemand meckert. Ergo ein Bilderbuchsamstag. Freut euch!
Eine Freundin hat mir ein tückisch-spannendes Spiel geliehen, das so ähnlich ist wie Klotski. Erinnert sich noch wer an Klotski? Ein Spiel, bei dem es darum ging, ein rotes Klötzchen aus einer Schar gelber Klötzchen auszuparken, wobei die gelben Dinger immer mehr wurden, und immer weniger Platz zum Rangieren blieb. In gewissem Sinn also eine Allegorie um die Enge unserer Innenstädte. Jedenfalls ist dieser Klotski-Clone dafür verantwortlich, dass mein Tagewerk noch nicht begonnen hat. Woanders glüht die Kohle vor, hier sitze ich und zocke.
Wenn ich nicht irgendwelche Sachen hin- und herschiebe, erschieße ich Zombies in einem wirklich mega-spannenden Spiel, das auf einer Militär-Simulation basiert. Man "wacht" auf, nur mit ein paar Essentials wie Taschenlampe, Verband und Schmerzmittel in der Tasche, und muss schauen, wie man überlebt. Das ist nicht so einfach, lauern doch überall da, wo man (benötigtes) Wasser, Futter und Waffen finden könnte, gruselige Zombies, die ebenfalls hungrig sind. Außerdem gibt es Mitspieler, die auch an die seltene Ware wollen. Das ganze spielt auf einer Insel irgendwo in Russland oder so, schön programmiert und sehr realistisch. Der Realismus wird betont dadurch, dass man sich beispielsweise erkälten kann, und dann durch Husten die Zombies anlockt- oder auch dadurch, dass man schlicht daneben schießt und erstens durch den Krach weitere Zombs provoziert, sowie zweitens den üblen Hieben des soeben Verfehlten zum Opfer fällt.
Zu den Waffen sollte man besser auch Munition finden, und der ganz glückliche Spieler entdeckt ein Fahrrad. Ist man zu mehreren, kann man überall herumliegende Fahrzeugteile sammeln, zusammensetzen und sich ein Auto bauen, Gerüchte sprechen von spielergesteuerten und selbstgebauten Hubschraubern...
Man kann klettern, kriechen, robben, rennen, schwimmen (Vorsicht- der Charakter wirft im Wasser schonmal den Rucksack ab!), und man kann Tiere erlegen, zerteilen und braten. Dann sollte man das Fleisch auch essen, denn das verdirbt, wenn man es zu lang mit sich herumträgt.
Mit zunehmender Schwäche, zum Beispiel nach einem zunächst überlebten Angriff, ändert sich einiges: Man kann, bei Blutverlust über einem bestimmten Ausmaß, sehr viel schlechter sehen, die Welt wird grau, unter Umständen kann man vor lauter Zittern nicht mehr zielen. Dagegen kann man eine Bluttransfusion vornehmen- dazu braucht es aber einen freundlich gesonnenen Mitspieler. Und natürlich einen Sack mit dem kostbaren Saft, den man auch erstmal finden muss.
Auf der Insel gibt es Städte, Dörfer und kleine Weiler, Militärlager, Lazarette, Flughäfen, jeder Millimeter ist aber von der Zombie-Apokalypse überrollt und demzufolge ist man nirgends sicher. Stirbt man (was meist schnell der Fall ist) wacht man wieder an seinem Strand auf- ohne alles, sozusagen. Es ist eine vollständig offene Welt, ohne Aufgaben außer der, zu überleben... und dieses Aufsetz-Programm hat die zugrundeliegende Simulation zu einem Renner gemacht. Es ist noch im Alpha-Test, d. h. es wird zwar schon von Zehntausenden gespielt, aber laufend verbessert, gepatcht, modifiziert. Das Spiel (Arma2 und Arma2- Operation Arrowhead) ist kostenpflichtig, die Mod (also die Modifikation) heißt DayZ (Daisie gesprochen)und ist kostenlos dabei.
Üben kann man in Arma2 in der sogenannten Armory, das geht dann vom Fahrzeuge ausprobieren (Fahrrad, Hubschrauber, Tank...) über Schießübungen bis hin zu einzelnen Challenges, bei denen man Aufgaben bekommt, deren erfolgreiche Lösung einem andere Waffen und Fahrzeuge freispielt.
And now to something completely different:
Letztens war ich, bewaffnet mit meiner Kamera, in unserem Rathaus unterwegs, und habe die sehr schönen und weitgehend unbeachteten Buntglasfenster im Haupttreppenhaus fotografiert. Unbeachtet, weil sie von außen nur vom Parkplatz hinterm Haus aus zu sehen sind, und das auch nur, wenn man sich sehr verrenkt. Im Haus selbst sind sie schon bemerkbar, aber ich glaube kaum, dass sich oft jemand die Mühe macht, und sie sich ansieht. Ein Grund, um sie mal von Nahem zu betrachten, und elektronisch mit nach Hause zu nehmen. Ich hatte jedoch leider das falsche Objektiv dabei, und hab daher nur ein paar Ausschnitte halbwegs vernünftig aufs Bild bekommen.
Die Fenster sind ziemlich allegorisch gehalten, voller Symbole und Worte, die offenbar Klugheit, Reichtum, Gerechtigkeit und Glück über unsere Stadt bringen sollen. Es finden sich Füllhörner, Waagen, Vasen voller Blumen und seltsamerweise immer wieder etwas, das wie Erdbeeren aussieht, einen Specht hab ich entdeckt, sowie einen merkwürdigen Mann, der an ein Fabelwesen erinnert. Auf seinem Rücken trägt er eine ganze frucht- und vogelgeschmückte Ladung, die noch dazu ordentlich mit Bändern und so einem Kram verziert ist. Da ist der Mann:
Ansonsten ist das Rathaus-Leitmotiv die lippische Rose, die sich überall in den Steinornamenten findet. Es ist ein wirklich sehr schönes Rathaus, und ich freue mich jeden Tag darüber. Es macht einen Riesenunterschied, wie schön die Umgebung ist, in der man arbeitet- jedenfalls für mich. Die halb verrottete Kiste, in der mein früheres Büro untergebracht war, hat schon für miese Stimmung gesorgt, wenn man nur auf den Parkplatz fuhr...
So. Und nun werde ich mich der Hausarbeit widmen... und wünsche euch ein schönes Wochenende.
Bis dahin,
sagt die Lily.
Montag, 16. Juli 2012
Etwas Wärme suchen
Einen Führerschein hab ich erhalten, kurze Zeit später, bin aber anschließend vielleicht 100 km gefahren, und seit über zehn Jahren gar nicht mehr.
Freitag, 13. Juli 2012
...
Ich bin im Besitz eines neuen Computers (fällt unter „Einzelhandel-Therapie) und ganz glücklich damit. Ferner hab ich einen Fotoworkshop im Industriepark DU-Nord gebucht, samt Hubschrauber-Fotoflug. Bin schon sehr gespannt.
Donnerstag, 14. Juni 2012
Neues aus Lilyhausen
Urlaub...
ist da, wo ich gerade bin. Also zu Hause... Aber ich war tatsächlich unterwegs. Habe für fünf Tage meinen mir liebsten Menschen besucht, den Menschen, der mir in den vergangenen drei Jahren durch manche Misere, den ein oder anderen suicidal Sunday und dröge Durststrecken geholfen hat. Ohne diesen Menschen wäre ich nicht da, wo ich bin, und ich wäre nicht die, die ich bin- Grund genug, dankbar zu sein. Eins hat mich diese Freundschaft gelehrt: Freunde, auch besonders gute Freunde, kann man überall finden. Hauptsache, man lässt es zu.
Das Wetter ist schlecht, Schönes gibt es aber trotzdem zu sehen, wenn man mal die Augen aufmacht:
Manches leuchtet sogar:
...und ein paar Katzenfotos müssen sein. Das versteht ihr doch sicher.
Sie hat den weichsten Pelz, den ich je bei einer Katze gefühlt habe.
...und er hier ist einer der ausdauerndsten Schläfer unter den Feliden. Das ist übrigens Leo, der Streuner- ab und zu besucht er seinen Adoptiv-Dosenöffner und verschläft dann alle seine Mäusemöglichkeiten. Nach dem Fressen, versteht sich.
Meine Katzen haben die fünf Tage ohne mich überlebt. Mein Sohn war hier zum Katzensitting, leider haben sich die Vier bereits daran gewöhnt, dass ich allein hier wohne, und haben ein wenig übelgenommen, dass dem mal nicht so war. Der eh schon schmale Eddie hat kaum gefuttert und war klapperdürr, als ich wiederkam, so dass man sie Knochen direkt unterm Fell fühlen konnte- abgesehen davon weicht er nicht von meiner Seite.
Zuerst allerdings war man mehrheitlich beleidigt, und sprach nicht mit mir. Kein Echo auf meine Begrüßung, nur Emily kam und hat nachgeschaut, was da mit soviel Wums auf dem Boden aufgeprallt war (mein Gepäck- lächerlich viel für fünf Tage, obwohl ich nur drei Paar Schuhe mitgenommen hatte). Da Emily taub ist, hat sie vermutlich von der Versteck-Verschwörung der Katerbande nichts mitbekommen, und sich offenbar gefreut, mich zu sehen. Jedenfalls krächzte sie mich munter an. Sie hat auch gefuttert, ebenso wie Paul. Karl allerdings hat ein paar Gramm verloren, was ihm nicht schadet, denn er hat eine ganz nette Wampe bekommen und beunruhigende Ähnlichkeit mit einem Corgie. Da er sich unter lauten "Yak, Yak"-Rufen durch die Gegend bewegt, könnte man ihn ohnehin für einen Hund halten- zum Glück muss man mit ihm nicht raus.
Und damit ihr die Sonne nicht ganz vergesst, noch ein Blumenbild:
Das wars für heute- ich wünsch euch noch einen schönen Tag :-)
Liebe Grüße
vonne Lily.
Samstag, 26. Mai 2012
Hallo? Ist da noch wer?