Montag, 22. Februar 2016

Der Slowcooker

Da wollte ich berichten von meinen Erfahrungen mit der langsamen Kochart, und hab dann vor lauter Kochen-und-Essen keine Zeit zum Schreiben gefunden. Ts, ts.

Aaalso. Nachdem ich vor Jahren, nach einer entsprechenden Sichtung in einem amerikanischen Blog, von den Slowcookern erfahren hatte, hab ich mal gegoogelt und fand nur "Angebote", die die 100 € Marke gnadenlos überschritten. Da ich sowas nicht zu solchen Preisen ausprobiere, hab ich dankend abgewinkt und mich weiter mit Mikrowelle und so bekocht.
Jetzt aber sind die Dinger preislich im freien Fall, und als ich Anfang letzter Woche oder so mal nachgeschaut habe, gab es einen kleinen schnuckeligen 1,5 l Apparat für knapp über 20 Euro. Da hab ich dann zugeschlagen. Ausgepackt, sauber gemacht, eine Runde durch den Tiefkühler gedreht, und die Beute in das Ding gefüllt, eingeschaltet... und 12 Stunden später eine fantastische, grandiose, äußerst leckere Rindfleischsuppe zu mir genommen. Sogar das Fleisch war essbar, was mich normalerweise eher kalt lässt.
Dann, ja dann musste ich Nachtisch damit machen. Dunklen Schoko-Fudge... Suchterzeugend. Dazwischen hab ich einen zweiten bestellt, diesmal mit realistischem 3,5 l Fassungsvermögen.
In rascher Folge hab ich dann Gulaschsuppe, Rosenkohlcremesuppe und als krönendes Dings Pulled Pork gemacht... alles supereinfach, superlecker, und mit minimalem Aufwand.
Es gibt da sicher Unterschiede zwischen meinen beiden Billigheimern (23 und 33 €) und dem Flagschiff der Slowcooker. Aber ich bin schon sehr zufrieden... Alles, was lange geschmort oder langsam gekocht gut wird, kann man damit ohne Anbrenngefahr zubereiten. Ich bin eine Suppen- und Eintopf-Tante, da kommt das gut. Also Gulasch, Grünkohl, Gemüse- oder Fleischsuppen, Rouladen... Das 3,5 l Ding bedeutet, dass ich eine oder zwei Portionen einfrieren kann, und mir damit das Leben erleichtere. Da der Kochbehälter ein in das Gerät eingesetztes Steingutgefäß ist, hält sich der Reinigungsaufwand sehr in Grenzen. Topf rausnehmen, mit heißem Wasser und einem Tropfen Spülmittel säubern, abtrocknen, fertich.
Kein Einstellen von merkwürdig geformten Gegenständen in die Spülmaschine, kein Verfärben (oder Verformen...) von Plastik. Gut, das. Gulasch oder so muss man vorher anbraten, allein schon wegen der Farbe. Anschließend den Bratensatz ablöschen, loskochen und mit in den Topf geben. Aber man hat den Herd sauber, und stundenlang einen feinen Duft von Schmorgericht in der Wohnung (okay, das mag nicht jeder).
Was mich am meisten wundert, ist, dass das Gemüse nicht matschig wurde. Nicht mal die Pilze, die (weg mussten) im Gulasch landeten waren so klein und zusammengeschnurrt wie sonst.
Heute werde ich Paprikaschoten (gefüllt) machen. Und die Tage mal Kohlrouladen.
Hach... 

Dienstag, 16. Februar 2016

Techniktrick

Oder, wie Catweazle sagte, Elektriktrick.
Im Moment steh ich auf Kriegsfuß mit Apps und so nem Kram, vor allem mit meinen Schrittzählern. Hab mir nämlich einen neuen kaufen müssen, weil der alte seit geraumer Zeit nicht mehr das tut, was er soll. Also, der Zähler schon, die App-nicht.
Seither bin ich im Kontakt mit dem Kundenservice (gewesen). Zu Anfang noch sehr freundlich und bemüht, dann jedoch nicht mehr so. Die App synchronisierte sich nämlich nicht mehr freiwillig mit dem Zähler, sondern schmierte regelmäßig ab, so dass man das alles manuell machen musste, was, frei heraus gesagt, sacknervig ist. Mehrmals am Tag Handy aus, Handy an, Bluetooth an, Bluetooth aus und wieder an, das war schon ätzend.
Ziemlich zu Anfang meiner Serie an Beschwerdemails spendierte man mir einen neuen Tracker, nachdem ein Test mit dem Handy eines anderen Menschen dasselbe nicht funktionierende Ergebnis hatte.
Natürlich lief es auch mit dem neuen Tracker nicht. Zusammen mit den mehr oder weniger beherrschten Äußerungen anderer User auf der Update-Seite und Amazon ließ sich dann irgendwann nicht mehr leugnen, dass die App grundsätzlich bei bestimmten Androidhandys in die Knie geht. Und zwar ziemlich genau datierbar nach einem Software-Update. Sämtliche der vielen freundlichen Mitarbeiter bei der Support-Line, mit denen ich gesprochen habe, versprachen, diesbezüglich mit der Technik zu reden. Ich bezweifle, dass das auch nur einer gemacht hat.
Der Gedanke der mangelnden Kompatibilität zu einigen Android-Handys liegt nahe, wenn man mal schaut, ob Nutzer von Apfeltelefonen ebensolche Beschwerdemails schreiben, was sie nicht tun. Die haben, wenn überhaupt, andere Probleme. Was die Kompatibilität angeht, hat Jawbone aber ohnehin einen Pinn im Kopf: Nach den Angaben, mit welchem Handy die App nun läuft, muss man gezielt auf deren Homepage suchen. Sofern einem Kompatibilität nicht ohnehin im Hirn rumschwirrt, tut man das aber nicht ohne weiteres. Bei Amazon jedenfalls ist im Angebot nicht im Entferntesten davon die Rede, dass es vielleicht viele Handys geben könnte, die nicht mit dem Up Move zu verbinden sind. Hätte ich mehr Zeit, würde ich gern mal in realen Geschäften danach fragen, ob die Dinger mit jedem Handy laufen, oder nur mit bestimmten. Auf die Antwort der Leute hinterm Ladentisch wäre ich dann gespannt.
Wie dem auch sei, vorletztes Wochenende hab ich dann auf einen Aldi-Schrittzähler gewechselt. Das mit der Synchronisation ist damit nicht so essentiell, weil der Zähler selbst eine digitale Anzeige der gelaufenen Strecke (nebst einigen anderen Daten) hat. Da muss man nicht die App zum Übersetzen haben. Andererseits ist die Möglichkeit, weitere Sportarten einzugeben und mit in die Aktivitäten einzubinden nicht vorhanden- was kein Schritt ist, wird nicht gezählt, auch wenn man 5 Stunden High-Speed-Fahrradfahren hinter sich gebracht hat. Oder mit Opa kegeln war.
Das ist ein bisschen blöd, weil ich seit einer Woche Mitglied im Fitnessstudio bin, und das Ding einfach nur die Schritte auf dem Crosstrainer zählt, nicht aber die anderen Geräteübungen. Aber ich weiß ja, was ich gemacht habe (meine Bauchmuskeln und sonstiges Gezerre erinnern mich schon...), insofern ist das nicht sooo tragisch.
Aber, seufz und so, heute morgen zeigte mir die Aldi-App, dass ich heute nacht 10222 Schritte gelaufen bin. Während ich, so die gleiche App, eine meiner seltenen, stundenlangen Tiefschlafphasen hatte.
Manchmal glaube ich, ich hab nen schlechten Einfluss auf Technik.
Und morgen berichte ich euch von den ersten Versuchen mit meinem neuen Slow-Cooker.
Ach, und vielleicht antworte ich auf die Jawbone-Umfrage zur Kundenzufriedenheit doch noch. Die ist gestern per Mail gekommen (trotzdem ich meine Meinung bereits in mehr als einer Mail deutlich gemacht habe. Nehmt das, ihr Mailbots.)


Dienstag, 9. Februar 2016

Scheiß verschwiemelte Mistscheiße

Waaaah. Wenn ich eins hasse, dann ist das institutionsinternes Gelaber, um Seiten vollzukriegen und einen guten Eindruck zu machen. Herrje. Ein langer Satz ist noch kein guter, und wenn man nach 3 Seiten immer noch keine Idee hat, was das ganze Geschreibsel nun tatsächlich bewirken soll, dann, ja dann- wurde sauber am Problem vorbei geschrieben.
Aber es gab viele Fremdworte, und auffallend oft fielen die Ausdrücke "zivilgesellschaftlich", "Akteur" (für was auch immer) und "Ziel". Ein gutes Drittel der Sätze wiederholte nur das, was in anderen schon stand, dafür fehlte das entscheidende Quäntchen Information- nämlich tatsächlich ein paar Worte darüber, was jetzt passieren soll... und ich wette, das ist vielen von den bisherigen Lesern nicht mal aufgefallen.
Was für eine Verschwendung.


Montag, 25. Januar 2016

seufz.

Und dann hatten wir letztens in der Pause noch diese Diskussion um Veganer.
Nicht um das vegan leben, sondern über die Frage, was wohl die einzelnen Menschen dazu veranlasst, entweder auf Schokolade zu verzichten oder nur vegane Schoki zu konsumieren- meiner Meinung nach schmeckt das Zeug wie etwas, was seit meiner Kommunion 1973 in Omas Schrank liegt. Und Plastikschuhe muss man auch tragen. Nicht mal Götterspeise kann man, weil Gelatine (oder ist meine Infobase da veraltet?) Die Stimmen waren unterschiedlich. Einige von uns meinten, die Leute seien ekelgesteuert, andere hatten Ethik auf dem Schirm, wieder andere- ach, hab vergessen.
Im weiteren jedoch kamen wir dann zu einer wirklich spannenden Frage, nämlich:
Wie hält es der Veganer mit dem Kannibalismus?
Also, nicht mit diesem überhöhten Begriff, der sich aus der Gleichheit des Menschen mit den Tieren (sind wir ja doch mehr so alle) speist (no pun und so weiter), sondern mit voll krassem, realem Kannibalismus.
Die Kuh und das Schwein und das Huhn, um nur ein paar von unseren Mitgeschöpfen/Nahrungsmittellieferanten zu nennen, haben ja nicht die Möglichkeit, wirksam und überzeugend in die Verwertung des eigenen Körpers zur Erquickung und Labung des Menschengeschlechts einzuwilligen. Das scheitert schon daran, dass sie mangels Daumen keine Stifte zu Unterschriftszwecken halten können. Deren Einwilligung wurde daher in den letzten Jahrzehntausenden mehr oder minder vorausgesetzt, und die Veganer haben sozusagen herausgekriegt, dass das eine Lüge bzw. ein großangelegter Beschiss, angelegt und durchgeführt von Metzgern, war.
Der Mensch ist demnach als potenzielle Eiweißquelle und gleichzeitig Daumenträger der einzige, dessen entsprechende Willenserklärung ("...ich spende meinen linken Quadrizeps und alles, was daran hängt, zu Zwecken der Wurstgewinnung an die Baul-Pocuse-Mensa der Universität Quakenbrück...") vorgelegt und der Wurstpackung beigefügt werden könnte.
Darf der Veganer dann zubeißen? Also, nicht die, die Ekel kriegen, wenn sie "tierisches Eiweiß" auch nur hören. Sondern die, deren Ethik es vorschreibt, kein einwilligungsunfähiges Mitgeschöpf aufs Tablett zu bringen.
Und wie sieht das mit Roadkill aus (jetzt mal ohne menschliche Beteiligung...)? Der Dachs, der Fuchs, die Karnickel vom Straßenrand? Darf der Veganer, der ethikgetriebene, deren Körper verspeisen?

Ich fürchte, diese Diskussion, die im Übrigen bei Hinzutreten des Chefs abrupt beendet wurde (und das nicht, weil der so lecker aussieht), wird angesichts nur dreier Beteiligter nicht mit der nötigen argumentativen Breite geführt worden sein.
Daher die Frage an euch:
Darf der das? Der Veganer? Und bleibt er seinem Prinzip dann treu?

Fragen sich
Lily und Kollegen.




Donnerstag, 21. Januar 2016

Morgenstund'

Hab mir heute schon eine Rüge von meiner Schwester eingefangen, von wegen schlechter Laune am Morgen und Tag verderben.
Und das kam so:

Wenn meine Geschwister und ich Sport betreiben, dann laufen wir eigentlich alle.
In den letzten Tagen hab ich so vor mich hin überlegt, ob ich das Joggen vom Trampolin drinnen mal nach draußen in die Natur verlegen soll. Bisher hat mich daran gehindert, dass ich mir immer noch Sorgen um die Füße und Knie mache- schließlich ist nix dem Laufen so hinderlich wie ein kaputtes Knochenwerk.
Heute morgen hab ich mit meiner Schwester drüber gewhatsappt, und dann kamen wir auf das Thema Bekleidung...
Während es überhaupt kein Problem ist, an Schuhe zu kommen, hab ich leidvolle Erfahrungen mit dem Angebot an Sportklamotten gemacht. Bevor ich damals (tm) in die Klinik ging, musste ich mir für den da vorgesehenen Sport was zum Anziehen besorgen. Und das gestaltete sich extrem schwierig.
Will man, so als dicke Frau, nicht in zellulitebetonendem Spandex herumlaufen, sondern etwas locker sitzendes, für Yoga und Walking Geeignetes erwerben, steht man vor einem Problem. Beim Discounter, der ja auch nicht das ganze Jahr über so etwas im Angebot hat, ist in der Regel bei der Größe 46 Schluss, was aber durchaus nicht für jede von uns reicht. In Extremzeiten hätte ich locker auch 52/54 ausgefüllt.
Nun ist der Mensch eitel, und explodierende Sonnen oder Panoramaaufnahmen der städtischen Müllkippe in lila-gelb sind nicht die Muster, die man an den runden Beinchen sehen möchte, ein schlichtes Schwarz wäre da schon eher angebracht. Aber weit gefehlt. Kriegt man was, ist es gruslig bunt. Oder grell neon / pink / wasauchimmer. Wenn mans kriegt...
Meist kriegt man aber nur eins: Angeekelte Blicke von den dürren Gestalten hinter der Sportgeschäft-Theke. Ist mir mehrmals -in jedem aufgesuchten Laden- passiert, jeweils vermischt mit einem "Da müssen Sie mal selbst durchsehen" oder einem ungläubigen "Für Sie??".
Nach dem dritten derartigen Erlebnis im "Fachgeschäft", keinem Erfolg bei thebigA und natürlich erst recht nix im Kaufhaus und beim Discounter war ich kurz vor dem Aufgeben. Aufgeben und schmollen.
Hätte mich der beste Freund nicht an den Haaren in ein Winz-Kaufhaus in Friedberg/Hessen geschleift, wo eine graue Yoga-Hose in passend hing (interessanterweise von Adidas- aber auf deren Homepage nicht erwähnt), säße ich heute noch motzend zu Hause.
So konnte das Abenteuer Klinikaufenthalt starten- und gestern abend hab ich diese Hose beerdigt, weil sie inzwischen so weit ist, dass sie nicht mehr oben bleibt. Trotz Gummizug.
Zuletzt hatte ich sie im September an, bei der Renovierung. Davon hat sie Farbflecken davon getragen, die Säume waren abgetreten und die Durchzugskordel war schon lang weg. Friede ihren Überresten.

Jedenfalls hat mich die Erinnerung an diese Erlebnisse, vor allem an die Blicke in den Geschäften, heute morgen schon wieder so wütend gemacht, dass meine Schwester mich von meiner Palme wieder runterholen musste. Dabei weiß ich eigentlich nicht mal, was mich wütender gemacht hat - die Industrie, die diesen Bedarf munter verkennt (und, machen wir uns nix vor, auch für die Couch haben wir alle gern was bequemes, dehnbares. Nicht nur für die Rennstrecke...) oder die widerlichen Reaktionen der Normgestalten, die in den Geschäften herumstanden.
Und auch, wenn ich mir den Tag nicht damit versauen will: Sich ärgern sollte man, und das tu ich auch. Aber noch lieber würde ich andere ärgern, nämlich die Verantwortlichen. Vielleicht fällt mir auch mal ein, wie. Ich werd drüber nachdenken.
Bis dahin gehabt euch wohl und bleibt in Bewegung :-)


Dienstag, 19. Januar 2016

Je öller, je döller

Wie bereits berichtet, knackt es im Lilyschen Gebälk immer mal wieder in den letzten Wochen und Monaten... Die Sportoffensive (also: Die Aufnahme halbwegs normaler Bewegungsmengen) hat zwar dafür gesorgt, dass mir die Beine nicht mehr weh tun, egal, wie lange ich laufe, gehe, stehe oder sitze (hätte ich im übrigen niemals erwartet). Auch die Hüften schmerzen nicht mehr, dank regelmäßiger Beanspruchung.
Aber die Zwangshaltung bei der Arbeit, sprich: Sitzen auf der schiefen Ebene, die sich Büro nennt, und Starren auf den Bildschirm, die hat für Probleme im Nacken gesorgt. Aus unbekannten Gründen, gefördert durch die Anstreichaktion im Herbst (wir berichteten), hab ich Bandscheibe in der HWS. Starre ich nun durch die Gleitsichtbrille auf den Monitor, so stirbt mir die linke Hand ab. Einerseits, weil sich da was einklemmt, andererseits wegen steinharter Muskeln, die auch klemmen.
Um das Starren zu verhindern, könnte ich natürlich in Rente gehen. Leider hat mein Arbeitgeber da noch ein Stück mitzureden- und die Kohle reicht. einfach. nicht.
Besser, schöner und bunter wird es hingegen, tauscht man die Gleitsichtbrille gegen zwei Brillen aus. Eine für draußen, Entfernungen > 2m, und eine für drinnen, Entfernungen < 2m. Das geschah gestern.

Nebenstehend somit die Brille zum Lesen/Arbeiten und so. Die andere ist so ähnlich, aber blau. Dafür braucht es kein zweites Bild, finde ich. So ne bunte Brille, geschweige denn zwei, hatte ich noch nie. Vielleicht ist das fortschreitende Senilität, dass ich mich da gebuntet habe, wer weiß das schon? Jedenfalls bin ich mal gespannt, wie die Langzeiterfahrungen  so sind mit zwei Brillen. Wie oft ich beispielsweise die jeweils andere suche, oder irgendwo vergesse, oder mit der falschen auf der Nase herumirre. Da ich ohne nicht sehr orientierungsfähig bin, ist mir das bis dato nicht passiert. Oder jedenfalls nur einmal, da hab ich schon beim Aufprall auf die Haustür gemerkt, dass was nicht stimmt.


And now to something completely different- bisher, also bis vor drei, vier Monaten, war ich voll des Lobes und des Preises, was meinen Schrittzähler betrifft. Welcher immer noch das seine tut, nämlich Schritte zählen und meinen Schlaf überwachen, wenn er nicht im Wohnzimmer liegt und den Schlaf des Tisches überwacht. Die App hingegen- meine Güte, die App.
Ende September gab es ein Upgrade, ich weiß nicht mal mehr, ob das ein Android- oder ein Up-Move-App-Upgrade war. Seither jedenfalls hakt es, und ich bin in beinahe intimem Kontakt mit den Leuten von Jawbone. Die riefen zu Anfang gern an, aus Irland oder wo sonst sie sitzen, und gaben sich sehr freundlich und bemüht. Einmal wurde mir ein neuer Tracker geschickt, aber daran lag es nicht, dass diese App einfach nicht mehr synchronisiert. Früher war es so, dass die App, sobald man sie öffnete, sich mit dem Tracker verband, die neuen Zahlen auslas und hübsch grafisch aufbereitete. Nix wildes, aber eben Zahlen. Jetzt ist es so, dass die App angeworfen wird, und sofort anzeigt, dass sie nicht mit dem Tracker in Verbindung steht. Den kann man dann manuell wieder anbinden, aber das dauert. Noch doofer ist, wenn die App nicht verrät, dass sie nicht verbunden ist. Dann muss man sie erst runterfahren und wieder hochfahren, bevor sie zugibt, ein Problem zu haben. Jedenfalls hab ich dem Service (auf dessen Wunsch hin) Screenshots der Fehlermeldung geschickt, die ab und zu (aber nicht immer) zu sehen ist... und obwohl ich sagte, dass da nix steht als "Up wurde unerwartet beendet", musste ich ihnen diesen Shot schicken. Meinetwegen. Der sollte dann, zusammen mit meinem "Fall", einem Techniker unterbreitet werden (der vermutlich immer noch da sitzt und sich schief lacht). Meine Idee, dass die App in der Android-Variante ein Problem mit der Bluetooth-Verbindung hat, war nicht so eine erwünschte Anmerkung. Obwohl das Problem relativ weit verbreitet ist, wie man auf diversen Internetseiten lesen kann, tun die inzwischen so, als sei ich die einzige Kundin, die diese Schwierigkeiten hat. Vielleicht liegts ja an meinem Handy- aber diese Aussage würde den eigenen Kompatibilitäts-Kriterien widersprechen.
In den letzten Wochen waren dann leider die Leute, die bei mir anriefen, immer schlechter zu verstehen, erst wegen des bayrischen Migrationshintergrund (München/Dublin oder so), dann wegen eines thailändischen oder malaysischen, keine Ahnung. Die letzte, auch sehr freundliche aber kaum noch zu verstehende Dame hat mir dann nach dem Telefonat den Inhalt desselben noch mal auf die Voicebox gesprochen. Dann war Schweigen. Bis eine Woche später jemand mir eine Mail schickte, aus der hervorging, dass man davon ausgehe, dass sich das Problem von selbst gegeben habe.
Wie man darauf kam, hat sich mir nicht erschlossen, denn es kam weder ein Upgrade der Software noch sonst irgendetwas bei mir an. Auch ist Software der kostenlosen Art in der Regel nicht selbstreparatur-fähig.
Jedenfalls bin ich dann etwas ausfällig geworden, so per Antwort-Mail.
Heute dann war wieder eine Mail da- man bedauere, dass ich Probleme hätte (mit ihrem Produkt. Was anderes zu schreiben haben sie sich wohl nicht getraut). Und ich möge ihnen bitte sagen, wann man mich erreichen kann. Nun gut. Ich würde Hoffnung schöpfen, wenn nicht die letzten 17 Kontakte auch so angefangen hätten.
Drückt mir mal die Daumen.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Remake

Zum zweiten Mal reanimiert:




Weiberleben

ArchivarinAbenteurerin AngeberinBetschwesterBeschützerinBeichtmutter CharmebombeChemikerinChristinDemokratinDemonstrantinDurchblickerin
ElendeErleuchteteErleichterteFreundinFeindinFreche
GöreGirlyGestörteHeitereHureHirnverbrannte
IrreIntensiveImmacolataJägerinJa-SagerinJelängerjelieber
KöchinKindlicheKaiserinLiebeLeidLust
MädchenMutterMatrone NeugierigeNutznießerinNeo-Romantikerin
OberkommandierendeOmaOberbesserwisserinPrinzessinPriesterinPutzfrau
QualQuerulantinQuerdenkerinReineRosigeRiesin
SexbombeSenatorinSeifenopernstarTanteTierTänzerin
UngeheuerUngezähmteUrteilerinVielgeliebteVerteidigerinVerwalterin
WunderwirkendeWasserträgerinWahrsagerinXanthippeXeniaXarifa
YvetteYvonneYuppie ZauselZauberbieneZärtliche.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Noch mehr?

Die Frage stellen sie mir derzeit, die Leute, die ich so tagsüber treffe.
Willst du etwa noch mehr abnehmen?
Du bist ja bald gar nicht mehr da, hör ich.
Jetzt kannst du aber mal Schluss machen.
Wieviel hast du jetzt abgenommen?
Meine Güte.

Es sind jetzt 30 Kilo, und außer der Bewegung mach ich nichts besonderes mehr. Die Nahrungsmengen haben sich insgesamt reduziert, ich wähle von mehreren Angeboten in der Regel die kalorienärmeren Varianten aus. Süßes kaufe ich, wenn möglich, gar nicht mehr ein. Anfallendes Verlangen nach Süßem versuche ich, mit stark gesüßtem Tee (Süßstoff) zu befriedigen. Hilft das nicht, ist die Schokolade dran. Weingummi hingegen vermeide ich. Ab und zu habe ich auch weiterhin Fressflashes, die gehen wohl auch nicht weg und die Akzeptanz dessen ist unumgänglich.
Es sind im Endeffekt wirklich die kleinen Änderungen, die auf Dauer helfen.
Die Motivation am Anfang, um dran zu bleiben und nicht alles versanden zu lassen, wurde jedoch nicht von den Details genährt, sondern vom Tempo, in dem es gewichtstechnisch abwärts und fitnesstechnisch aufwärts ging. Da war Geschwindigkeit nötig, um weiterzukommen, insofern sind die Monate mit wirklich reduziertem Essen nicht verloren.
Inzwischen bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich mich tatsächlich entscheiden muss. Die Kleidergröße 42 hab ich in Oberteilen (von 48-50), in Hosen ist es 44-46, von 50-52. Unterm Kinn flabbert es so langsam, und das geht auch nicht mehr weg, es sei denn, ich lass da n Chirurgen dran (wohl nicht). Ich fühl mich ganz wohl in der etwas zu groß gebliebenen Haut, und nur der Blick auf den Stand der Waage lässt mich noch leichte Schnappatmung kriegen, weil die Zahl immer noch hoch ist, ebenso wie der BMI. Ich denke, bis auf den nächsten Zehner geh ich noch runter, und dann ist auch gut. Da ich nicht gerade zierlich bin, sondern über 1,78 m Körperhöhe, recht breite Schultern und auch kräftige Beine verfüge, ist eine höhere Kilozahl aber grundsätzlich in Ordnung für mich. Ich hab die Hoffnung, dass es sich von selbst irgendwo da einpendelt, wo ich weder das Gefühl habe, gegen den Gewichtsverlust anfressen zu müssen noch auf Dauerdiät zu sein oder wieder zuzulegen.
Schön ist, dass die Bewegung, die ich jetzt so habe, kostenlos und ohne Aufwand daher kommt.
Unterm Strich bedeutet das:
Alle Strecken unter 3 km zu Fuß. Das umfasst den größten Teil dessen, was so anfällt.
Alles unter 5 km mit dem Fahrrad. Ab dem Frühling wird es auch der Weg zur Arbeit sein- das sind so knappe 6 km.
Mal sehen, was dann so kommt. 


Montag, 11. Januar 2016

Perückenschafe...

Perückenschafe, nach der Definition des inzwischen pensionierten Berni H. aus B., das sind die Jugendlichen mit dem "Ich will nicht in den Genpool"-Chromosom, die sich gern mal zwischen zwei Druckknopf-Ampeln über die vierspurige Straße im Feierabendverkehr stürzen (Meint: Das mendelt sich aus. Hoffentlich).
Das sind auch die, die in Panikattacken verfallen, wenn der Berg an Essensresten, den sie in Papierkörben auf dem Schulhof deponieren, zu frei flottierenden Rattenkommandos führen, die auf dem Pausenhof Patrouille laufen.
Perückenschafe tragen leistenkurze Minis, Hosen, die den Arsch raushängen lassen und ungeknotete Schnürsenkel. Man holt sich damit Nierenbeckenentzündungen, abgefrorene Hinterteile und gebrochene Knöchel.
P.-Schafe schubsen sich an Bushaltestellen auf schmalen Bürgersteigen, rasen mit Vollgas um enge Kurven und lassen derweil die Prollmucke den heraneilenden Notarztwagen übertönen.
Perückenschafe tragen platinbondes Gezussel mit mausgrauen Wurzeln, knallschwarze, leicht verrutschte Eyeliner und Lippenstift auf den Zähnen.
Im Winter gern kurze Hose, im Sommer auch den Nerz von Omma, wenn das irgendwo als fashion deklariert wird.
Ein besonders dämliches Exemplar fuhr letztens vor mir auf der mittleren von drei Spuren, in der morgendlichen rush-hour, ohne Licht. Mit dem Fahrrad. Trotz Radweg.
Schule hat begonnen :/
Meine Güte. Waren wir auch so grunzdumm?


Montag, 4. Januar 2016

Dumdum





Ein frohes neues Jahr.
Und jetzt? Geht’s weiter wie bisher.
Ich bin zu Neujahr immer so hin- und hergerissen: Nix hindert einen dran, es einfach zu ignorieren. Bis auf den Lärm draußen natürlich, das ist klar, aber sonst? Nix, echt. Seit Jahren bin ich am Paniktag der Kontaktlosen allein zu Hause, um mich um die Katzerei zu kümmern und mir zu wünschen, dass der Krach draußen mal nachlässt, und das ist nix Schlimmes. Ich kann sogar ohne Sekt.
Also, die eine Seite ist das Ignorieren, die andere ist, dass ich weiß, dass ich ab und an mal ein Ritual, einen Fixpunkt oder sowas brauche. Und obwohl ich seit Jahrzehnten darauf warte, irgendwo das erlösende Wort, den erlösenden Tipp oder die Weisheit zu finden, derdiedas alle Probleme beiseite räumen und die „happily ever after“-Phase einläuten wird, habe ich auch in diesem vergangenen Zwischenjahresraum nix Aktives in dieser Richtung (also in Richtung AllesWirdGut) unternommen.
Sondern während der Betriebsferien nichts, aber auch gar nichts von dem getan, was ich mir vorgenommen hatte- und ich habe sogar ignoriert, dass mein innerer Turnlehrer mich täglich für die gewohnten Schrittzahlen auf die Strecke schicken wollte. Echt. Stattdessen hab ich auf der Couch gesessen, gestrickt bis mir die Augen zu fielen und dabei Serien geschaut. Zwischendurch, zur Erholung, hab ich mich um meine Eltern gekümmert- Mutter machte kurz vor Weihnachten schlapp und meines Vaters Zustand, mit fortgeschrittener Demenz und körperlichem Abbau, machte es nicht möglich, dass sie sich einfach mal für zwei Tage ins Bett legt, irgendwer musste also Vattern bespaßen.
Gewichtsmäßig hat das Herumsitzen erst mal, zu meiner Überraschung, nicht geschadet. Es bleibt bei 29 Kilo, und, darauf bin ich stolz, vor Weihnachten hab ich mir den ersten kurzen Rock meines Lebens gegönnt. Für 8 €, bei Aldi. Mit einem Fake-Ledereinsatz. Very cool.
Außerdem sind bei dem Strickmarathon zwei Schals, anderthalb Strickjacken, eine ärmellose Weste und eine Socke entstanden. Mit Orthese ging das Stricken ganz gut. Die Medikamente, die mir gegen die Arthroseschmerzen verschrieben wurden, haben leider die Nebenwirkung Magenschmerzen. Das Einreibezeug macht Ausschlag. Die Krankengymnastik hat es noch nicht wirklich gebracht, und die Injektionen des Orthopäden gegen das Kribbeln und die Taubheit in der linken Hand haben dazu geführt, dass das Kribbeln weg war. Dafür konnte ich den Kopf nicht mehr bewegen und der Nacken schmerzte. Unter dem Cortison-Einfluss ging mir der Blutzucker ab wie Schmitz‘ Katze, so dass ich froh war, als das Kribbeln wieder da und die Nackenschmerzen weg waren.

Und bei euch so?

Und zum Thema Sport im Alter, da gab es mal was. 

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Ja, dann...

dann wünsche ich euch allen ein zufriedenes und entspanntes Jahresende. Lasst ausklingen, Leute- 2015 war hektisch und schrecklich genug. Und wer weiß schon, wie 2016 wird?
Da ist die Zeit zwischen den Jahren vielleicht eine kleine Atempause. Zurücklehnen, Kekse essen, feiern.
Oder einfach nur abschalten.
Machts gut, bis zum nächsten Jahr!

DieLily.

Freitag, 11. Dezember 2015

Eine Symphonie.

Komponiert von einem irren Riesen mit Gehörproblemen, gesetzt für ein Orchester aus Abrissbirne, Presslufthammer und bremsende Lokomotiven. Dazwischen Alarm, Alarm und noch mal Alarm. Ab und zu ein merkwürdiges Heulen.
So ungefähr hört sich ein MRT an. Wobei ich mich schon gewundert habe, dass es eben nicht ununterbrochen das gleiche Geräusch ist, sondern durchaus interessant wechselt. Man konnte dabei sogar ganz gut entspannen. Aber ich habe auch keine Probleme mit Klaustrophobie.
Mit zwei Bandscheibenvorfällen hab ich allerdings Probleme. Daher das Kribbeln.
Hmpf.
Für dieses Jahr reichts mir an Diagnosen.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Während.

Während nebenan ein Pressegespräch stattfindet, wegen dem dessentwegen ich leider nicht telefonieren kann und auch nicht an den Drucker, nutze ich die paar Minuten für ein Upgrade.
Heute nachmittag werde ich mich in den Kernspintomographen legen, zwecks Checkung meiner Halswirbelsäule auf Bandscheibe.
Ich hab ja noch nich Bandscheibe gehabt, aber derzeit fällt mir die linke Hand auf, weil sie so fies kribbelt. Zusammen mit dem rechten Daumen, der natürlich trotz Orthese immer noch seine Zicken schiebt, ist das doof und stört bei vielen Dingen. Bei Autofahren zum Beispiel, und bei der Arbeit am Computer. Sobald, Monitor- und Lesebrillen-Kombi sei Dank, mein Blick den Bildschirm aufsucht, und damit den Kopf ein wenig überstreckt, meckert die Hand.
Die Physiotherapeutin, ungefähr 12 Jahre alt und ungefähr ein Viertel von der aktuellen Lily, murmelte bzw. piepste, dass sie da ja Verspannungen... ah ja, und bewegen Sie doch noch mal, ach das tat schon weh?
Und jetzt wird Ihnen übel?
Naja, so war das. Das Kind schob und zog und drückte an mir herum.
Heute ist mir dauerschlecht, und außerdem schwindelig, und ich finde, sie ist schuld dran.
Ach, und an den Kopfschmerzen auch. Das wird bestimmt nachher in der Röhre nicht besser.
Ich werde an Weihnachten denken. Bzw. an die freie Zeit über den Jahreswechsel. Das ist sowas von nötig, ihr glaubts nicht.

So. Pressegespräch vorbei. Kann wieder arbeiten.
Bis bald,

DieLily

Mittwoch, 25. November 2015

Was ansteht

Derzeit geht es rund auf meinem Handarbeitskarussell. Ich stricke wieder- nachdem ein halbes Jahr Karenz den Zustand meiner rechten Hand nicht gebessert haben, hab ich wieder angefangen und mir einen Termin beim Orthopäden gemacht. Der hat dann einen beim Rheumatologen gemacht. Und siehe da... Der doofe Daumen hat eine deutlich sichtbare Arthrose. Die andere Seite auch. Sämtliche vorderen Fingergelenke sind befallen von Polyarthrose der Finger und des Daumensattelgelenks. Dagegen kann man derzeit nicht viel machen. Schmerzbekämpfung, ggfs. auftretende Entzündungen im Keim ersticken, Hände nicht überlasten (also langsam stricken). Nicht wringen. Hände nicht kalt werden lassen.
Aufgrund der ergonomisch beschissenen Situation an meinem Arbeitsplatz und des mit der Erlangung einer verbesserten Ausstattung verbundenen Theaters hab ich mir dann eine Vertikalmaus schön selbst beschafft. So spart man als Arbeitgeber auch Geld. Die andere Maus bzw. deren Kabel hatten sie mit insgesamt 5 Kabelbindern in ein handliches Paket verschnürt... Telefon, Rechenmaschine, Tastatur, Bildschirm, Maus. Als ich dann vor einiger Zeit mir die Maus heranholen wollte, um nicht immer mit ausgestrecktem Arm arbeiten zu müssen, ist mir die Rechenmaschine vom Tisch geknallt. In dem folgenden Tobsuchtsanfall, der eine Viertelstunde dauerte, habe ich kein einziges Schimpfwort zweimal benutzt. Solche Idioten. Ich kenne einige Kollegen  mit Beschwerden im Schulter- und Ellbogenbereich. Wenn man die bittet, nachzusehen, finden sie ihre Maus immer schön fest verzurrt. Vermutlich hat der Schrauber-aus-der-Hölle, der die Rechner aufstellt, einen Vertrag mit der Physiotherapeutengilde.
Mit der neuen Maus kann man beim Arbeiten den kompletten Arm auflegen, und muss das Handgelenk nicht mehr verdrehen. Insgesamt nicht so ermüdend für die alten Knochen.


Die Heldin an der Arbeit
 Das schwarze Ding an meinem Handgelenk ist die Orthese, mit der das Leben etwas schmerzfreier verläuft. Ihr solltet mal sehen, wenn ich einen Handschuh drüber ziehe. Sieht sehr spacig aus. Oder wenn ich morgens zum Duschen Brille, Schrittzähler und Orthese ablege und man sich unwillkürlich fragt, was man sonst noch abschrauben, -montieren und -nehmen kann...
Diese doofe Arthrose führt jetzt schon dazu, dass ich nicht mehr nähen kann, weil Nadelfesthalten stark schmerzt, Schreiben mit der Hand ist auf Unterschriften beschränkt (hallo, getippter Einkaufszettel!) oder unleserlich. Das heißt auch Abschied vom Zeichnen. Pinselhalten. Und so weiter. Türen aufschließen, Eiskratzen, Backformen aus dem Ofen heben- man braucht so einen Daumen für verdammt viele Sachen.
Also passt auf euch auf. Auf die Augen, die Hände, die Nieren, die Leber. Braucht man alles, glaubts mir.

Montag, 23. November 2015

Absurdes aus dem Lilyleben

Neulich, da träumte mir, ich läse wieder den "Anhalter". Den von Douglas Adams, seinerzeit verschlungen. Und mir träumte, Arthur Dent und Ford Prefect säßen da und kramten in der Scrabble-Buchstabentüte und zögen Buchstaben heraus, die die Frage "Wieviel ist sechs mal acht?" ergäben, und die Antwort war 42. Selbst im Traum schien mir das nicht stimmig. So gar nicht, und das trotz meiner mangelhaften Kopfrechnungskünste (wegen Mengenlehre in der Grundschule, ihr könnt es euch denken). Jedenfalls weckte mich dieser Traum und die mathematische Herausforderung, die in der 42 steckte, gründlich auf.
Ich stand dann auf und ging ins Wohnzimmer, um den Anhalter aus dem Regal zu fischen, und der Lily-Body registrierte ein Unbehagen, welches er sofort und unfehlbar mit dem Wort "Unterzucker" bezeichnen konnte. Das verschob den Focus Richtung Traubenzucker. Aber immer zunächst mal an das Messgerät, welches mir dann die Zahl ausgab.
Die Zahl 42.
Da hab ich dann vorgezogen, weiter träumen zu gehen. Nach dem Aufzuckern, versteht sich.

Sonst ist noch ein Haufen anderes Zeug passiert, nix Blogbares, leider. Nur das noch: Für alle, die skurrile und witzige Krimis mögen und ihn nicht schon kennen, ist Wolf Haas' Brenner eine unbedingte Kaufempfehlung.

Eine schöne Woche...
vonneLily.

Freitag, 13. November 2015

Strikte

Kaufempfehlung für alle Anhänger tanzbarer Nostalgie:
Jeff Lynne's ELO Alone in the Universe

Sooo schön.

hach.

Mittwoch, 4. November 2015

Kehrseiten.

Das ist das eine- der Weg zur Arbeit.





So lässt sich auch Stau aushalten.






Das ist das andere- das passiert, wenn man ankommt.


Wer im öffentlichen Dienst steht, sollte lesen können. Aber vielleicht hapert es auch nur bei der Einschätzung von Sinn und Zweck von Umlaufmappen.


Und irgendwas stimmt heut nicht mit Blogspot. 





Dienstag, 3. November 2015

Ach ja: Entschuldigung...

bitte, ich hab euch vernachlässigt. Seit ich alle meine Räume fertig gestrichen habe, sitz ich nur noch an der Schulterklopfmaschine und lobe mich unentwegt. Wenn ich nicht lese, oder den Herbst mithilfe üppiger Herr-der-Ringe-Anschauerei einläute. Special Extended Edition, alle drei Teile, und anschließend sechs DVDs mit den Anhängen. Gleichzeitig lese ich das Original dazu. Nach ein paar Tagen hab ich beinahe Frodos wunderbare blaue Augen, nur meine Haut unterm Kinn wird nie wieder so wie bei den Jungs. Aber die sind auch so cirka zwanzig Jahre jünger als ich. Außerdem überlege ich, ob mir nicht das ein oder andere von den bezaubernden Kleidern stehen würde, die für Arwen und Eowyn gefertigt wurden.
Ab Donnerstag hab ich ein paar Tage Urlaub (die ersten seit Mai)... und werde sie nicht in dieser schönen kleinen und tapferen Stadt verbringen, sondern tatsächlich für drei Tage weg fahren. Ha.
Bedenklich stimmt mich zurzeit (außer der politischen Großwetter- und Kleinklimalage), dass ich einen Haufen Neodymmagneten gekauft habe. Die sind seit einer Woche unterwegs und kommen einfach nicht an. Ich habe das Gefühl, dass sie im Lieferwagen festsitzen, und  keiner sie vom Chassis abkriegt. Da nützt auch die tollste Sendungsverfolgung nix, Herrschaften!

Schönen Tag
vonne Lily. 


Mittwoch, 14. Oktober 2015

Schlaflos und immer noch im Ruhrgebiet

Irgendwie verlauft diese Schlafstörung in Wellen. Drei Tage um drei wach, vier Tage um fünf. Egal, wann ich ins Bett gehe. Inzwischen haben sich auch die Katzen dran gewöhnt und erwarten ihr Frühstück eben um drei. Oder um fünf, je nachdem. Auch körperliche Arbeit tagsüber ändert nichts daran, sondern führt nur dazu, dass man morgens eben zwischen Farbeimern sitzt, bis die Nachbarn mit Geräuschen belästigt werden dürfen. Der Vorteil des Wachseins zu so früher Stunde ist, dass niemand von einem erwarten kann, irgendwas zu tun. Man hat die Zeit für sich, und aus reiner Widerborstigkeit werde ich immer dann müde, wenn der normale Arbeitnehmer aufstehen wollen würde ( über die Zeitform und die Reihung der Modalverben wurde hier lange nachgedacht).
Widerborst ist überhaupt mein zweiter Vorname. Aus Prinzip, sozusagen. Auch wenn ich mich selbst als konfliktscheu einstufen würde, gibt es doch nichts - Hm. Witzigeres? Automatischeres? Reflexhafteres?- als den Widerspruch. Aus Prinzip und dennoch. Und jetzt gerade. Das macht mich nicht zu Cheffes Liebling, ich glaub, er findet das ermüdend. Ich auch, aber wenn es nur um den Widerspruch geht bin ich vorne mit dabei. Dabei müssen die Dinge, denen ich widerspreche, nicht mal wichtig sein. Bei wichtigen Sachen bin ich erstmal still. Eine Freundin hat mir mal gesagt, dass die Luft um mich herum dann anfangen würde zu vibrieren, bis hin zu einer Zornesaura... Sagen müsste ich dann gar nichts mehr.
Irgendwann muss ich mal eine Umfrage bei meinen Exen machen. Die fanden das bestimmt faszinierend. Zumal irgendwann dann Schluss ist mit dem Schweigen. Dann geht die Lily, und kommt nicht mehr wieder. Meine Güte, ich scheine ein echtes Goldstück zu sein... Zänkisch und explosiv. Und sentimental, was kleine Tiere betrifft. Vorsatz fürs nächste Jahr: Mehr weg- oomen. Vielleicht das Kickboxen erlernen. Oder einem Schweige- Orden beitreten. Aber ich bin zweimal geschieden, da muss ich schon bei der Bewerbung lügen.

Was die Vorsätze für dieses Jahr betrifft, so hab ich ( natürlich beim Renovieren) meine Liste für 2015 gefunden. Und witzigerweise hatte ich da eine größeren Gewichtsverlust festgeschrieben. Von dem bin ich nicht mehr allzuweit entfernt, was das erste Mal in meinem Leben ist, und noch dazu ein reiner Zufall. Von den anderen Zielen, die eher in die Richtung Traum, Halluzinationen oder schlichter Wahn tendieren, rede ich hier nicht. Manches hat Frau nicht so unter Kontrolle, wie zum Beispiel die Tischtennisbälle in dieser Lottomaschine. Mein Traumauto wird auch nicht schon im Februar bezahlbar sein, nur weil der Golf dann zum TÜV muss. Die zwei Jahre sind vergangen wie nix, und eigentlich mag ich das rostrote Lilymobil. Aber ein silberner Crossfire wäre mal was. Nachdem ich eine Kollegin letztens bei Lidl im Jaguar habe vorfahren sehen, würde ich glatt mit dem Chrysler den nächsten Aldi ansteuern. Man wird halt verwegen im Alter. Die Frage ist nur, ob man mit dem steifen Körper dann noch in das sportliche Auto kommt. Aber dafür hält Frau sich fit, oder? Fit und so schlank, dass die Tür vom Auto auch noch schließt, wenn man eine Winterjacke trägt. Man wird bescheiden im Alter.
In das nächste Auto sollte dann ein Rollator passen...

Montag, 12. Oktober 2015

Also.

Also, zunächst mal binne ich nicht tot.
Ich hab nur renoviert und renoviert und renoviert. Das Wohnzimmer am letzten Wochenende, das war grenzwertig, weil es so verdammt groß ist und ich mittendrin ziemlich fertig war. Aber alles wurde gut. Das Schlafzimmer an diesem Wochenende. Samstag am Nachmittag hab ich den letzten Pinselstrich gemacht, und danach dann versucht, die Trümmer zu beseitigen, wofür der Sonntag mehr oder minder drauf ging. Das Wohnzimmer wieder einzuräumen hat die ganze Woche gedauert, das Schlafzimmer hat weniger Fläche, dafür mehr Staub (röchel) und das ging etwas schneller. Auch, weil der Schrank genau da blieb, wo er war, und kein Stofffetzchen ihn verließ. Hab einfach drumherum gestrichen. Wie man das so macht. Mit dem festen Vorsatz, den Schrank NICHT mit anzustreichen, was auch gelang, außer ein bisschen.
Die Farben des Wohnzimmers sind so:

Stadium der Verzweiflung und des Restgelbs. Und man gewinnt einen Eindruck vom Möbeltetris.
Stadium der abendlichen Lethargie

Eine Woche später. Stadium der Dekoration. 

Auf dem letzten Bild kommt die petrolfarbene Wand farblich am besten zur Geltung. So sehr ich mein Smartphone auch liebe, Farben kann es nicht besonders, und scharf kanns auch nicht. Muss man mal festhalten. Aber egal, einen Eindruck kriegt ihr. Es ist wirklich ein satter Ton, und ich liebe es sehr. An der Stelle, an der jetzt das Bild hängt, hab ich beim Anstreichen geschlampt, und müsste eigentlich noch mal drüber, auch an der Farbgrenze von hell nach dunkel. Aber das krieg ich vielleicht diese Woche hin. Hoch lebe das Klebeband und alles, was damit zusammenhängt.

Wie zum Beispiel ich. Hab ich doch im Schlafzimmer (genial, wie ich fand) die ganze Decken/Wand-Grenze in einem Zug abgeklebt. Am Ende, neben dem Schrank, hing dann die Restrolle. Super Idee. Ich hab am Anfang angefangen mit dem Abziehen des Bandes. Dass knapp unter der Decke am Fenster das Gardinenseil gespannt ist, hab ich nicht bedacht... und so zog ich und zog ich und zog ich- gegen Ende, mit 12 Metern klebrigem, farbverschmiertem Klebeband zu einem Knäuel in der Hand geknotet, verlief das Klebeband über das Seil, und zwischen Seil und Wand hing die Malerkrepprolle fest. Und ich hab dem ganzen einen Ruck gegeben, Ninja-Anstreicher nennen das, was dann passierte, auch Bola-Effekt des Malerkrepps. Flatsch hats gemacht, und dann war ich mit einer ziemlichen Länge klebrigem, farbverschmierten Klebebands umwickelt. Hab ein bisschen gebraucht, um das wieder aus Gesicht und Haaren herauszukriegen. Aber, da ich ein Single bin, kommt mir keiner so nahe, dass er das Grau in meinen Haaren von Helltürkis unterscheiden kann. So hat das seinen Vorteil, alt zu sein.
And here comes the Schlafzimmer:


Die Farbe links heißt cliff, und es gab sie auf 5 € runtergesetzt. Von 25. Es ist eine Art warmes Stein-Braungrau. Hallo, Loriot!
Noch nicht ganz trocken, und auch hier gilt: Das Handy kann keine Farben. Originalfarben sind erheblich kräftiger.  Das Türkis rechts ist übrigens das Petrol aus dem Wohnzimmer, mit Deckenweiß gemischt.
Es gibt auch ein Filmchen, wobei ich noch nicht raushabe, wie man das nun online stellt. Fest steht, dass beide Zimmer farblich recht kühl sind, und dass ich glaube, Gardinen zu brauchen. Fürs Wohnzimmerfenster habe ich eine Static-Folie gekauft, die mindert jedoch den kahlen Eindruck nicht im Geringsten. Seufz.  Richtige Gardinen will ich gar nicht, nur bisschen strategisch wohlplazierten Stoff am Fenster. So dass die Rollladengurte nicht so schäbbich aussehen.
So. Das ganze Renovierungstheater hat nur eins hinterlassen: Eine Küche, die aussieht wie ein Handgranatenwurfstand. Doppelseufz.
Aber das kriegen wir auch noch hin.
Ach ja: - 25,8 Kilo.
Schönen Montag zusammen :-)

DieLily.