Mittwoch, 21. Mai 2008

ohne Worte. Dafür mit Edit als Update, oder so.

Lily Die Angepisste. Ort, Datum,
Anschrift



Per Einschreiben mit Rückschein

Deutsche Telekom
Kundenniederlassung West
Friedrich-Ebert-Allee 140
53113 Bonn



Kundennummer yxz
Rechnungsnummer &/&$&%§/&%)(/?=)`?))=(/(%, Mai 2008



Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Befremden habe ich heute festgestellt, dass, trotz meiner Kündigung (Schreiben vom 16.04.2008) von Ihnen erneut ein Betrag von € 24,20 für den Monat Mai 2008 abgebucht wurde. Ich bin nicht nur befremdet, ich bin kurz davor, wegen dieses erbärmlichen Affentheaters Presse, Funk und Fernsehen einzuschalten. Falls es Sie interessiert, was ich mit Affentheater meine, verweise ich auf meine Schreiben vom 16.04., 05.05., und 16.05.2008 unter der gleichen Kundennummer.

Ich bitte um unverzügliche Rückzahlung des abgebuchten Betrages, inklusive des für dieses Schreiben erforderlichen Portos in Höhe von 4,40 €.

Zudem bitte ich, nach beinahe 2 Jahren und diversen Schreiben, endlich nicht nur zur Kenntnis, sondern auch zu Ihren Unterlagen zu nehmen, dass ich nicht mehr an der Anschrift AlteStraße 20 in Lilystadt wohne, sondern an der neue Straße 234234 (s.o.). Demzufolge werden mich dort keine Briefe erreichen.

Mit soeben noch höflichen Grüßen,





Lily. Die mehr als Angepisste.


EDIT:

Wie man der Geschichte nicht ohne weiteres entnehmen kann, habe ich gestern einen Stapel Rechnungen erhalten, die ich bei der T-Com angefordert hatte. Dabei war auch die Rechnung für Mai 2008- nach Eingang der Kündigungsbestätigung zum 30.04.08 war das schon ein Witz. Ein besonders schlechter, geschmackloser und allgemein verabscheuungswürdiger Witz war dann, dass diese Rechnung tatsächlich abgebucht wurde- und diesmal kein Hare-Krishna-Jünger in rosa Umhang es für nötig befunden hat, die Rechnung mal mit der aktuellen Anschrift zu versehen. Und mir anschließend einen erfolgreichen Tag oder so zu wünschen.
Ich war stinkwütend, als ich den obigen Brief geschrieben habe, und dies war ich immer noch, als ich ihn den Händen der DPAG übergeben habe. Aber er ist genau so rausgegangen.
Obwohl mich zwischendurch der Gedanke gestreift hat, dass das vielleicht genau so ein Fall ist, wie er in allen möglichen Bereichen passieren kann- es geht etwas schief, und ab da geht eigentlich alles schief. Die Bürokratie-Variante von Murphys Gesetzen.
Das ist mir aber inzwischen eigentlich auch egal. Schließlich ist mir das a) schon passiert, b) haben sich deswegen Leute beschwert und c) hab ich das durchaus verstanden, und mich mit einem Nicht-Textbaustein-Brief versucht, zu entschuldigen und fürderhin alles besser zu machen. Allerdings hat in Briefen an mich noch keiner das Wort "Affentheater" benutzt.

Die Kosten für Einschreiben mit Rückschein haben vorhin dann die 30 € Marke überschritten.
Immer noch billiger als ein Rechtsanwalt. Obwohl ich bereits überlege, wo ich notfalls einen finde, der böse genug schreiben kann. Aber ich kann ihm ja das Händchen führen, wenn er Skrupel hat.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Lily,
Geld spricht eine deutlichere Sprache als Briefe. Ich würde Deiner Bank den Auftrag geben, den kürzlich abgebuchten Betrag zurückbuchen zu lassen, so lange bis sie's kapiert haben (bzw. bis die Buchhaltung es an betreffende andere Abteilungen weitergegeben hat (oder bis der Telekom-Computer/Roboter es kapiert hat, falls es dort gar keine echten Menschen mehr gibt, die sowas wie Sachbearbeitung machen. Aus literarischer Sicht kann die Story jedenfalls ruhig noch eine Weile weitergehen, dann haben wir alle was davon!

Nicht ärgern!
Alles Liebe,
Paula

Georg hat gesagt…

Ich würde mich schon freuen, wenn die T Com dann einen ihrer üblichen Briefe loslassen würden:
.... sehen wir uns gezwungen bei Nichtbeachtung und - zahlung den Anschluss Alte Str. 20, Lily Stadt zu sperren und Sie von der wunderschönen Welt der T - Com zu Beamen...

Sollen sie doch.

Wo kein Haus, da kein Anschluss...

P.S. Die Kundenniederlassung West ist gerade mal 9,8 km von hier entfernt.Ich werde mal persönlich nachsehen, was da für ein Depp den Buchstaben L verwaltet...

Lily hat gesagt…

Hallo Paula, hallo Georg,
ich glaube auch, die Rechnungen macht ein Außerirdischer. Und vermutlich waren gerade Mars, Venus und Uranus in einer Schleife, und Merkur im Rückzug, und insofern der direkten Nachrichtenübertragung von Bonn nach Alpha Centauri oder so im Wege. Statt dessen gab es eine intergalaktische Rückkopplung, und das Echo, ja mei, hat eben die 24,20 abgebucht. Soll'n mer doch froh sein, dass nicht schon Weihnachten ist. Oder die Rückkopplung zwischendurch die Gestalt eines rosafarbenen Riesen-T angenommen und die Erdbevölkerung ausgelöscht hat.
Rückbuchung mach ich deshalb nicht, damit ich die 4,40 Porto wiederbekomme. Wenn ich die Lastschrift storniere, komm ich mir bei 4,40 allein aber extrem kleinkariert vor, da fordere ich lieber 28,60 zurück.
Und dass ich bei einer Rückbuchung die 4,40 € nicht hätte ausgeben müssen, weiß ich zwar, aber dann hätte ich nicht so wortreich meinem Ärger frische Luft verschaffen können.
:-)
Lily

renate hat gesagt…

Ich schließe mich Paula an: aus literatischer Sicht darf die Sache sich noch lange hinziehen. Lachen ist nämlich gesund und gut für‘s Gemüt (mein Gemüt).

renate hat gesagt…

literarischer ... meinte ich natürlich