Montag, 13. Juni 2011
Samstag, 11. Juni 2011
Der abgeschlossene Fotoroman.
Wie man vielleicht erkennt, war ich heute im Zoo in Wuppertal, in geheimer Lauschmission. Leider hat sich dann eine Schulklasse vorgedrängelt, kurz bevor ich die Neuigkeiten über den Tierpfleger mitkriegen konnte. Aber so spielt das Leben: Man kann nicht alles haben.
Schönen Samstag noch,
vonne Lily
Donnerstag, 9. Juni 2011
Entscheidungen.
Mittwoch, 8. Juni 2011
Fragen, Fragen...
und hier ein paar Antworten:
-Also, vor einem Jahr bin ich in die Klinik gegangen, nachdem ich mich über Jahre schlicht geweigert hatte, das in Erwägung zu ziehen. Ich war drei Monate "weg", und bin danach nicht geheilt, aber mit nur noch einer mittelschweren Depression und mit Medikamenten entlassen worden. Da meine Heimat-Therapeutin während meiner Abwesenheit selbst schwer erkrankte, hab ich die ambulante Therapie nicht weiter fortgesetzt, und bin daher derzeit nur auf Medikamente eingestellt. Die vertrage ich ganz gut, und hab auch nicht den Eindruck, dass sie mich am Leben hindern- im Gegenteil.
In der Klinik habe ich sehr viel Glück gehabt, dass ich einigen Menschen begegnet bin, mit denen ich ein paar Gehirnwellen gemeinsam habe- und die sehr wichtig geworden sind. Leider konnte ich sie, ebenso wenig wie meinen besten Freund, dazu überreden, nach nebenan zu ziehen. Kontakte sind daher immer mit viel Zeit auf der Autobahn verbunden. Aber das lohnt sich, auf jeden Fall!
Therapie im eigentlichen Sinne möchte ich derzeit nicht machen, da ich finde, eigentlich genug geredet zu haben. Gruppenarbeit, nonverbale Therapieformen, Körpererfahrungsgeschichten et cetera würde ich gerne mal näher ansehen, suche da aber noch nach geeigneten Angeboten. Wer weiß, was sich da noch findet.
-Meine Bilder hängen während der gesamten Zeit in Wuppertal. Ich hab leider keinen Schimmer, wieviel Platz für jede von uns ist- manche meiner Bilder sind schon recht groß, das könnte etwas enger werden. Toll wäre es natürlich, wenn sich wirklich was verkaufen würde. Aber das Wichtigste ist für mich, überhaupt den Mut aufgebracht zu haben, mit den Bildern an die Öffentlichkeit zu gehen.
Wer weiß- vielleicht sind es das nächste Mal Fotos. Wobei ich keine Ahnung habe, wie man das technisch angeht. Alles, was ich fotografiere, ist derzeit für die Ansicht am Bildschirm bearbeitet. Wie zuverlässige Quellen jedoch angedeutet haben, sind Druckfarben noch etwas komplett anderes. Und da muss man erstmal ein Labor kennen, dem man vertraut- und dann braucht man auch noch eine Idee, wie man die Bilder aufhängt. Aber das sind technische Details, die lassen sich lösen :-)
Einen schönen Abend zusammen
vonne Lily
Ausstellung...
Die Ausstellung beginnt am Sonntag, dem 18.06.2011, und endet ca. Mitte September. Ausstellungsort ist die FrauenBeratung und Selbsthilfe e.V. in Wuppertal.
Wir stellen als Gruppe aus, und zwar mit all denen, die derzeit in der Ateliergemeinschaft mit Elena malen.
Alle Bilder, die ich ausstelle, werde ich hier auch posten, und natürlich gibts Fotos von der Eröffnung, falls ich nicht vor lauter Aufregung die Kamera fallen lasse.
Ich fürchte zwar, meine Bilder werden gegen Elenas Werke gnadenlos abkacken, aber sie malt ja auch schon ihr ganzes Leben lang, oder zumindest seit dem sie einen Stift halten kann. Es werden sowohl ältere als auch neuere Bilder zu sehen sein, die sämtlich sehr unterschiedlich sind, zumindest meine. Ich kann mich nämlich noch nicht entscheiden, ob ich abstrakt oder konkret malen soll :-) Verbindendes Element werden die Farben sein. Auch der Titel der Ausstellung weist darauf hin, denn dieser lautet: Die Welt in allen Farben. Das enthält den versteckten Hinweis darauf, dass sich unsere Ansicht der Welt, und zwar auch im Hinblick auf die wahrgenommenen Farben, sehr dadurch prägt, ob wir depressiv sind oder nicht. An meinen Bildern kann man sehr gut erkennen, wie grob- und großflächige, dunkel gehaltene abstrakte Bilder mit zunehmender Besserung der Symptome heller wurden, filigraner, konkreter, verspielter.
Heute vor einem Jahr bin ich in die Klinik gegangen- die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.
Alles Liebe,
Lily
Die anderen
Bilder, die ich Euch auch nicht vorenthalten möchte.- Eigentlich das Übliche :-)
Ich mag diese Perfektion im Kleinen.
Es fehlt hier was: Kornblumen. Die sind irgendwie nirgendwo mehr.
Und es war Ostern- das erste Mal im Leben... (oder so)
Die Farben waren sogar noch eine ganze Ecke kitschiger, ich hab sie runtergedreht.
Sonnenaufgang, in ordentlich.
Und noch mal in so, wie er war.
Dienen alle dem gleichen Zweck, diese Dornen. Die Natur kriegt sie aber schöner hin. Ein paar Blüten würden mich sehr mit Stacheldraht versöhnen. Also gebt euch Mühe, ihr Drahthersteller.
Über den Wolken... träller...
Einen schönen Mittwoch!
Vonne Lily
Montag, 6. Juni 2011
A sea of clouds
Einen erfreulichen Start in die Woche
wünscht Euch
die Lily
Sonntag, 5. Juni 2011
Früh übt sich.
- Es gibt noch andere Dinge, die ich aus der Psychiatrie mitgenommen habe: Das Malen, zum Beispiel. In 14 Tagen hängen einige meiner Bilder zum ersten Mal in einer Ausstellung. Ein bisschen aufgeregt bin ich schon- andererseits ist es nicht so schlimm, weil sie da nicht allein hängen, sondern weil wir als Ateliergemeinschaft ausstellen. Da ich, trotz einer großen Anzahl von erzeugten Bildern, noch immer nicht sicher einen Stil entwickelt habe, ist das ein echtes Abenteuer. Dem Malen, vor allem aber Elena, verdanke ich eine neue Qualität in meinem Leben: Die Geduld. In den Anfängen habe ich bei einer Ergotherapie-Sitzung manchmal drei bis vier Leinwände gebraucht, die alle in Windeseile mit einer entsprechenden Menge Farbe versehen und flugs für fertig erklärt wurden. Ich hab immer noch mehrere Sachen gleichzeitig in Arbeit, aber brauche viel länger, bis ich was zu Ende gebracht habe. Viel öfter hab ich einen Plan, den ich verfolge- was nicht bedeutet, dass die Spontaneität leidet. Die findet statt, wenn ich die Grundierung für ein Bild mache. Da lasse ich nur die Farben und mein Bauchgefühl sprechen. Es kommt oft etwas Überraschendes dabei heraus, und das inspiriert dann wieder zu den Feinarbeiten, die sich durchaus über Wochen hinziehen können. Hört sich langweilig an, ist es aber nicht. Dieses Ausarbeiten, vom Groben ins Feine, fordert Konzentration und Stille, und das tut beides gut. Einmal in der Woche male ich immer noch bei Elena, dafür nehme ich die 140 Kilometer Hin- und Rückfahrt gerne in Kauf. Und oft sitzen wir da stundenlang und schweigen, und malen. Hier zu Hause ist das immer noch schwieriger, weil es mir an geeignetem Platz fehlt. Aber in Bälde, so hoffe ich, hat mein Sohn eine Wohnung und dann kann ich hier die nötigen Änderungen durchführen, so dass Arbeitsflächen fürs Malen und Nähen und sowas vorhanden sind. So langsam werde ich ungeduldig.
- So, und jetzt gehe ich raus, fotografieren. Irgendwas Positives muss ja dran sein, wenn man schon nicht schlafen kann.
Schönen Sonntag,
Donnerstag, 12. Mai 2011
Was wurde eigentlich
Sonntag, 8. Mai 2011
Hurra.
Hurra, sagt die Lily, und springt ein wenig in die Luft. Nicht allzu hoch, denn das macht das alte Gebein nicht mehr mit, aber ein bisschen- das muss genügen.
Denn: Gestern war die Bewilligung des Jobcenters in der Post, mein Sohn darf die angepeilte Wohnung anmieten. Für die, die sich jetzt wundern: Er hat sein Studium im Februar durch einen beherzten Abbruch beendet, denn nach 11 Jahren des Studierens hatte er nicht nur das letzte Bisschen Elan verloren, sondern auch noch eine leicht grummelige Mutter dazu gewonnen, die ein wenig angepisst davon war, dass immer noch der Lebensunterhalt des Sohnes sicherzustellen war, und, je älter er wurde, immer weniger Geld dafür zur Verfügung hatte. Der Gesetzgeber geht nämlich davon aus, dass die lieben Kleinen mit 28 oder, für die später Geborenen, mit 25 Jahren, endlich auf eigenen Füßen stehen, und stellt die Kindergeldzahlungen ein. Da ich Beamtin bin, und mein Sohn, ebenso wie ich, anstelle eines Arbeitgeberanteiles an der Sozialversicherung von meinem Dienstherrn die Hälfte der Behandlungskosten in Form der sogenannten Beihilfe bezogen, die sich am Kindergeldbezug festmacht, endete somit auch dieser Anspruch. Und ich musste ihn komplett privat krankenversichern, was Spaß macht, vor allem bei chronisch Kranken. Was er ist.
Also hab ich ab seinem 28. Geburtstag nicht nur auf das Kindergeld verzichten müssen, sondern satte 200 € im Monat an Krankenversicherungsbeitrag aufbringen müssen, die aber nur 90 % der Kosten deckte. Bei chronisch Kranken ein Lotteriespiel. Teure Medikamente können einen da schon herausfordern.
Mit 30 Jahren, die er dies Jahr im März erreichte, wurde das noch einen Tacken teurer, es waren dann knappe 400 €. Das alles neben den Kosten, die ein 30-jähriger noch braucht, um zu essen, sich zu kleiden und ab und zu mal vor die Tür zu gehen. Seit meinem Krankenhausaufenthalt, bei dem im Familiengespräch ein Urlaubs- bzw. Krankheitssemester eingeleitet wurde, hat er auch seinen Job an der Uni nicht mehr gehabt, so dass er komplett von mir abhängig war. Bei aller Liebe: Das ist nicht der Stoff, aus dem die gelassenen, ausgeglichenen Mutter-Sohn-Beziehungen geschmiedet werden. Und A10, was keine Autobahn sondern meine Gehaltsstufe ist, ist ohne die Zulagen für Kinder auch nicht mehr sehr witzig.
Ergo musste sich was ändern, und das hat es auch.
Er sucht eine Wohnung (und hofft, dass er die, die er sich ausgeguckt hat, auch bekommt, vermietertechnisch) und hat sich erst einmal eine Arbeit gesucht, eine, die man auch ohne Studienabschluss problemlos kriegt. Bei einer Zeitarbeitsfirma. Nicht der Traumjob, aber er ist erstmal zufrieden, wieder eigenes Geld zu haben. Bis alles sauber und rund läuft, bezieht er ergänzende Leistungen von der Agentur für Arbeit, bzw. dem örtlichen Jobcenter.
Und da hat er tatsächlich eine hübsche kleine Wohnung in Aussicht, ziemlich nahe bei, verkehrsgünstig gelegen an einem Haltestellenknotenpunkt und einem kleinen Vorortbahnhof, der in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen ist.
Und hier, hier wird sich was ändern, sobald er ausgezogen ist. Es freut sich drauf
die Lily
Samstag, 7. Mai 2011
Flora und Fauna, und Kunst.
Detail eines ihrer Bilder.
Blutahorn
Die Blüte, der Staub.
Eine Zeichnung für Elenas zweites Bilderbuch.
Ostern bei meinem besten Freund
Efeu
Salzverkrustetes Reisig im Gradierbau I in Bad Nauheim
Der Gradierbau als Ganzes
Der Gradierbau, noch mal.
Licht und Schatten
Die schönsten Blumen sind lila:-)
...auch nach dem Regen.
Selbst nassgeregnet in der Abfalltonne sehen Pusteblumen noch nach etwas Besonderem aus.
Salat, bei Barb.
Regen auf Spinnennetz, bei Barb. Sie hat einen ziemlich zauberhaften Garten.
...und auf einer Tulpe. Auch bei Barbara
Ich verstehe manchmal nicht, warum die als Unkraut gelten- sind doch so schön.
Weiße Blümelein, ich hab keine Idee, was das ist.
Katzen sind nützliche Tiere; sie können auch vor zuviel Sonne schützen. Das Bild ist von Elena.
Ich bin schwer eingespannt zur Zeit, und wenn ich nicht arbeite oder Bereitschaft habe oder Grey's Anatomy (alte Folgen, ein Geschenk! Ein Geschenk!!) anschaue, dann schlafe ich. Oder ich male. Manchmal nähe ich auch. Oder ich besuche Barbara oder Elena, meist für etwas Kreatives oder auch nur zum Reden. Aber oft gibt es Zeit zum Fotografieren, und über Ostern habe ich meinen besten Freund besucht- nach sehr langer Zeit wieder. Kinders, es wäre so schön, wenn ihr alle ein bisschen näher beieinander wohnen würdet. Lasst uns doch einfach alle zusammen ziehen.
Ach ja- der Soundtrack zur Zeit ist "Still", von Jupiter Jones. Und Pink, Greatest Hits (so far).
Die Sonne scheint, es ist Samstag, eine ziemlich volle Woche ist hinter mir. Neue Erkenntnis ist, dass Stress mir Kopfschmerzen macht und die Haut an meinen Händen auch keine Aufregung mag, sie hängt in Fetzen. Da nützen auch die Psychopharmaka nicht viel- aber das hat jetzt ein Ende, ab heute ist nur noch viel Arbeit zu bewältigen.
Ich hoffe, ihr genießt euer Wochenende.
Alles Liebe,
vonne Lily
Samstag, 30. April 2011
Die Lösung.
Jawohl.
Freitag, 29. April 2011
Weibisch.
Trotzdem: Prinzessin sein, vor allem Prinzessin Lily sein, ist unschlagbar. Man kann Kleider tragen. Hat man keinen Bock auf viel Stoff, tuts auch eine Jeans. Da kann der Prinz nur die Augen verdrehen- soviel Auswahl hat er nicht. Es sei denn, er heißt Prinz Charles und das Röckchen ist kariert.
Was mich daran erinnert… heute heiraten der Willi und die Käthe. Was sich anhört wie eine Annonce aus der Zeit meiner Großeltern ist in Wahrheit ein tagesaktuelles Ereignis, spielt es sich doch in London ab und die beiden heißen Willjäm und Käät. Und soviel Alltagsprinzessin bin ich ja tatsächlich noch: Ich weiß, erstens, dass die zwei heut heiraten, ich weiß, zweitens, dass jeder, der eine Feder oder eine Tastatur oder eine Kamera bedienen kann und Zugang zum Netz hat, darüber heute berichtet, und sei es nur, indem er genau dies Thema absichtlich und gar nicht, nie nicht, berührt. Auch das Ignorieren einer Tatsache ist ein Hinweis auf die Existenz derselben, wie Sherlock Holmes sagte (und falls nicht, hätte er das jedenfalls sagen können. Schließlich ist es wahr).
Donnerstag, 14. April 2011
Alles so schön bunt hier!































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