Dienstag, 30. Juli 2013

Learning English, anyone?

Weil ich ja weiß, dass mir Urlaub ohne Plan nicht gut tut, habe ich mich dieses Mal entschlossen, was zu tun. Nein, eigentlich war es umgekehrt: Ich hab da was gesehen, und daraufhin eine Woche Urlaub eingesetzt, um es auch zu kriegen...
Einen Intensivkurs Englisch, die ganze Woche, jeden Tag von 9 bis 15 Uhr. Letztens nämlich stand eine Frau in meinem Büro, die Hilfe brauchte. Die kam aus einem Land im Nahen Osten, über Kanada- und ich wusste nicht mal die Worte für Sozialamt, Jugendamt, Sprechstunden und so weiter, und kam mir mit meinen 40 Jahren Englisch doch total bekloppt vor. Fürs Krimilesen und Nachrichtenhören reicht's, auch die New York Times kann ich lesen- aber nicht mal einer Kundin beschreiben, wohin sie jetzt vorzugsweise ihre Behördenaktivitäten richtet? No way.
Außerdem schrub ich ja schon mal, dass die Besetzung meines Amtes eine dünne ist, und ich meistenteils allein da herum springe. Das geht so weit, dass ich manchmal eine ganze Woche lang niemanden sehe, bzw. dass mir einfach Menschen in meinem Umfeld fehlen. Zu Hause ist die Zweibeinerdichte ja auch nicht gerade die höchste denkbare. Um also der Vereinsamung entgegen zu wirken und mal andere Nasen zu sehen, hab ich mich gestern morgen seit 30 Jahren mal wieder richtig auf die Schulbank gesetzt. Mein Hauptwunsch ist es, möglichst viel Englisch zu sprechen, um meine Hemmungen diesbezüglich abzubauen. Dumm nur, dass mein Auto seit Tagen in der Werkstatt ist, und dass ich derzeit mit einem bunten Mix an Verkehrsmitteln durch die Gegend schippern muss. Naja, wenigstens sind Busse und Taxen klimatisiert- mein Auto ist es nicht. Das schwitzt jetzt ganz alleine vor sich hin... Arme Silbermimi.
Drückt mal die Daumen, dass sie wieder gesund wird, sie muss noch ein dreiviertel Jahr lang halten.
Ein H-Kennzeichen wird sie wohl doch nicht kriegen.
Einen schönen Tag!

DieLily

Mittwoch, 24. Juli 2013

Was es nicht alles gibt: Schauen und Staunen mit Lily

Das hier war mir neu:


Er ist ein Gott!

Witzig fand ich ihn immer schon, aber das ist fast ein bisschen viel des Guten.


Dienstag, 23. Juli 2013

Dam-di-dam




Der Sommer kam ins Land gezogen, und hat mich wieder spüren lassen, dass ich so gar kein Kind der Sonne und der Hitze bin. Oder, besser gesagt: Tagsüber lasst es ruhig 30 ° haben, aber bitte, bitte, bitte, gönnt mir eine Nacht lang Ruhe vor den Temperaturen. Trotz tagsüber heruntergelassener Rollläden, geschlossener Fenster (werden erst geöffnet, wenn es draußen wärmer ist als drinnen) und eines nächtelang laufenden Ventilators kann man nicht behaupten, dass die Nächte im Hause Lily derzeit erholungsfördernd und erquickend sind (noch so ein schönes, zu Unrecht aus der Mode gekommenes Wort. Er-QUICK-end- hört sich doch sehr knackig und zitronig an, oder?)
Als ich ein Kind war, war es noch schlimmer. Die Anzahl der Menschen, mit denen ich ein Zimmer teilte war höher (3 damals, heute 0) der Ventilator von erheblich geringerem Wirkungsgrad, und das Zimmerchen mit jeder Menge Schrägen unter einem nicht isolierten Dach (es waren halt die Sechziger, wir hatten ja nix, nicht mal Schatten) war eine Hitzehölle, jede Nacht.

Es war auch kälter im Winter (Eisblumen am Fenster, und am anderen Ende des Raums bullerte der Kohleofen) sowie ganz allgemein furchtbar eng. Ein Stockbett für Schwester und mich, merkwürdige Stahlnetze als Lattenrostersatz, Schaumgummimatratzen mit einem siebziger-Jahre-Spiegeleiermuster in rot und orange, blaulackiertes Stahlgestell mit scharfen Ecken und Kanten- der geschmackliche GAU. In dem Raum war kein Platz für auch nur einen Schreibtisch (Hausarbeiten wurden am Küchentisch gemacht, auch zu viert, so ähnlich wie in einer Zwergschule) und mein Neid galt all den Freundinnen mit einem eigenen Zimmer.

Später dann beschlossen meine Eltern, dass vier Kinder in einem Raum ein No-Go wären (sie haben es anders ausgedrückt, aber ihr wisst schon), und quartierten mich zu Oma aus, die in unserem Haus eine Wohnküche, ein Bad und ein Schlafzimmer hatte. Da durfte ich dann in den folgenden 8? 9? 10? Jahren schlafen: In der linken Hälfte von Omas Ehebett.
Das erklärt vieles, vor allem meinen Drang, möglichst viel Strecke zwischen mich und andere Schläfer zu legen, egal, wie verbunden ich diesen Personen tagsüber auch sein mag. Nachts bitte Abstand, Herrschaften!

Wie dem auch sei, ich hab es geschafft, trotz dieser Abstandswünsche mit 17 schwanger zu werden (NICHT in Omas Bett) und teilte mir daran anschließend dann ein Zimmer mit Schwester und Sohn. In den alten Oma-Ehebetten. Mit dem Kind in quergestelltem Gitterbett am Fußende. Da kletterte der Knabe dann nachts gern raus, nur um mit schlafsackumpacktem (warum meckert hier keine Rechtschreibkontrolle??) Windelhintern dann in der Besucherritze hoch zu robben und sich quer zwischen Schwesters und meinem Kopfkissen zu parken. Und, bingo, es war wieder eng und „gemütlich“.

Brrrr.

Vermutlich liegt es daran, dass ich am liebsten allein schlafe- allein im Bett, allein im Zimmer, allein in der Wohnung. Und dass der Gedanke daran, mir mit jemandem eine Bettdecke teilen zu müssen, für sofortige Schnappatmung sorgt.

In diesem Sinne: Stay cool J

Die Lily.

Sonntag, 21. Juli 2013

Effektive Hindernisse

Was auch noch unter die "Muss ich nicht haben"-Rubrik fällt: Kommentarverhinderer. Wie man mir berichtete, ist die Captcha-Abfrage offenbar zum Teil sehr unwillig, wenn es darum geht, richtige Eingaben zu erkennen.
Bis auf weiteres, also bis sich der Spam zur Decke stapelt, daher ohne Captcha.
Mal sehen, wohin das führt...


Freitag, 19. Juli 2013

Muss ich nicht haben, Teil wasweißich. Enthält Katzenstreu und Klopapier




-         Berührungslose Seifen/Desinfektionsmittelspender. So was von komplett überflüssig- denn, sofern man das, was in den Spendern drin ist, nutzt, sind die Hände ja wohl danach schön sauber. Oder? Wenn nicht, hat man es nicht richtig gemacht. Dann hat man aber mehr Probleme als nur die Keime vom Seifenspender.

-         Shampoo und Duschgel vom selben Anbieter- es sei denn, es ist so deutlich und groß beschriftet, dass ich das auch mit unbebrillten Augen in der Dusche noch lesen kann. Hab mir nicht nur einmal mit Duschgel die Haare gewaschen. Und letztens mit Bodylotion, die irgendwer auf dem Badewannenrand abgestellt hatte.

-         Die Sorte Belüftungsgebläse im Auto, die im Sommer gern eine Schaufel voll Pollen, Staub und Blätterstückchen direkt ins Fahrerinnengesicht befördert. Kommt gut, wenn man gerade transpiriert. Danke auch.

-         Die Wahl zwischen Stinken und Schleppen- bei der Frage, welche Katzenstreu ich kaufe. Entweder, ich kann sie tragen, dann ist nach spätestens drei Tagen eine weiträumige Umgehung der Klos nötig. Oder die Klos müffeln nicht. Dann hab ich mir einen Bruch geschleppt. Halt, es gibt noch eine dritte Variante… Stinken, Schleppen oder Pleite. Denn die Klumpstreu gibt es auch im Handtäschchenformat. Dann lässt man aber ein halbes Monatsgehalt an der Kasse und rennt sechs Mal, bevor man genug Zeug im Haus hat, um die Kästen für die Pelzstinker zu befüllen. Die Sorte, die ich derzeit habe, ist mit einem dezenten Babypuderduft gehübscht. Das löst bei mir olfaktorische Reminiszenzen von Babywindeln aus, die nicht hundertprozentig positiv sind, aber einer Ammoniakwolke vorzuziehen. Definitiv.
Wer schreibt eigentlich das Gewicht von Klumpstreu vor?

-         Unhöfliche Vorgesetzte, die eine Mail einfach mit dem Namen beginnen („Frau Müller!“, Ausrufzeichen optional)… ein „Hallo“ oder „Guten Morgen“ kostet keinen müden Cent. Wenn die Arbeitszeit, die dafür drauf geht, zu teuer erscheint, dann verdient der Chef zuviel oder tippt zu langsam- beides ist unerfreulich und erfordert sofortige Justierung.

-         Bürobesetzer, die keine Übersicht über ihre Dateien haben und jeden Scheiß ausdrucken- wenn möglich, gleich mehrfach. Die als .pdf verfügbare Publikationen bestellen (lassen), als Broschüre, für Geld. Trotz kostenloser Download-Option. Und am besten in mehreren Exemplaren.

-         Geizige Zentrale Einkaufsabteilungen, die so billiges Klopapier kaufen, dass man es neunfach falten muss, damit es nicht schon an der Luft zerfällt. Anschließend verbringt dann der Mitarbeiter eine Viertelstunde auf dem Klo, um die Restfusseln aus unaussprechlichen Ecken heraus zu fieseln. Das spart, echt!

-         Menschen, in deren Vorstellungen Telefonleitungen nur in eine Richtung funktionieren, und die einem, sobald man sie anruft, ein vorwurfsvolles „Meldest du dich auch schon wieder??“ um die Ohren hauen. Das macht Lust auf noch mehr Telefonanrufe!

-         Und schlussendlich die Leute in meiner Dienststelle, die das Privateigentum achten. Und zwar so sehr, dass sie die Spülmaschine (die offenbar meine zu sein scheint) niemals be- oder entladen, geschweige denn einschalten. Knickt euch ins Fie, ihr Lieben!



Ich wünsche allen ein schönes Wochenende. Produktentwicklern, PR-Leuten, Katzenstreuproduzenten, Vorgesetzten, Kollegen… und das schönste aller Wochenenden allen meinen LeserInnen.

dieLily.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Mir fällt kein Titel ein.



Seit ich lesen kann, hab ich die feste Überzeugung, dass zum täglichen Lesepensum eine Tageszeitung gehört. In meinem Elternhaus hatten wir die beiden lokalen Zeitungen im Abo (mir fällt jetzt erst auf, wie ungewöhnlich das für einen „Arbeiterhaushalt“ gewesen sein muss, vor allem wegen der ja immer schon recht hohen Kosten).
Nach meinem Auszug von zu Haus abonnierte ich das vermeintlich progressivere der beiden Blätter, und behielt das bei bis ich vor einigen Jahren mal enorm pleite war- danach teilte ich die Zeitung mit einer Kollegin.
Dann hab ich über zweieinhalb Jahre kein Abo mehr gehabt. Meine Mutter weiß das bis heute nicht- für sie ist es unvorstellbar und sehr kritikwürdig, nicht mindestens eine Printausgabe zu lesen sowie einmal täglich die Tagesschau zu sehen (und im Hintergrund dudelt WDR 2 seine Nachrichten…)
Seit ich hier, wo ich jetzt bin, arbeite, lese ich wieder zwei Presseerzeugnisse am Tag, die TAZ und eine Zeitung mit Lokalteil. Ich muss lesen, denn ich mache den Pressedienst für meine Dienststelle.
Natürlich könnte ich auch jeden Tag das Netz abgrasen, um zu schauen, ob es dort was gibt, was einschlägig berichtet- aber dann lieber Papierexemplare, die quälen mich nicht mit undurchsichtigen Suchfunktionen.
Ich muss feststellen, dass ich Tag für Tag ungerner (das ist ganz bestimmt ein Wort) lese. Denn mal abgesehen von dem ein oder anderen Grinser für die ein oder andere respektlose TAZ-Äußerung kann man eigentlich nur noch ein Gesicht ziehen, wenn man den Rest so verfolgt. Herrschaftszeiten- wird das immer schlimmer mit der Welt, oder macht das die schiere Konzentration der Meldungen über den galoppierenden Irrsinn, der weltweit vor sich geht?
Meine Meinung über die Mitmenschen, vor allem über Politiker, wird schlechter und schlechter, bestenfalls empfinde ich diese Branche als hilflos, schlimmstenfalls als machtgeil, gierig und vorgestrig. Der Ausdruck „Untersuchungsausschuss“ erzeugt inzwischen nur noch Schnappatmung bei mir… und bestimmte Namen blendet mein Hirn schon von ganz allein aus.
Aber auch Exemplare der Gattung Otto Normalbürger sollten sich nicht in Reichweite meines Fußes begeben (oder wenn, mir nicht den Hintern zu wenden- das könnte sich als schmerzhaft erweisen). Leserbriefe? Bitte nicht. Da sind selbst die Kommentatoren des SPON fast noch besser zu ertragen. Es scheinen nur noch Petzen, Wutbürger, Trolle und Leute mit chronifizierten Störungen der Realitätswahrnehmung unterwegs zu sein, und irgendwer hat jeden einzelnen von ihnen mit einem Computer und einem Schreibprogramm ausgestattet.

Beispiel? Da ging es jüngst in einem Artikel um einen (zugegeben lachhaft langen) Namen für ein Gesetz- das längste deutsche Wort und so weiter. Das Gesetz war aufgehoben worden, und in dem Artikel wurde darüber berichtet. Nullrelevanz, aber halt ein Füllsel für die Blätter. Und mit Kommentarfunktion!!!
Keine drei Leserbriefe später war man dann wieder damit beschäftigt, für den Untergang der Welt Beamte (irgendwie deckungsgleich mit Gesetz, vermute ich) verantwortlich zu machen, und für das längste deutsche Wort war keine andere Strafe denkbar, als allen diesen beamteten Schmarotzern die Tür zu weisen oder, noch besser, sie mal vorsorglich zu inhaftieren.
Noch ein Beispiel?
Da schreibt jemand eine Kolumne, deutlichst als fiktiv ausgeprägt erkennbar- und jeder Vollhonk, der unfallfrei vorm Monitor hängen kann, muss sofort ausführlichst, entrüstet, ungebremst und humorlosestens Kritik üben. Dem Einen ist es zu seicht. Dem Anderen ist die (satirisch, satirisch!) geschilderte Episode ein Leuchtfeuer für den Untergang des Abendlandes. Der eine findet es witzig, der nächste meint, es zeuge von tiefen Störungen (inklusive Vorschlag, welche Krankheit es denn sein könnte)… es ist einfach unerträglich.
Mal ehrlich, gibt es dafür Geld oder was?
Die wohlwollendste Reaktion, die diese Leute erwarten können, ist m. E. ein „Geht’s noch? Wenn es dir nicht passt, verpiss dich und les woanders“- aber dummerweise gibt es auch noch Leute, die die komplett entgegengesetzte Meinung vertreten, ebenso kampflustig unterwegs und auch im Besitz eines Rechners sind. Die haben auch noch nie was von „Don’t feed the troll“ gehört, und empören sich dann wiederum in den Meta-Kommentierungen.

My brain hurts.

Was ich damit sagen wollte? Ich mag keine Zeitungen mehr. Leserbriefe gehen mir auf den Sender. Und Kommentare mag ich nur von euch lesen.

Schönen Tag zusammen!!

DieLily.

Dienstag, 9. Juli 2013

Eigenartig. Und seltsam, gleich mehrere Male!

Hm. Schaut euch doch mal die Kommentare unter dem letzten Posting an- ich sehe da aktuell 2, weiß aber definitiv, dass es vier waren bzw. sind. Diese vier sind mir bereits durch Blogspot an meine Mailadresse geschickt worden, einer davon war von mir selbst (daher weiß ich auch, dass diese Kommentare nicht einfach gelöscht wurden).
So langsam wird es seltsam.

Anderes Thema (wenn ich dazu dann auch keine Kommentare lesen kann, heißt das, dass das ganze Internet kommentiert, Blogspot die Kommentare aber nicht "durchlässt"?).

 In letzter Zeit habe ich nach langer Abstinenz mal wieder das Bedürfnis zu schreiben, und zwar nicht nur die Sorte Texte, die sich um neue Katzenfotos drehen oder um weltbewegende Erkenntnisse der Lily aus B. Was bietet sich da besseres an als ein Anknüpfen an vergangene Zeiten?
Nachdem ich  daraufhin das ganze Netz abgesucht habe nach der Schreibwerkstatt, in der ich vor Jahren Mitglied war und Kurzgeschichten geschrieben habe, konnte ich die eigentliche Seite nicht mehr finden. Da ich die besten meiner Geschichten hier recycelt habe, sind die Texte wenigstens nicht verloren... Vielleicht hab ich aber auch nur den Namen der Homepage nicht mehr richtig in der Birne und die Seite existiert weiter? Vermutlich nicht, denn damals hab ich unter Klarnamen geschrieben und eigentlich sollten die Beiträge somit für alle Ewigkeiten unverlierbar sein- oder? Angeblich kann auch noch mein Rentenversicherer in 25 Jahren Partybilder von mir bestaunen- die Texte aber sind nicht auffindbar. Seltsam... bereits zum zweiten Mal heute.
Es wär schade, wenn die Seite tatsächlich vom Netz wäre- weil ich es damals als guten Anstoß empfunden habe, jeweils zu einem vorgegebenen Thema zu schreiben. Daran konnte sich das Unterbewusstsein abarbeiten, und irgendwann in dem vorgegebenen Zeitraum hat es dann meist "klick" gemacht im Lilyhirn, und ich konnte mich hinsetzen, den Text runterhacken und danach schön auf 7000 Zeichen runterkürzen. Das Kürzen hat die Qualität ausgemacht, so glaube ich wenigstens. Die Texte, die von vornherein kürzer waren, haben mir im Nachhinein nicht sehr gefallen. Ich hätte gern gesehen, was sich aus dem Forum damals entwickelt hat... Wirklich schade drum.
Ihr alle, die ihr online oder auch sonst schreibt, werdet das kennen- einmal fiktionale Texte verfasst, und man geht nie wieder un-beobachtend durch die Welt. Und irgendwann hat man einen inneren Schreibstau- alles, was man so angesammelt hat, will raus. Mal sehen, ob ich in der Lage bin, die ein oder andere Idee rauszulassen und wieder zu beleben.
Wünscht mir Glück!
Schönen Tag wünscht
dieLily.

Nachtrag: Der Name der Seite ist mir wieder eingefallen. Die Texte sowie die Seite sind weg, aus welchen Gründen auch immer, das hat eine Recherche ergeben- sehr, sehr schade.
 

Donnerstag, 4. Juli 2013

Wild Life

Während meine Katzenschaft maximal am Balkonzaun vor sich hin klappert und Karl weiterhin seine merkwürdigen, bell-ähnlichen Laute von sich gibt, kam gerade der dicke Nachbarkater vorbei... mit einem jungen Kaninchen (oder einer recht moppeligen Ratte) im Maul. Ich tippe auf Kaninchen, denn die Sorte Ratte hat mit Sicherheit einen Waffenschein. Außerdem mag ich den Gedanken an Ratten in der Nähe meiner offenen Balkontür kein bisschen *grusel*

On a totally unrelated basis:
Am Samstag hatte ich die Ehre und das Vergnügen, auf der Hochzeit einer lieben Freundin, der unvergleichlichen Kate, die Kamera schwingen und das Making-Of fotografieren zu dürfen. Selten hat mir was mehr Spaß gemacht- ich hab aber höchstderomyself noch nie so eine schöne Braut gesehen. Ich hab alle Leute bedauert, die da mit Handy und Kleinstkamera herumfuhrwerkten, weil ich mit dem Tele "durfte" und somit ganz nah dran war. Eine schöne Braut, ein gut aussehender Bräutigam und der erste sonnige Tag seit gefühlten Wochen- irgendwer hat da bestimmt seinen Teller leer gegessen. Mehrfach. Ich auch, aber erst auf der Hochzeit. Das Essen war nämlich sehr lecker, außerdem hab ich mir ein Stück Hochzeitstorte erkämpft, mit Marzipanrosen drauf. Was mich dran erinnert hat, dass ich auch mal eine gebacken habe, dreistöckig, mit Zuckergussmantel und ebenfalls Marzipanrosen dekoriert. Nicht für mich (tut man bestimmt nicht), sondern für meine Schwester, deren Ehe (im Gegensatz zu den meinen) sich als stabil erwiesen hat. Daran muss es (das mit der Ehe-Haltbarkeit) gelegen haben, ich hatte nämlich bei keiner Hochzeit eine Torte. Und kein weißes Brautkleid. Ob was dran ist an dieser These? Hm. Ich glaub schon. Wie dem auch sei: Kate und ihr Mann sollen leben, lange und glücklich und zusammen. Jawoll.


Der hier war Zaungast bei den Vorbereitungen für die Hochzeit:

Mikesch, der Nachbarkater
 Und der wartete mit uns auf das Ergebnis des Frisierens:



Der Friseurinnenhund. Ein entzückender Jack-Russell/Mopsmix.
Sagt dreimal schnell hintereinander "Magischer Mopsmix". Wer dann keinen Knoten in der Zunge hat, darf ein Bonbon essen.

Bis dahin- gehabt euch wohl!

Meint
die Lily


Mittwoch, 26. Juni 2013

Njam...

Äußerst lecker, auch für Gemüse-roh-Bevorzugende wie mich: Netto, Beste Ernte "Grüne Mischung extra zart". Erbsen, Bohnen, Broccoli (wenig) und Rosenkohl (viel, zart), mit einem Klecks Butter (anstelle der kletschigen Sauce). Ansonsten nur etwas Zucker, Salz und Pfeffer dran... ab in die Microwelle und nach 7 Minuten ist das fertig. Esse ich oft ohne irgendwas dazu. Heute Mittag gab es Basmati als Beilage, den ich erst 7 Minuten mit der halben üblichen Menge Wasser in die Welle gestellt habe, und daran anschließend das TK-Gemüse drauf, nochmal 7 Minuten auf dem Drehteller-Karrussel und schon war die Lily sehr, sehr glücklich.
Außerdem hab ich mir heute gegönnt
a) ein neues Telefon (alle meckern, dass das alte so schlecht verständliche Sprache macht) und
b) einen Satz PC-Lautsprecher (Logitech, die billigsten- das reicht für alte Ohren allemal).
Ach, und drei Tüten Kaffeepads vom Hersteller meiner Kaffeemaschine. Ab und zu muss der Kaffee mal ein stärkerer sein, und das ist sowohl bei der Herstellermarke der Fall, als auch bei den Tchib*- Pads.
Konsumrausch hier im Hause Lily...
Die Katzen sind hochzufrieden mit den ganzen kleinen Schächtelchen und Tütchen (Gretel hat soeben mit einer Schachtel am Eckzahn das Wohnzimmer verlassen) und ich mit brummfreien Lautsprechern und einem zumindest optisch gelungenen Telefon. Es KANN gar nicht schlechter sein als das, was ich vorher hatte. Wünscht mir trotzdem, dass es nicht nur ein bisschen besser ist.

Einen schönen Mittwoch euch allen,

DieLily

Montag, 24. Juni 2013

Sehr schöner Versuch


Jetzt hats mich auch im Büro erwischt:

Sehr geehrte Visa/MasterCard,

Aufgrund einer automatischen Kalibrierung in Ihren Kundendaten
Vergleichen Statistiken, die Gefahr
Classified Nichtzahlung für Ihr Konto zu überdurchschnittlich

Um weiterhin die einfache Nutzung Ihrer Visa/MasterCard Konto
bitten wir Sie, Daten - als Sicherheit gegen Verluste - bei uns neu registrieren.

Sie können Ihre Daten mit Hilfe des beigefügten Formulars.

Wir entschuldigen uns für eventuelle Unannehmlichkeiten entschuldigen
Vorgehensweise ist nicht auf den zunehmenden Betrug
erforderlich.

Am besten gefällt mir der letzte Satz. Allein schon für die Schlampigkeit dieses Versuchs sollte man die Leute kräftig beuteln.
Schönen Montag noch, alle Ihr da draußen!

Vonne
Lily

Samstag, 22. Juni 2013

Kopfkraulbürstendinger

Kennt ihr diese Draht-Dinger mit der kleinen Griffstange, mit der man sich und anderen den Skalp massieren kann? Sehen ein bisschen aus wie ein Schneebesen, dem man die Schlaufen unten abgeknipst hat. Vorhin setzte ich mir meines auf und wollte gerade damit beginnen, mir ein bisschen das Köpfchen zu streicheln, als das Telefon klingelte.
Nach dem Telefonat wollte ich dann einkaufen fahren.
Zum Glück ist mein Auto nicht so groß, sonst hätte ich vielleicht beim Einsteigen nicht gemerkt, dass ich das Drahtding noch auf dem Kopf hatte. Und ihr hättet wieder Geschichten aus der Ballerburg lesen können.


 Hmpf, meint
dieLily.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Abschied/ Farewell

Nachdem sie es seit einem Jahr angekündigt hat, hat Shannon am Samstag aufgehört zu bloggen.
Ich hab dort mitgelesen seit 2006, sie ist und bleibt für mich ein Leuchtturm in der bloggenden Landschaft- und wenn sie die Texte nicht aus dem Netz nimmt, werde ich auf jeden Fall von Zeit zu Zeit wieder dort sein...

After announcing her farewell to the world of blogging, Shannon from Everydaystranger closed down her blog on saturday. I read there since about 2006- she has been a landmark in the blogging world for me ever since. I feel sad, and I surely will return to enjoy the beautiful and poetic language and the great pictures.
I'll miss you, Shannon- take care.

Lily

Dienstag, 11. Juni 2013

Gastposting! Von Steffen!



Herrschaften, letztens dachte ich über einen Tapetenwechsel nach, und prompt tat sich, beinahe wie ein Zeichen, eine Möglichkeit auf.
Natürlich habe ich sofort mit einer Initiativbewerbung reagiert. Hier ist sie....

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie ich aus gut unterrichteten Quellen vernahm, ist in Ihrem Betrieb eine Stelle vakant, wie man so schön sagt.
Da ich mir sicher bin, in Ihrem Hause eine gute Figur zu machen, bitte ich Sie hiermit um die Gelegenheit eines persönlichen Gesprächs und/oder die Möglichkeit eines Betriebspraktikums als Papst.
Ich hoffe, Sie lassen sich nicht von meinen protestantischen Wurzeln auf's pastorale Glatteis führen, denn ich war bereits früh in beiden Kirchen zu Gange. In der katholischen Dorfkirche wurde mir drei Jahre in Folge die Ehre zuteil, zum "Messdiener der Herzen" gewählt zu werden. (anbei zum Beweis mein "Messdiener der Herzen" - T-Shirt...wenn es keine Umstände macht, hätte ich es gern wieder zurück.)
Des Weiteren kenne ich 2 Marias und einen Josef, kann dies ein Zufall sein? Ich glaube nicht.

Selbstverständlich habe ich mich mit der Arbeit meines Vorgängers befasst und in diesem Zusammenhang, sage und schreibe, acht Mal den Film "Der Exorzist" geschaut.
Ich bin, sozusagen, auf alles vorbereitet und auf das Schlimmste gefasst.
Außerdem ist ein gesundes Misstrauen kleinen Mädchen gegenüber immer von Vorteil.
Auch in der Aufzucht von Nachwuchskardinälen habe ich mich bereits belesen und ernähre mich beinahe ausschließlich von Oblaten.
Selbst in der Freizeit mache ich keine Pause in meiner Passion. Dieses Jahr zu Fasching teilte ich als Moses die Massen vieler Faschingsbälle. Natürlich adäquat verkleidet, mit meinem original zertifizierten Charlton-Heston-Echthaarbart.
Die Tatsache, dass ich Deutscher bin, wie der Herr Ratzinger (wie spricht man ihn denn jetzt eigentlich an? Papst a.D. Ratzinger? Ehemaliger oberster Hirte Ratzinger? Dem Herrn sein früherer Mitarbeiter des Monats?) gedenke ich zu einem Vorteil zu wenden. Wenn alle sagen: "Jaaaaa der Ratze war doch schon Deutscher...jetzt kann doch auch mal ein anderer den Urbi et Orbi intonieren."
Da sag ich, dass nicht mehr outgesourced wird. Schluss mit dem ewigen "Bäumchen wechsel dich", da ist ja gar keine Richtung mehr drin. Heute der, morgen der andere. Nee nee, so ja nicht. Was sollen denn die ganzen Kirchenbesteuerten denken? Gestern saß der Ratze fest am Ruder und heute ist's schon wieder ein anderer. Ja, und was ist morgen?
Denen schmettere ich entgegen: "Wir machen das jetzt Medici-Style. Bleibt alles in der Familie!"
Auch mit der Papstwahl wäre es vorbei. Kein tagelanges Warten auf das weiße Rauchwölkchen. Der Herr Ratzinger hätte einfach auf einen gedeutet und gesagt. "Der da!"
Tja, und "Der da" wäre dann der Papst gewesen. Ist ja schlussendlich der Wille des kirchlichen Oberschwergewichts, des Papstes himself.

Ach ich verquatsche mich schon wieder, aber auch das kann mir ja nur zu Gute gehalten werden. Dann stehe ich wenigstens nicht mit vergessenem Text vor Tausenden Menschen da und fange an mit "...äh...ja, nun...Hmm...puh, tja, und wie geht's Euch so?"
Nein, mache ich nicht. Ich werde da eine Stehgreifpredigt vom Stapel lassen, dass die Massen nach einer Zugabe verlangen. Des Weiteren bin ich gerade erst 40 - will sagen: Ich hab noch echt lange Zeit, um Gutes zu tun und den obersten Brückenbauer zu geben. So ein bisschen Vitalität im Amt hat noch keinem geschadet.
Bei mir fragt sich keiner, ob ich nach dem Kuss auf den Boden wieder aufstehe. Mit ein wenig Training mache ich sogar einen Salto rückwärts, nur um die staunende Menge kurz darauf zu fragen, was es denn zu essen gäbe.
Nebenbei spreche ich fließend Englisch. Das ist natürlich gerade dann hilfreich, wenn der Bono von U2 mal wieder eine Audienz hat. Mein Vorvorgänger musste sich ja das Geschwätz anhören und murmelte darauf Unverständliches. Nicht mit mir, hier sind klare Worte angesagt. Mit einem kernigen "Piss off, Buddy. I’m the new Pope in town" würde ich ihn in seine Rockstarschranken verweisen.

Gerade hab ich gehört, dass ihr euch da einen Argentinier geangelt habt. Nee, ich bin nicht sauer, ich kann warten. So lange könnt ihr aber die Bewerbung aufheben und drüber nachdenken. Ich klingle ab und zu mal durch, dass ich nicht in Vergessenheit gerate.
Haut rein,
Steffen

PS: Denkt an das T-Shirt!



Liebe Leute, 

der Autor dieser interessanten und lesenswerten Bewerbung sei euch allen herzlich empfohlen- ans Herz gelegt in Form seiner (und Michas) neuer Homepage "Polygaming.de". Dort frönen die Herren nicht etwa der Polygamie, was auch für Empörung unter den an ihnen interessierten bzw. ihnen amtlich zugewiesenen Damen sorgen würde. Nein, sie spielen und schweigen nicht! 
Ich durfte mich da auch schon mal auslassen in Form eines Gastpostings- über Frauen und Computerspiele, aber erst, nachdem ich mich wieder beruhigt hatte. 
Ich hoffe ihr hattet Spaß und geht mit einem Lächeln von dannen :-) 

Schönen Tag euch allen, 

wünscht die Lily
 




Sonntag, 9. Juni 2013

Drei


Ziemlich genau drei Jahre ist es jetzt her, dass ich zu meinem 12-wöchigen Aufenthalt in der Klapse aufgebrochen bin. Kaputt und vollständig fertig nach vielen Jahren Depressionen und ausgebrannt von mehreren Jahrzehnten des gleichen, mittlerweile sehr unbefriedigenden Jobs, trat die Lily an, die Welt zurück zu erobern.
Und, fragt man da, hat sie? Hat's was gebracht, die viele Kohle, die lange Zeit, die vielen Tränen?

Wisst ihr was? Das frag ich mich oft auch.

Die Antwort lautet ja - manchmal.

Ich hab dort so einiges gelernt. Unter anderem, wie man mit Komplimenten umgeht (nicht meine Standard-Ansprache durch andere, aber just in case kann man das ja mal lernen), Kontakte zu knüpfen, ein bisschen Umgang mit Farbe und Pinsel, die eher theoretische Wertschätzung von Routinen und Struktur. Die Praxis bei letzteren hat sich bisher nicht so recht ergeben, aber ich arbeite dran.

„Dran arbeiten“ ist der Allgemeine Seinszustand seit diesen 12 Wochen, hab ich festgestellt.

Sicherlich geht es mir verflixt viel besser, vor allem war das direkt danach der Fall, weil ich einfach total erholt war von der Zeit, in der ich mich um nix als mich selbst kümmern musste. Das war zwar super anstrengend, aber es entfielen Dinge wie Büro, Einkaufen, Kochen, Alleinsein. Eine Menge gutes Essen, serviert von netten Leuten, und ich bin sogar bereit, ein Frühstück zu mir zu nehmen.

Entlassen wurde ich mit der Diagnose „mittelgradige, chronische Depression“ und der Empfehlung, weiter Therapie in Anspruch zu nehmen. Aus verschiedenen Gründen sind alle meine Versuche, das zu verfolgen, gescheitert. Nicht zuletzt, weil mich die Qualität und Diversität der Angebote in der Klinik echt verbrannt haben für die übliche Tiefenpsychologisch orientierte Gesprächstherapie. Im Endeffekt musste ich nämlich erkennen, dass die Jahre der Gespräche selten zu den Ebenen geführt haben, in denen sich bei mir die innerpsychischen Knoten finden. Kunsttherapie und Musiktherapie waren die Mittel, um da was zum Knacken zu bringen, und haben zu sehr weitreichenden Ergebnissen geführt, sind aber nicht so einfach zu bekommen.

Was mir keine Therapie bisher zurück bringen konnte, sind die Jahre, in denen die Krankheit mich für Lernen und Erwachsenwerden blockiert hat. Mir fehlen beinahe alle Gefühle und Erinnerungen bis ich so schätzungsweise 15 Jahre alt war, außer bei schulischen Dingen. Schule war immer sehr positiv besetzt, daran liegt das vielleicht. Das wirklich üble bei diesen verlorenen Jahren ist, dass man nicht weiß, was passiert ist, sondern nur raten kann. Ich vermute also, dass meinem wachsenden und sich entwickelnden Gehirn die Störungen im Stoffwechsel nicht sehr gut getan haben und dass ich auch damals bereits sehr viel Zeit dort verbracht habe, wo ich es noch heute tue, wenn ich mich nicht zusammenreiße: Abseits der Realität. Nicht im Jetzt, nicht im Hier, sondern einfach woanders. Teilweise versponnen in irgendwelche Bücher, Filme, Spiele, aber wahrscheinlich mehr als häufig in Grübelhausen und Sorgenbrunn. Positiv ist, dass mir wer auch immer Schwänke aus meiner Jugend erzählen kann, die mir tatsächlich neu sind, negativ ist, dass man mir erzählen kann, was man will - ich kann es glauben oder auch nicht.

Die üblichen Dinge, die so ein Mensch zwischen 0 und 15 lernt, blieben also außen vor. Mein Verhalten in bestimmten Situationen ist daher oft etwas unangemessen, meist das einer überangepassten 8-Jährigen, deren Hauptanliegen ist, zu beobachten und nicht aufzufallen. Natürlich sind da auch 14-jährige Großmäuler unterwegs, und mit denen kann man sein blaues Wunder erleben.
Bis ich z. B. merke, dass mir Menschen nicht gut tun, ist der Schaden schon da, und die Konsequenz für mich lautet dann, mich zu verpissen und in meiner Burg einzuigeln. Inzwischen weiß ich das aber, und versuche manchmal, das nicht zu tun, denn das Ergebnis in Zeiten des Erwachsenseins ist leider, dass man Kontakte abbricht und keine neuen mehr bekommt, weil man einfach nicht mehr so viele neue Menschen trifft. Offensiv bestimmtes Verhalten einzufordern wird mir aber immer fremd bleiben, fürchte ich. Oder einfach nur entschieden meine Grenzen zu verteidigen... was nicht heißt, dass niemand merkt, wie es „da drin“ aussieht. Das merkt wahrscheinlich jeder, spätestens bei einem meiner seltenen aggressiven Durchbrüche, die dann leider oft soviel Porzellan zerschlagen, dass es nicht mehr kittbar ist.

Meist ist meine Umgebung aber vor mir sicher, weil es dann doch einfacher ist, Aggression gegen sich selbst zu richten- auch so ein doofes Kapitel. Ich hab mir selbst und meinem besten Freund versprochen, niemals Hand an mich zu legen- das kann ich versprechen. Nicht zusagen kann ich, wirklich alles selbstschädigende Verhalten einzustellen. Aber wer kann das schon?

Momentan arbeite ich gezielt daran, meine Angewohnheit, grübelnderweise Horror-Szenarien zu entwickeln, abzulegen und offener gegen das zu sein, was sich tatsächlich abspielt. Das geschieht mittels Atemübungen, meditativen Körperübungen und viiiiiiel Geduld. Des weiteren arbeite ich gegen das Verdrängen und gegen neurotische Voreinstellungen an. Das ist ziemlich spannend, weil es mir schon schwer fällt, überhaupt festzustellen, was eigentlich genau die Trigger sind, die bestimmte Verhaltensmuster und Reaktionen auslösen.

Aber wie dem auch sei: Ich bin mit den letzten drei Jahren zufrieden. Manchmal war ich sehr unglücklich, verwirrt und schief drauf, aber meistens ließ es sich aushalten und das ist doch auch schon mal was.

Oder?

Schönen Sonntag!!
Vonne Lily.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Ostern in den 60-er Jahren...

Wir hatten ja nix. Nich mal Farbe :)
Und das da bin ich, mitsamt der X-Beine, die ich immer noch habe...

Mittwoch, 5. Juni 2013

Heißer Tipp...

Wer sich, wie ich, gerne mal aufregt, der lese bitte das hier.

Oh brave new World...

Donnerstag, 30. Mai 2013

Katzenbilder, 100.001 und 100.002

Ist sie nicht schön? Und inzwischen so zutraulich.

Und Eddie, unterm Tisch auf seinem Lieblingsstuhl.

Sonntag, 26. Mai 2013

Lecker



Dieses Angebot macht mir Groupon:





Ich weiß nur nicht, ob das auch die Reihenfolge der Ereignisse des Abends sein soll. Wenn ja, dann reicht mir die Bleiche, damit ich die Bilder und Geräusche aus meinem Hirn ätzen kann.

Freitag, 24. Mai 2013

Meeeeh.



(Das da oben ist kein Tierlaut, jedenfalls nicht, dass ich wüsste).

Bis auf komische Stimmfühlungslaute, s. o., herrscht hier derzeit Stille.

Im Büro ist keiner, außer mir. In meiner Wohnung ist keiner, außer mir. Das ergibt nicht viele Leute, mit denen man wirkliche face-to-face-Gespräche führen kann. Mal abgesehen von den Katzen.

Irgendwie doof.




Mittwoch, 22. Mai 2013

To Falcon, with Love!

Die Lily                                                              Lilyhausen, 18.05.2013

Lilyhausstraße xy
Kundennummer 1234567890



An Vodafone


Ihre E-Mail vom …….


In Ihrer E-Mail teilen Sie mir mit, dass ich für die Rücksendung Ihres Leihgerätes eine 14-Tages-Frist aus der Kündigungsbestätigung nicht eingehalten hätte.

Es betrübt mich Ihnen mitzuteilen, dass ich eine solche Bestätigung niemals erhalten habe. Mein Vertrag mit Ihnen wurde bereits vor einem Jahr gekündigt, und zwar weil ich den Anbieter gewechselt habe. Die Kündigung wurde durch meinen neuen Anbieter vorgenommen- vielleicht haben Sie das entsprechende Schreiben an diesen geschickt?

Ich nehme diesen Vertragsablauf jedoch noch einmal zum Anlass, um Ihnen darzulegen, weshalb ich den Provider gewechselt habe.

Die durch den Vertrag mit Ihnen zugesicherte Leistung, nämlich HD-Fernsehen, konnten Sie an meinem Wohnort vom Vertragsbeginn an nicht anbieten- weshalb ich zu einem Konkurrenten Ihrer Firma gewechselt habe. Dass die Leistung nicht angeboten werden konnte, wurde mir in Ihrem Vodafone-Shop an der XY-Straße in Lilyhausen auch bestätigt, nachdem ich mehrere Tage lang versucht habe, dem TV-Center etwas anderes als Fehlermeldungen zu entlocken.

Ein um seinen guten Ruf und rechtlich einwandfreies Handeln besorgter Provider hätte dies zum Anlass genommen, die im Jahr 2012 abgeschlossene Vertragsausweitung (und damit auch Vertragsverlängerung) auf eben dieses Produkt HD-Fernsehen rückgängig zu machen, und nicht ein komplettes Jahr lang eifrig die „fälligen“ Beträge von meinem Konto abzubuchen. Den Begriff „Fälligkeit“ setze ich in Anführungszeichen, weil davon m. E. keine Rede sein kann, wenn die Leistung nicht erbracht werden kann.

Eine Auseinandersetzung mit Ihnen habe ich bisher vermieden, da ich aus einer früheren Konfrontation mit einem Ihrer Mitbewerber bereits eine ausreichende Anzahl haarsträubender Schreiben erhalten habe, und einfach keine Lust mehr hatte, mich mit Hotlines, automatisch erstellten Schreiben und dem Lesen von Textbausteinen auseinander zu setzen. Seien Sie jedoch versichert, dass ich jeden Monat in diesem Jahr durchaus versucht war, ein missgelauntes Schreiben aufzusetzen.

Ich bin auch niemals scharf darauf gewesen, Ihr Leihgerät weiterhin in Anspruch zu nehmen, das seit gut einem Jahr auf einem Schrank ein einsames Dasein fristete. Insofern können Sie es gern wieder zurück haben, kein Problem. Und ich kann Ihnen versichern: Es ist so gut wie neu!

Aufgrund der Tatsache, dass ich –wie oben ausgeführt- eine Kündigungsbestätigung niemals erhalten habe und die „Erinnerungsmail“ besonders unfreundlich und patzig daher kam, habe ich mich dann doch noch entschlossen, Ihnen meinen Unmut mitzuteilen, zu Ihrer Information und zu meiner Erbauung. Seien Sie außerdem versichert, dass ich Ihre Leistungen (mit denen ich bis April 2012 sehr zufrieden war) im Rahmen meiner Möglichkeiten weiter empfehlen werde.


(Die Lily)

... die mehr als gespannt ist, ob sie eine Antwort kriegt.