Freitag, 26. September 2008

Erinnern wir uns...



...an den wiederkehrenden Alptraum, der Wolf am Fußende unseres Bettes würde uns jetzt- jetzt gleich!- fressen...


...an das Gefühl wie der Rand vom Laufstall schmeckt, wenn wir drauf herum kauen: Glatt, gummiartig und irgendwie rot...


...daran, wie nass und kalt eine überfällige Stoffwindel an den Beinen klebt


...oder daran, wie es ist, wenn jemand einem eine störrische Strumpfhose aus Synthetik überstreift.


Erinnern wir uns wirklich daran?


Pausendialoge

Heute Mittag in der Stadt:
Eine erregte Diskussion zweier Menschen (offenbar Mutter und Tochter), in der man sich echauffierte darüber, was die „Scheiß-Beamten!“ alles so verlangten von einem Bürger…

Die Zuhörende (na gut, Lauschende) entnahm der sich anspinnenden, lautstark vorgetragenen Unterhaltung, dass man
a) Freitags mittags um eins
b) ein Amt aufgesucht habe (hier: BAFöG- Behörde) um dort
c) zu erfahren, dass das Amt keine Sprechzeiten habe. Auch zuvor hatten die „Scheiß-Beamten“ bereits
d) Unterlagen nachgefordert, nach denen man
e) keine Lust zu suchen hatte („Was weiß ich, wo der Scheiß rumliegt“).

Darf ich also festhalten, dass man eine finanzielle Leistung begehrte, für die man einzig einige Vordrucke auszufüllen hatte, und ein paar Belege vorlegen musste?

Zufällig bin ich darüber informiert, dass die entsprechenden Anträge von der ausgebenden Stelle sowohl mit den Sprechzeiten als auch mit der Telefonnummer versehen werden, unter der man sich Rat holen kann.
Man hat alle diese Informationen geflissentlich ignoriert, ist pünktlich mittags um eins an einem sprechzeitenfreien Tag da aufgelaufen, und hat, den Schilderungen zufolge, irgendeinem harmlosen anderen Behördenmitarbeiter eine Riesenszene gemacht, weil er sich nicht mit dem Fach Ausbildungsförderung auskannte und so dreist war, darauf hinzuweisen, dass die entsprechende Stelle am Freitag geschlossen sei.

Ich kann dem Mann nicht verdenken, dass er (vielleicht schon leicht genervt) wohl gegen Ende darauf hingewiesen hat, dass man sich die drei Etagen zu Fuß („Immer gegen die Behinderten!!!“) hätte sparen können, wenn man das Schild an der Eingangstür gelesen hätte, auf dem stünde, dass Freitag geschlossen sei.

Also haben sich die Scheißbeamten offenbar geweigert, Kohle rauszurücken ohne Beweise für das, was die Bürgerin in ihr Formular geschrieben hat. Dann waren sie auch noch so frech, im dritten Stock ihr Büro zu haben, und dann auch noch Freitags mittags um eins nicht zu sprechen.

Kein Wunder, dass dieses Land den Bach runtergeht.

Echt jetzt.



Lily

Donnerstag, 25. September 2008

Ende Gelände

So. Für heute ist erledigt, was ich mir vorgenommen habe: Arbeit, Sport, und was gegessen hab ich auch.


Vor ungefähr einer Stunde bin ich nach Hause gekommen, überm Arm die Handtasche, die Sporttasche sowie Rock und Jacke vom letzten Posting. Hab alles erstmal verstaut, und dann den Rechner angeworfen, wie das so üblich ist chez Lily. Man will ja nichts verpassen.

Die RSS-Feeds haben mir ein neues Posting bei Mir von WouldaShouldaCoulda angegeben- da erzählt sie von Dingen, die sich geändert haben im Lauf der Zeit, und denen, die gleich geblieben sind.

Sie macht das fest an Geschirr, das sie, geraume Zeit nach einem Umzug, aus den Kisten holt und in den eigens dafür angeschafften Geschirrschrank räumt- und dabei stellt sie fest, dass es überhaupt nicht mehr zu ihrem neuen Zuhause passt.


Das hat mich ein bisschen nachdenklich gemacht. So eine Kiste hab ich auch- derzeit steht sie bei meiner Schwester im Keller herum, weil das Porzellan darin zu teuer ist, um es in einer Garage aufzubewahren.

Einen Keller habe ich nicht, und um es in meiner Wohnung irgendwo unterzubringen, fehlt es mir definitiv an Schränken- Wohnzimmerschränke kommen direkt nach Tosca und tabakbraunen Nylonstrumpfhosen auf der Liste der Dinge, die ich nicht haben will.

Dabei ist mir schon klar, dass ich auf das verzichte, was so gern und wichtig „Stauraum“ genannt wird- aber sei’s drum.


Das Porzellan ist von meiner verstorbenen Schwiegermutter gekauft worden, die einen Porzellantick hatte. Freundlicher formuliert: Sie sammelte.

Und als sie kurz nach meinem Schwiegervater starb, zogen wir damals in ihr Haus ein. Zusammen mit Schwager und Schwägerin, Hund und Kind gründeten wir sowas wie eine WG- mangels passender Worte kann man es nur so nennen.


In den Folgejahren versuchte ich (1991 war ich 28 Jahre alt) mit den Gegebenheiten zurecht zu kommen, und kann das Ergebnis nur als Scheitern bezeichnen.

Denn mit dem Riesenhaus von über 240 m², die wir bald allein bewohnten, einem Innenstadtgarten von knapp 1000 m², besagtem Hund, meinem Sohn, einem Vollzeit-Job und einem ebenfalls in Vollzeit arbeitenden Partner war ich schlicht überfordert.


Zudem herrschte dort -für meine Begriffe, und das wird im Rückblick immer mehr so- eine Atmosphäre, die man nur als bedrückend bezeichnen konnte.

Abgesehen davon, dass Möbel, Dekorationen und natürlich auch das Geschirr den Geschmack meiner Schwiegereltern zeigten, war dieses Haus unglaublich dunkel.

Dunkel vertäfelte Decken, dunkle Türen, Klinker an den (Innen)Wänden, teilweise bleiverglaste Fenster, überall Nippes, Gardinen mit Rüschen, Samtvorhänge und einfach irre Mengen von Zeug.

Geschmackvolles Zeug, super teures Zeug, eigens versicherungspflichtige Bilder, echte Teppiche, Kunstgegenstände von der Bronze bis zum Meißner Schäferduo- -aber Zeug.

Dunkelbraun gekachelte Bäder, olivgrünes Sanitärzeugs, altmessingfarbene Armaturen.

Ein Alptraum, scheint mir heute.

Damals nahm ich den Kampf auf- mit dem Zeug.


Was ich nicht wusste: Die erste Tat hätte sein müssen, das Haus und alles, was darin war, in meines zu verwandeln.

Bzw. in unseres- aber das schien damals aussichtslos, denn so bald nach dem Tod beider Eltern war meinem Partner und seinem Bruder nichts ferner als das.

Es ging ums Bewahren, ums Aufbewahren, ums Nicht-Verändern.

Da ich eine gehorsame kleine Frau war, hab ich mich dran gehalten.

Es hat mich beinahe 8 Jahre gekostet, die bleischwere, dunkel handbemalte italienische Keramik, die behauptete, eine Küchenlampe zu sein, gegen etwas auszutauschen, was nicht den Raum verdunkelte, wenn man das Licht einschaltete.

Beinahe 8 Jahre und endlose Diskussionen- denn:

Es war ja alles noch gut.

Klar. Alles. Auch die Legion von seidenen Kissen, die Berge von Trockensträußen, Bodenvasen, die Stehlampen mit polierten Messingfüßen, die bodenlangen Gardinen, die Kunst im Garten (jawoll, Skulpturen und sowas- und nicht aus dem Baumarkt. Sondern vom Künstler persönlich).


Wir hatten eine Garage mit gefliestem Boden und getäfelter Decke.

Wir hatten nicht weniger als drei Bäder und ein Gästebad, was zwar bequem war, aber alles geputzt werden musste.

Wir hatten einen Kronleuchter im Wohnzimmer, der einmal im Jahr einer Spezialreinigung bedurfte.

Mehrere Meißner Services, diverse Royal Kopenhagen, Herend nicht zu vergessen.

Ein Silber für 24 Personen, das in einem Extra-Häuschen wohnte, das wiederum an den Safe im Keller montiert war.

Safe im Keller? Ja, das war der eine. Oben stand noch einer. Mit Stromanschlüssen versehen hätten beide als Kühlschränke durchgehen können.

Ein Klavier, ein Klavier. Ein Klavier? Klar doch.

Wir hatten Böden mit Eichenparkett und solche mit Solnhofener Plattenkalk, der sanft mit Schmierseife behandelt werden wollte. Die Teppichläufer auf den Treppen und die Brücken verlangten nach einer Reinigung auf Knien. Mit Sauerkraut, damit die Farben schön rauskamen.


Eine Truhe aus dem Mittelalter enthielt die 48 (!!) Mitteldecken. Bügelpflichtig, alle.

Der antike Esstisch im Esszimmer verlangte nach angefertigten Tischdecken- wegen der Sondermaße. Ohne Decke? Dann hätte man zwar die schöne Maserung gesehen, aber er war doch recht empfindlich bei Nutzung.

Unser Schlafzimmer war 35 m² groß und enthielt meine immer noch spärliche Garderobe, sowie Cut und Abendkleider der Schwiegereltern. Sowie einen Ozelotmantel, einen Dark Nerz, teure Trenchs und Lederjacken.

Theoretisch hätte mir das gepasst - praktisch hab auch ich meine Grenzen.


Alles also voller Prunk, Pomp und Zeug. Zwei Gartenhäuser, eine Doppel- und eine Einzelgarage sowie drei große Kellerräume und ein ausgebauter Dachboden voller Gerümpel. Mein Partner fing an, den Sammlungen seiner Eltern seine eigenen hinzuzufügen (Computer aus den Anfängen- kühlschrankgroße Teile, mit Festplatten in Wok-Größe), und ich?

Ich ging mit dem Hund spazieren, kriegte meinen Haushalt nicht auf die Kette und wurde immer unerträglicher.


Als ich auszog, kurz nach der italienischen Keramik, nahm ich den Esszimmertisch mit, eins von den teuren Geschirren, und meinen Schmuck.

Ach ja, und einen kleinen Kleiderschrank, 1,50 breit, den ich immer noch habe.

Meinen Schmuck hab ich verkauft, weil ich ihn sowieso nicht trage- und ich mal Geld brauchte, zwischendurch.


Den Tisch? Den hab ich nach Jahren in mühsamster Handarbeit abgeschliffen und unter der mahagonifarbenen Beize fand sich eine Platte aus Erlenholz. Den letzten Umzug hat er nicht überlebt, weil er in der Garage nass wurde, denn die Deckenentlüftung ist kaputt und tropfte.


Das Geschirr? Steht in einer Kiste auf der Sauna meiner Schwester und wird älter.

Es ist nicht verkäuflich, und das nicht, weil ich es nicht versucht hätte.

Nach herkömmlichen Maßstäben hab ich einiges verloren durch dieses Scheitern.

Erstens, jede Menge Kram, Zeugs, Gegenstände.

Zweitens jede Menge Geld- ich hab den Zugewinnausgleich nicht durchführen lassen, von der Hälfte des Hauses, die mein Partner und ich zusammen gekauft haben.

Drittens einen ganzen Berg Naivität, sowie eine üble Mischung aus Feigheit und Opferwillen.

Das mit dem Geld tut mir manchmal leid, wenn ich mal wieder kaum über den Monat komme.

Alles andere habe ich eingetauscht gegen die Freiheit, Poster an die Wand pinnen zu können, die Freiheit, kein Silber putzen zu müssen, wenn ich es nicht will.


Meine eigenen Lampen aufhängen zu können, keine Gardinen vor den Fenstern haben zu müssen.


Eine Wohnung ohne Dinge, die sich irgendwo anstauen- und sei es nur im Stau-Raum.


Das einzige, was inzwischen noch daran erinnert, ist das Geschirr. Kann es jemand gebrauchen? Ich geb es günstig ab. Weil ich lieber aus der Flasche trinke, als mich mit so einem Kram weiter zu belasten.


Einen ballastarmen Abend euch allen,





Lily

Für immer jung

Heute morgen gab es eine Überraschung im Büro: Eine Bekannte einer Kollegin hat ihre Motorrad-Klamotten abzugeben.
Holla, und die Jacke passt.
Eine klassische Lederjacke, so dass ich nur noch in einer stillen Minute mal das Angebot an Hosen checken muss. Die Hose, die dabei war, ist erstens eine Herrengröße- die passen mir ohnehin nicht, rein vom Schnitt her, und zudem noch in Größe 50. Abgesehen davon: Zu kurz ist sie vermutlich auch.
Einen Helm habe ich noch. Handschuhe in Winter- und in Sommerausführung ebenso.
Dann noch einen Satz anständiger Stiefel, und einen Rückenprotektor zum Anziehen (die Jacke hat keine eingebauten P.) und es könnte mal wieder losgehen.

Lust hab ich schon.
Vielleicht komm ich ja mal auf Umwegen zu einem Motorrad.
Wer weiß.
Am besten schaut man natürlich jetzt, im Herbst, wenn die Leute ihre Karren abgeben. Außerdem gibt’s bis in den November hinein noch schöne Tage, an denen das Fahren angenehmer ist als im Sommer, wenn von oben die Sonne heizt und von unten die Zylinder.
Eine schöne Tour zu befreundeten Verwandten in Eifelnähe… das wäre doch was.

Träumen hält jung, Leute.

Eine andere Überraschung gab es eine halbe Stunde nach dem Jacken-Event.
Eine weitere Kollegin hat mir einen Rock geschenkt, den sie nach Ansicht ihres Mannes besser nicht trägt.
Den kann man prima mit der Lederjacke kombinieren.
Fehlen jedoch auch hier ein paar Stiefel…
Mist auch.

Auf jeden Fall: Besser morgen früh wieder ins Büro. Wer weiß, wer was zu verschenken hat.

Einen schönen, sonnigen Herbsttag wünsche ich euch.



Lily

Dienstag, 23. September 2008

Für...

alle Final Fantasy Fans.

Lily

Pictures. Not fit for an Exhibition.

Gestern war es soweit. Die Bilder von der Hochzeit sind fertig, und wie das moderne Leute so machen, per Internet zum Begucken freigegeben (bzw. ich hatte da eine Exklusiv-Vorführung, zusammen mit der ExBraut).
Wunderschöne Bilder schöner Menschen, in schöner Kleidung (okay, bis auf den mutigen jungen Mann, dessen Hemd, Jackett und Krawatte ein jeweils individuelles Muster aufwiesen. Wohlgemerkt: Jedes.Teil.Für.Sich. Andere Grundfarbe, anderes Muster.)
Die Menschen waren nicht nur schön, weil sie so jung sind, sondern auch, weil sie schön sind. Natürlich nicht alle, aber der Gesamteindruck war der von Spaß und Eleganz und, na ja, Schönheit.

Und dann waren da die …Anderen.
Die jenseits der Mitte dreißig, denen die hochauflösende Qualität moderner Digitalkameras sagen wir mal: Nicht gut tut. Da wäre vielleicht eine Kohlezeichnung bei Kerzenlicht insgesamt schmeichelnder gewesen. Im Dunkeln betrachtet. Mit verbundenen Augen.

Es machte es nicht besser, dass ich mit dabei war. Und dass ich zwar nicht von richtig nah dran fotografiert wurde, aber bereits im verzerrenden Bereich des Weitwinkel-Objektivs stand (hoffentlich- sonst bleibt mir als Alternative nur die Mintarder Brücke.)
Ich hab den Eindruck gewonnen, dass man ab 35 wählen kann, zwischen Fett oder Falten. Aber deshalb muss man wirklich nicht so aussehen. Echt jetzt. Herrje.


Irgendwie, trotz aller Selbstschelte, macht man sich ja ein Bild von sich- aber das wurde gerade ersetzt.
So, und jetzt muss ich ein bisschen zur Seite gehen, schmollen, und neue Diätpläne austüfteln. Oder in einen Tschador investieren.
Mal sehn.

Montag, 22. September 2008

Heute im Büro

Die Tür öffnet sich und ein Klient betritt das Zimmer. Er hat eine Frage, und wir klären diese- hoffentlich zu seiner Zufriedenheit.

Es wird Zeit, sich zu verkrümeln, seinerseits, finde ich, und läute dies auch ein.

Der Klient setzt sich aufrecht hin, schaut mir (okay, ziemlich tief) in die Augen und spricht:

„Trinken Sie gern Hagebuttentee?“

Unverständnis von meiner Seite.

In meiner ½ l Teetasse befindet sich das übliche. Fencheltee.

Das sage ich ihm auch.

Kommt die Antwort:

„Ach so. Na, das ist ja das Gleiche. Aber ganz mein Geschmack.“

Ich weiß nicht genau, wer auf der Leitung steht, habe aber den entschiedenen Eindruck, dass ich das nicht bin.

Oder vielleicht doch?


Lily

Sonntag, 21. September 2008

Lilyscope- in several multicolored shades.

Sunday morning, 8 am


begin Lilyscope



Wassermann (21.01.-18.02.)

Der Wassermann hat dieser Tage mit einer Einladung zu rechnen. Er sollte sich vorsehen, und nicht zuviel trinken, denn man wird ihm nur Frostschutz übelster Provenienz anbieten. Wenngleich nützlich, ist dies doch nicht sehr schmackhaft, und pflegt irritierende Auswirkungen auf des Wassermanns Farbe zu haben. Er wird dann nämlich zartblau, und alles in allem ein wenig - zäh.



Qualle (18.-20.2.)

Die Qualle hat einen Namensänderungsantrag gestellt. Auch sie hat nur den einen Wunsch: Mithalten! Moderne Zeiten fordern ihre Opfer, will man an ihnen teilhaben.

Und damit sie sich nicht mehr auf „Galle“ reimt, möchte sie ab sofort Jellyfish genannt werden.

Was die Qualle nicht weiß: Der Beamte in der Namensänderungsurkundenausstellungsstelle wird am Montag mit Restfrostschutz im Blut ins Büro kommen, und er wird in einem Moment enormer Gedankenzähigkeit es lustig finden, eigene Kreativität walten zu lassen.

Die Qualle wird ihre Urkunde bekommen.

Und fortan Berthold heißen. Berthold Brot.



Fische (20.02.- 15.03.)

Fische schwimmen derzeit mit dem Bauch nach oben. Aber keine Angst: Sie trainieren das Rückenschwimmen für einen großen internationalen Wettbewerb.

Wenn sie aber noch ein bisschen öfter mit dem Hai zusammenstoßen, werden es die Paralympics.




Lämmergeier (16.03.-18.03.)


Einer von euch wird einem hungrigen Lamm zum Opfer fallen. Rosa Schleife hin oder her: Es war ein besonders kräftiges, blutrünstiges Lamm, und ließ vom Geier nicht viel für die Beerdigung übrig.

Geht alle zur Leichenfeier- es gibt Frostschutz! Und glitzernde Käfer.


Einhorn mit Zahnschmerzen (19.03.-20.03.)


Eine kleine alte Dame, die zunehmend mehr Zeit in euren Alpträumen verbringt, verprügelt euch mit einer Einkaufstasche voller Katzenfutterdosen. Vielleicht solltet ihr euer Selbstbild überdenken.


Widder (20.03.-22.04.)

Palastrevolte- die dumme Ziege von nebenan hat eine Horde marodierender Lämmer unter ihrem Befehl zusammengerufen, und macht sich auf, eure Vorgärten zu stürmen. Lasst euch das nicht gefallen. Obwohl- wenn ich recht überlege, habt ihr keine Chance.

Wandert aus.

Egal wohin.

Rosa… Dingsda (22.04.-26.04.)

Jemand hat beschlossen, euch einen Staubwedel zu schenken. Ihr freut euch. Wenn er auch etwas---rosaner sein könnte.

Stier (26.04.-14.05.)

Der erste, der am Montag „Glotz nicht so doof“ zu euch sagt, kann damit rechnen, eins zwischen die Hörner zu kriegen. Recht habt ihr, und wenn ihr ein bisschen Anlauf nehmt,ist euch der Sieg so gut wie sicher.

Onward, Rural Soldier!

Kleine alte Dame mit Taschenschirm (14.05.-18.05.)


Wenn man den Schirm verloren hat, sollte man nach anderen Methoden suchen, um sich die Realität in Form eingebildeter Einhörner vom Hals zu halten. Wie wäre es mit einem Taek-won-do-Kurs?

Ach- Ihr habt schon was gefunden? Was eigenes?

Fein. Darauf einen Pink Gin.

Okapi (19.5.-01.06.)

Die Okapis leiden, weil sie immer noch auf der Suche sind nach einer Okapi-in. Und nach einem Reim auf Okapi.

Es könnte schlimmer sein. Reißt euch zusammen, Jungs! Es gibt da so Partnerbörsen. Kaum angemeldet, wird das E-Mail-Fach mit Mails überflutet. Es ist nie das richtige dabei, und alle sind Franzosen, weiß der Lämmergeier, warum, aber man kann sich für ein paar Stunden einbilden, man wäre am Markt noch was wert.

Dann hat man die Mechanik durchschaut und meldet sich wieder ab.

Und Reime haben die auch nicht.
Aber das geht auch der Kakerlake so- die musste erst nach Spanien auswandern, und sich offiziell in Cucaracha umbenennen. Das reimt sich bestimmt auf irgendwas.



Zwillinginginge (02.06.-10.06.)

Unsere Zwillinginginge haben beschlossen, sich einer Persönlichkeitsspaltung zu unterziehen, da es in letzter Zeit Schwierigkeiten gab, noch zwei Leute für einen Doppelkopf-Abend zu finden.

Na, das ist ja dann geklärt.

Fröhlich blökendes Lämmchen (10.06.-19.06.)

Hätten wir gewusst, wie ihr wirklich seid, hätte es letztens Lammkoteletts auf dem Grill gegeben, und nicht nur gefüllte Paprika.

Was wir euch aber immer schon fragen wollten: Was habt ihr eigentlich mit Rotkäppchen gemacht? Ja, du da, mit der Mütze. Kannst du mir sagen... ? Nein? Weiß eigentlich deine Mama, wo du dich rumtreibst?



Krebs (20.06.-12.07.)

Krebs und Languste haben in eine Immobilie investiert: Einen hübschen Felsen draußen vor Helgoland. Es ist nur leider sehr langweilig da draußen, und die Languste beschwert sich schon, weil sie immer die Bierkästen über die steilen Klippen schleppen muss. Krebse, ihr solltet etwas ritterlicher sein. Sonst wars das mit der Languste.

Languste (13.07.-20.07.)


Noch mehr als die Bierkästen ist der fehlende Gartenzaun ein Problem für die Languste. Wenn einer da stünde, könnte sie wenigstens tot über ihm hängen. Aber so?

Langusten sollten den Krebsen hübsche Geschenke in Form von Akkuschraubern machen. Damit die ihnen zum Muttertag einen Jägerzaun montieren. Aus Treibholz, wegen der Pittoreskizität.

Löw (20.07.-19.08.)

Der Löw schaut total fasziniert auf die Meise, die sich auf seiner Nase gerade zierlich putzt.

Jetzt nicht niesen....


Jungfrau (20.08.-17.09.)

Die ist immer noch Jungfrau, zum Glück. Statt sich sternzeichenwidrig wilder Lust und so hinzugeben, hat sie sich ein Buch gekauft und daraus ein Gegengift gebastelt.
Das wird in Gläser gefüllt, und nennt sich dann „Sex on the Beach“.


Lecker. Und kompensatorisch. Prost, Jungfrau!



Königspinguin-und-scheues-Reh(18.09., 20.17-21.13 Uhr.)

Der Anwalt der beiden hat überlegt, sein Mandat niederzulegen. Der scheue Königspin hat sich als übler Stalker herausgestellt, und Rehguin lässt den Herrn Anwalt nicht mal mehr in Ruhe golfen. Die Kinder sind im Heim.

O tempera, o mores.

Waage (18.09., 21.14 Uhr -16.10.)

Die Waagen verklagen derzeit die Autorin wegen schwacher Witzchen, von wegen Instabilität und so. Wegen des laufenden Verfahrens erfolgen keine Prognosen-soweit kommt das noch.

Wollmaus (16.-24.10.)

Glück für die Wollmäuse! Unter der Couch treffen sie auf jede Menge Gleichgesinnter, und haben endlos Gelegenheit sich fortzupflanzen. Die Dame des Hauses hat derzeit eine mentale Sperre, was die Tätigkeit „Staubsaugen“ betrifft. Und der Swiffer ist immer noch nicht von dem Liebesurlaub mit dem Vorwerk-Sauger aus dem schönen Hawaii zurück.


Skorpion (25.10.-17.11.)

Diese sind nachtragend.

Bei der letzten Sichtung hatten sie folgende Dinge im Schlepp: Ein englisches Dictionary, eine Dose Ananas und den Rest einer rosa Schleife.

Geist-des-Christstollens-im-September (17.11-06.12.)

Der Geist des Christstollens im September hat Gesellschaft bekommen durch ein Tütchen Aachener Printen in der kieferschonenden Häppchen-Variante. Nun muss er lernen, mit dem Nicht-mehr-allein-sein angemessen umzugehen. Viel Glück, kann ich nur sagen, hoffentlich vertragt ihr euch.

Die Printen gehen nämlich gern in die Disco.

Schütze (Irgendwann danach. Bis gegen Weihnachten.)

Der hat zum Geburtstag einen neuen Compound-Bogen bekommen. Und ist seither nicht mehr gesichtet worden. Wenn ihm die Pfeile ausgehen, wird er schon wieder kommen. Keine Angst.

Steinbock (22.12.-03.01.)

Ihr habt einen neuen Gegenstand erhalten: Aktentasche der Wut. + 2 Intelligenz, + 4 Stärke, in der Schildhand zu führen. Wird gern kombiniert mit „Hosenanzug der durchgesoffenen Nacht“ sowie mit „Laptop der kosmischen Ungerechtigkeit und Festplattenprobleme“. Alles zusammen ergibt eine epische Rüstung, nicht viel Zugewinn an Fähigkeiten, aber es kommt in einer schönen Farbe.


DieBraut (04.01., Null Uhr bis 04.01., dreiundzwanzig Uhr neunundfünfzig)

Schade- nun seid ihr die ExBraut. Na, wenn ihr euch in dieser Rolle wohl fühlt, wollen wir mal nicht so sein.


Fliegende Untertasse (05.01.-20.01.)

Man hat euch gesehen... Keine Widerrede.

Auch wenn Frostschutz dabei eine gewisse... meinungsbildende Rolle gespielt hat.




Sunday morning, 9:26 am.


End of Lilyscope

Lily.

Fragen an Frau Lily, Teil IV

- Warum kriege ich sehr, sehr, sehr merkwürdige E-Mails? Nicht die Sorte, die mir anbietet, gegen einen kleinen Kostenbeitrag meinen Penis zu vergrößern (das würde auch einen größeren Beitrag erfordern, unter anderem die Beiträge mehrerer Chirurgen- von meiner Wenigkeit, die da nicht mitspielen würde, mal ganz zu schweigen)- nein, E-Mails, die mich über neue Kommentare hier informieren und die -von Blogspot.com- an die in der rechten Spalte unter "Email für mich" verlinkte Mailadresse geschickt werden, die aber zu der freudigen Nachricht, dass mir wer geschrieben hat, auch noch Reste anderer, mir von lieben Korrespondenzpartnern übersandter Mails enthalten?



Die Antwort ist: Weil ich ein faules Luder bin.


- Warum, warum nur fällt mir selbst nicht ein, manche Dinge ab und zu mal anzustoßen bzw. zu veranlassen?


Die Antwort ist: Weil ich vergesslich bin.


- Warum ist die seit ungefähr 18 Uhr laufende Durchsicht meiner Platte immer noch nicht beendet?



Antwort: S. Oben.



Aufgrund der bizarren und mich sehr verwundert habenden Mail hab ich mal wieder das Defragmentierungstool angeworfen.

Defrag hat mir ein Bild gezeigt, das war so bunt, da kriegte man Augenkrebs.

Was bedeutet, dass die Platte sehr, sehr durcheinander ist, und zum Laden einer einzigen Datei wieselflink, oder besser noch schneller, ihre Leseköpfe hin und her schickt, auf das sie mir zu Willen seien. Das ist nicht gut, das verlängert die Ladezeiten und ist bestimmt auch Lesekopf-Schmerz-erzeugend.

Bei so bunten Bildchen aber dauert so ein Aufräumen ziemlich lange.

Dummerweise hab ich mehrmals versehentlich das kleine Kreuzchen oben rechts geklickt, woraufhin das ganze Prozedere abgebrochen war und mittels Neustart von vorn loslegen musste.

Dann hab ich mir überlegt, dass es vielleicht, ja, vielleicht sinnvoll wäre, erstmal eine Datenträgerbereinigung vornehmen zu lassen, bevor ich die Platte putzen lass und schön aufräume. Und vielleicht ein paar Blümchen hin stelle.

Denn wenn viel weg zu werfen ist, dann muss man nachher ja wieder aufräumen, sonst sind unschöne Lücken in der Deko. Oder?


Also, Datenträgerbereinigung eingeschaltet. Nach einer Stunde ominösester Geräusche seitens des Rechners und keiner Erzeugung eines sichtbaren Fortschrittsbalkens hab ich das Ganze dann abgebrochen und noch mal nachgeschaut, wieviel dieses Programm als überflüssig erkannt hat- also tmp und temps, Protokolldateien von Installationen und so ein Kram.


Es waren 38.



38 GIGABYTE.



Schäm.


Irgendwie hat er es nicht geschafft, den ganzen Kram in der gebotenen Schnelligkeit zu entfernen. Der Arme.

Ich hab ihm dann etwas unter die selbigen gegriffen, unter die Arme, und ein bisschen Platz per Hand geschaffen.


Der zweite Versuch hat dann nur noch 45 Minuten gedauert.


Ich glaube, mein Computer hat mich jetzt wieder lieb.


Im Moment sortiert er gerade eine Megazillion mp3-Dateien. Sollte ich vielleicht vor dem Plattenkollaps mal runterbrennen. Dafür hat man solche Geräte doch.



Abschließende Frage an Frau Lily:


Was ist eigentlich aus den regelmäßigen Wartungsterminen geworden? Hä?




Ach Lily, geh schlafen.


Is’ schon spät, du brauchst ja offenbar deinen Schlaf.


Und den Rechner? Den lass an, der braucht noch eine Weile.


Samstag, 20. September 2008

Treibverzeit

Solange ich hier sitze und meinem Rechner dabei zusehe, wie er sich defragmentiert und samstäglich aufhübscht, um ohne Altlasten und Dateireste das Tanzbein schwingen zu gehen (aber erst, wenn er fertig ist, was gegen Montag morgen der Fall sein wird, wenn das so weitergeht) - jedenfalls während dieser langweiligen Zeit vertreibe ich mir selbige durch jutjuben- und habe das folgende weitere Stückchen schöner Musik für euch gefunden:

Sarah McLachlan, Indigo Girls und Jewel.


Eine CD der Indigo Girls hab ich auch, und zwar 1200 Curfews- die hab ich erstanden, nachdem ich die Musik auf MTV gehört habe. Das war zu der Zeit, als da noch Jams liefen, und man auch mal ein bisschen abseits vom Mainstream was hören konnte.
Sie haben für den Soundtrack von Philadelphia Rod Stewart gecovert (okay, Mainstream, ich sag ja gar nichts) und vor einiger Zeit was mit Pink gemacht.
Es gibt auf 1200 Curfews eine wunderbare Fassung von Dead Man's Hill, die ich leider nicht auftreiben konnte.
Aber das da oben ist sehr schön anzuhören.

Wenn auch - Mainstream.
Aber sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?

Lily

Die sich gerade ein Fläschchen Bier reinzieht.

SO lecker.

Dem Skandal auf der Spur- oder: Die Brüder Grimm- ausgebeutet!




Es war einmal ein kleines Wesen, das nannte jedermann nur „Brotknäppchen“. Weil es nämlich eines war, und weil jedermann es auch noch lieb hatte, ging es so fürbaß durch sein Leben.

(Wie der erfahrene und geneigte Leser hier bemerken wird: Keine Rede von albernen roten Mützchen, sentimentalen Omimis und den Gefahren, die einem unerfahrenen Brotknäppchen auf seinem Wege durch den Wald wohl auflauern wollen würden.)


Keine Mama schränkte es ein in seinem Bestreben, die Welt zu entdecken und sein Glück zu machen. Kein Vater, der Zukunftsvisionen mit brutaler Strenge den Garaus machte, in dem er einfach nur verkündete: "Fernsehstar? Du wirst Metzger, lieber Stefan, das fördert den Realitätsbezug!“

Auch hieß es nicht Stefan, was ein nicht zu unterschätzender evolutionärer Vorteil ist.


Es war einfach ein glückliches, fürbaßschreitendes Brotknäppchen.


So glücklich, dass es sich nicht durch versteckt phallische Symbole in Gestalt von Omimis großen Ohren von seinem Entdeckergeist abhalten ließ- obwohl manche Omimis wirklich entsetzlich große Ohren haben. Opapas aber auch, und das macht es nicht besser.


Eines Tages kam ein Wolf und fraß es.


So.


Das war die ganze Geschichte.

Und wie, fragt sich der Leser hier, kommen rote Mützchen ins Spiel?

Einzig durch den modernen und rücksichtslosen Imperialismus der Filmindustrie. Diese nämlich entnahm dieser rührenden, volksseelenbildend erzählten Geschichte das Brot, und verwandelte es in einen Bernd.

Das ist nicht viel besser als ein Stefan, nur anders. Aber darum geht’s hier nicht.


Und damit die gebildete Volksseele fürderhin bloß nicht bemerkte, wie sehr sie in ihrem Kulturidentität stiftenden Imaginationsvermögen verletzt wurde, erfand Walther von der Disneh-Weide im Jahr 1477 die Geschichte vom Rotkäppchen. Eine Zeitmaschine spielte dabei eine Rolle, und eine Email, sowie ein Sprachbedeutungsmeridian, aber das wollen wir hier nicht näher beleuchten.


Jawohl, und versündigte sich damit an vielen, vielen unschuldigen Kinderseelen.

Die seither nicht mehr Wein und Kuchen in ein Körbchen packen, um Omimi zu besuchen, und die zum Blümchenklauen in den Nachbargarten gehen. Womit sowohl die Nachbarn als auch die Omimis ein für alle mal als Verlierer der Geschichte darstehen. Obwohl man sich jetzt weniger Gedanken um Omimis Leber und ihren Blutzucker machen muss.

Und die Nachfahren des Herrn von der Disneh-Weide scheffeln Kohle ohne Ende mit ihrem Bernd.


So kann’s gehen.


Bedauert



Lily.


Die sich bei Steffen bedankt. Nicht bei Stefan.




Freitag, 19. September 2008

Und weil er so schön ist ...

... immer noch!

Das hier.

Lieblingslieder

Erinnert ihr euch noch?

On a long and lonesome highway,
east of Omaha.
You can listen to the engine
moaning out its one lone song
You can think about the woman,
or the girl you knew the night before.

But your thoughts will soon be wandering,
the way they always do.
When your riding sixteen hours and there's nothing much to do
And you dont feel much like riding,
you just wish the trip was through.

Say, here I am, on the road again.
There I am, up on the stage.
Here I go, playing star again.
There I go, turn the page.

Well you walk into a restaurant,
strung out from the road,
You can feel the eyes upon you
as you're shaking off the cold
You pretend it doesn't bother you,
but you just want to explode.

Most times you can't hear 'em talk,
other times you can.
Oh the same old cliche:
Is that a woman or a man?
You always seem outnumbered
you don't dare make a stand.

Here I am, on the road again.
There I am, up on the stage.
Here I go, playing star again.
There I go, turn the page.

Out there in the spotlight you're a million miles away,
Every ounce of energy,
you try and give away,
As the sweat pours out your body
like the music that you play.

Later in the evening
as you lie awake in bed,
With the echo from the amplifiers
ringing in your head,
You smoke the day's last cigarette,
remembering what she said.

Now here I am, on the road again.
There I am, up on the stage.
Here I go, playing star again.
There I go, turn the page.
Here I am, on the road again.
There I am, up on the stage.
Ah here I go, playing star again.
There I go, there I go.

Räumkommando

Liebe beste Therapeutin von allen,

nun haben wir ihn ja, den Durchbruch. Oder, besser gesagt, da liegt ein Stück Putz, das von der Wand gefallen ist. Dahinter kann sich einiges verbergen, meine eigenen sixtinischen Gemälde oder ein paar vulgäre Graffiti.
Die 75 Stunden, die ich bisher hatte, kommen mir so furchtbar zäh vor. Sie haben zwar gesagt, dass das insgesamt doch ziemlich schnell ging. Aber es schien mir lang zu dauern, und ich habe das Gefühl erheblich mehr Kilometer gemacht zu haben, als eigentlich nötig.
Merkbefreit, Sie wissen schon.
Vermutlich muss man nur oft genug mit dem Kopf an die Wand geprallt sein, um den Putz soweit gelöst zu bekommen, dass er abbröckeln kann. Netter wäre es gewesen, wenn man mir dafür vielleicht ein kleines Hämmerchen geliehen hätte. Ich hätte es auch zurück gegeben, ehrlich.
Jetzt würde ich gern hier ein bisschen aufräumen.
Hat jemand eine Schubkarre für mich, für den Schutt?
Ich mach auch ein ordentliches Häufchen draus, versprochen.


Lily,

die eigentlich auf den Trümmern tanzen sollte.

Donnerstag, 18. September 2008

Das Schweigen der Radios und andere Merkwürdigkeiten

Ich höre gern Radio, außer bei der Arbeit im Büro. Es gibt Leute, die es nicht stört, wenn im Hintergrund jemand redet oder Musik läuft- meine Konzentrationsfähigkeit ist dann gestört. Hausarbeit und Autofahren hingegen gehen nicht ohne.
Mit einer Ausnahme: Die Carglass-Reklame. Die wird abgeschaltet, weil sie einfach furchtbar peinlich ist. So ähnlich wie der Calgon-Man in früheren Jahren.
Erinnert sich noch jemand an Dieter Bürgi, den Calgon-Man der Achtziger (Waren das die Achtziger? Ach, egal)?
Da macht man sich jahrelang zum Affen, und dann verschwindet man trotzdem in der Versenkung.
Diese Radiowerbung ist nur deshalb besser, weil man das Elend nicht auch noch sehen muss.
Werbung ist ohnehin eine zweischneidige Sache, finde ich. Die wenigsten Spots überzeugen mich davon, dass man da mal was ausprobieren müsste. Zielgruppe hin oder her: Eine Häufung von Werbung für bestimmte Produktgruppen fällt auf, verführt zum Umschalten und zum Boykott.

Wie ohnehin Boykott mein zweiter Vorname ist, weil ich nämlich den passiven Widerstand erfunden habe. Leider beschränkt sich das trotzige Zurücklehnen nicht nur auf Sachen wie Werbung. Das hat seine Gründe, weshalb ich derzeit nicht gerade viel poste, wofür ich um Verzeihung bitte.
Falls jemand weiß, wo man Kurse in Szenemachen belegen kann, so möge man mir dieses Wissen bitte zuteil werden lassen (oder heißt das „zu Teil werden“?)
Das war immer einer meiner großen Träume: Filmreife Abgänge, lautes und hemmungsloses Ausbrechen in jedwede angesagte Emotion.
Die italienischen Momente im Leben- ich vermisse sie.
Darauf eine Pizza. Und ein Fläschchen von dem Südtiroler Roten, bitte!



Lily

Montag, 15. September 2008

Trommelwirbel...

... sie nähert sich...


...die Zeit der Ernte...


...hiervon...


Noch ist nichts verloren!


Lily

Sonntag, 14. September 2008

Überschätzt und hochgepusht

sind so manche der angeblich symbolhaft-romantikträchtigen Beschäftigungen, denen man sich zu zweit hingeben kann.

Zum Beispiel das ans Bett servierte Frühstück. Mich wird das Zeit meines Lebens an Krankenhausmahlzeiten erinnern- mal abgesehen von den Krümeln.

Viel lieber ist mir ein Pott Kaffee, ans Bett gebracht- ohne vorheriges stundenlanges Geschirrklirren aus der Küche.


Zu zweit Duschen? Lieber nicht... Shampoo im Mund, drangvolle Enge in der Kabine, an den Fliesen eingeschlagene Ellbogen, überall Wasser (!) und zum Schluss noch ausrutschen. Allein die Unfallgefahr schränkt das potenzielle Vergnügen auf null ein.


Vögeln in der Badewanne? Wer unbedingt nachher das rausgeschwappte Wasser wegwischen will, soll das gern tun. Sofern überhaupt zwei Leute in die Wanne passen, ohne dass ständig wichtige Teile von einem oder beiden raus hängen.

(Ich hätte hier gern nur ein V. als dezente Abkürzung geschrieben. Aber. Abär. OpenOffice nutzt das, um mir eine Nummerierung aufzudrängen, und die will ich nicht. Basta. Also drüber weglesen, wenns wen stört)


Sex am Strand? Wenn da keine Spanner sind, dann ist da entweder Sand, und zwar jede Menge, oder Steine. Beides – naja, stört einfach.


Dito im Wald? Wenn keine Spanner, dann Tiere. Ich weiß nicht, was blöder ist. Und je kleiner die Tiere, desto potenziell unangenehmer die Folgen, auch wegen des später eventuell notwendigen Kratzens an indezenter Stelle.


Küchentische? Rutschen hin und her.


Im Auto? Die haben Fenster, s. Wald/Strand/Spanner. Und wenn das noch nicht reicht, kann man sich da prima entweder eine Erkältung oder einen Hexenschuss holen...


Massageöl macht Flecken. Und Löcher in Kondome.


Es spricht in fortgeschrittenen Lebensjahren, also jenseits der 17, alles, aber auch alles für eine Wohnung, beheizt, trocken, mit ausreichend Liegeflächen. Und vor allem viel ungestörter Zeit.


Nachher kann man immer noch an den Strand, in den Wald oder die Küche. Um da das zu tun, wozu die Küchen, die Strände und die Wälder erfunden wurden.


Und ins Bad kann man dann auch. Um der/dem Partner/in den Rücken zu schrubben. Unromantisch, aber praktisch.


So wie


Lily.


Die zum Schlafen nichts schrecklicher findet als eine Bettdecke teilen zu müssen.

Samstag, 13. September 2008

Ein Bild aus früheren Zeiten...



Wie man feststellt, ist dieser bemerkenswerte Elf mit Level 35 ganz allein im Molten Core.
Bin ich nie wieder hingekommen- Sonntag morgens um halb sechs, und kein Feind weit und breit. "Durchgestorben", sagt man auch dazu. Von Friedhof zu Friedhof.

Und der Name, der war Programm.

Lily, die sich durch alte Daten klickert.

Freitag, 12. September 2008

Was wo hinein gehört

Ich habe heute vier Flaschen gekauft, zwei mal „Vanille Honig Joghurt“ und zwei mal Joghurt Aprikose. Nein, nicht was ihr denkt.
Sondern Duschgel.
Meine Vorräte an Körperpflegemitteln scheinen erheblich nahrhafter zu sein als mein Kühlschrankinhalt das manchmal ist.
Wobei der derzeit auch Joghurt beherbergt. Aber mit Brombeeren oder Zitrone, oder schlichten Erdbeeren (ja, ich kenn die Holz-Geschichten).
Jedenfalls warte ich auf die ersten durchblutungsfördernden Badezusätze, in den Duftnoten Chili-Knoblauch. Oder Kümmel-Anis, das ist dann gut für die Verdauung.
Curry wiederum bietet sich für Selbstbräuner an, und Jalapeños vielleicht für die allfällige Enthaarungs-Chemie.
Seesand-Mandelkleie im Peeling ist da ja wirklich schon ein alter Hut. Wenn ich überlege, was das mit Gesichtshaut macht, dann wird mir heute noch ganz schwummerig.
Und zum Nachtisch Clearasil Gesichtswasser. Heiliger Bimbam, Verdünnung wäre vermutlich auch nicht schlechter gewesen.
Kann heute ganz toll sein, das Zeug. Ich habs nicht vertragen, sondern nur Ausschlag und Juckreiz entwickelt.
Und zum Arzt, weil man Pickel hatte? Gute Güte, noch was? Entweder die Natur sorgt für die Kinder, oder die haben halt Pech gehabt.
Richtig?
Richtig.

Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz so empfindlich. Solange ich die dekorative Chemie aus dem Gesicht lasse, geht’s eigentlich. Aber öfter als einmal die Woche Make-Up drauf, und ich seh aus wie ein Streuselkuchen. Was –aufgrund der langen Zeit, die ich die Packungen dann da habe- immer dafür sorgt, dass mir das Zeug schlecht wird.
Hab ich mal was gefunden, was ich vertrage, nehmen sie es spätestens nach der zweiten erworbenen Tube vom Markt. Das ist einer der Faktoren, die mich an Götter glauben lassen.

Derzeit bin ich leicht scheckig. Das liegt daran, dass der „zarte Selbstbräunungseffekt“ meiner Tagescreme sich gestern etwas ungeschickt verteilt hat. 10 Minuten nach der Anwendung hatte ich einen heftigen Unterzucker, samt Adrenalinrausch und Schweißausbruch. Mit dem Erfolg, dass das Zeug sich merkwürdig verhalten hat. An einigen Stellen ist es weg, und an anderen hat es sich doch eher gehalten.
Na ja, nur gut, dass es irgendwann ohnehin einfach verschwunden ist.

Wenn ich mir ansehe, was eine einzelne Frau, und eine, die es noch nicht mal soo genau nimmt mit der täglichen Pflegesitzung, so an Zeug in Flaschen und Tuben und Tiegeln ansammeln kann, erstaunt mich das immer wieder.
Und vor allem wundert mich, dass diese ganzen Behälter niemals nicht da stehen bleiben, wo man sie einmal abgestellt hat.
Im Gegenteil.
Ich glaube, die wandern.
In meinem Bad ist eine Ablage gefliest, über die gesamten 1,60 m Wand. Und die steht voll. Mit allem möglichen Zeug für die Haare und gegen die Haare und für die Haut und gegen Pickel und Lepra und Myxomatose sowie den Untergang-der-Welt-ästhetisch-betrachtet.
An der Lampe hängen Halsketten, auf dem Spiegel pappt ein Post it, das mich dazu auffordert, mein Spiegelbild anzulächeln. Ein unhandliches Knäuel aus Kabeln (Fön. Rasierer. E-Zahnbürste) schlängelt sich zwischen Geltuben und Haarlack-Flaschen.
Mehrere Flaschen Parfums, alle leer- damit ich nicht vergesse, neues zu kaufen. Vergesse ich trotzdem, auch, weil es das beste dieser Parfums gar nicht mehr gibt (oder wer weiß, wo ich s.Oliver silver für Mädels kriege?) Sun Moon and Stars hingegen brauch ich nicht mehr, das ist viel zu süß für mich. Aber es steht da herum, weil man ja was zu duften braucht, von Zeit zu Zeit.

Dazwischen Pröbchen, die ich erst weg werfe, wenn Öl und andere Chemikalien die Beschriftung aufgelöst haben.
Mandelöl, Pinzette, Nagelschere, Ersatzzahnbürsten, Mundwasser, Zahnputzglas. Slipeinlagen für alle denkbaren Eventualitäten, Tamponschachteln und Bodylotions.

Noch mehr Öl, diesmal vom Baby, sowie Puder aus gleicher Quelle.

Flüssigseifenvorrats- und –Behälter-Nachfüll-Behälter, Wattebäuschchen zum damit Werfen.

Irgendwie merkt man an dieser Schilderung, dass ich allein lebe. Und woran?
Es fehlt - die zweite Zahnbürste.

Sowie das Rasierwasser.

Die einzige Entschuldigung für dieses sagenhafte Chaos ist, dass dieses Bad wirklich sehr klein ist. Besagte 1,60 mal (Badewannenbreite+1,60). Und auf der Fläche sind außerdem das Klo, die Wanne, ein Wäschekorb, die Heizung sowie das Waschbecken untergebracht. Da ist kein Fuzzelchen Platz für einen Schrank. Nicht mal ein Schränkchen.
Und unterm Waschbecken? Steht das Katzenklo.


Die gekauften Flaschen Duschgel müssen erstmal auf den Wannenrand, bis ich auf der Ablage Platz geschaffen habe.
Aber vielleicht verstau ich sie ja auch einfach in der Küche im Vorratsschrank.
Mal sehen.
Eigentlich gehört Joghurt ja ohnehin in den Kühlschrank.

Entspanntes Duschen oder Baden,

Lily

Donnerstag, 11. September 2008

I’m am Kabel, Baby

Der gestrige Tag sah mich nach der Arbeit in den Elektro-Fachmarkt meines Vertrauens wechseln und alldorten ein 15 m Patchkabel erwerben. Jetzt ist das Internet wieder an der Leine, und benimmt sich dementsprechend.
Keine Bluescreens mehr, soweit. Alle Patches gepatcht, alle Updates upgedatet (gruseliges Wort) und kein Wlan mehr weit und breit.

Und wer glaubt, dass ich die letzten Tage nur noch mit hypnotisiertem Starren auf Spielfiguren verbracht habe, der irrt.
Gestern abend war was anderes- nach einem Koordinations-Zirkel im Studio war ein Sitzplatz, vorzugsweise für länger, eine wirkliche Alternative.
Herrje.
Hat die uns gescheucht.
Ein Koordinationszirkel ist eine Sonderveranstaltung im ansonsten sonderveranstaltungsfreien Mrs-Sporty-Raum. Also, da gibt’s keine Spinning-Kurse, kein Step-Aerobic oder Jazztanz. Auch keine Sauna, kein Münz-Mallorca und keine Duschen. Nur den Kreis aus Geräten und Plates und Steppern.
Bei den Sonderzirkeln sind in der Regel alle 16 Stationen besetzt. Die Maschinen werden genutzt wie immer, nur an den Plates und den Steppern werden Extra-Übungen vorgegeben.
So ein K.-Zirkel ist für Bewegungswunder wie mich eine Herausforderung. Denn Arme und Beine gleichzeitig und rhythmisch bewegen, OHNE sich auf die Nase zu legen oder einen Knoten in diverse Extremitäten zu machen, das ist was, was ich noch lernen muss.
Also hab ich gestern den K-Zirkel geentert, und hurra. Ich war nicht die schlechteste. Es gab noch zwei, die das weniger beherrschten als ich. Und obwohl ich sonst auch ordentlich Gas gebe, war das weitaus anstrengender, als ich es jemals dort erlebt habe.

Nass wie eine Katze bin ich dann nach Hause, und nach dem Duschen vor dem Bildschirm kleben geblieben.
Was soll ich sagen, es war ein unterhaltsamer Abend :D
Nur die Rüstungen… Jungs bei Blizzard, daran müsst ihr arbeiten. Was nützt dem Paladin die schwere Rüstung, wenn die aus ---Strapsen besteht?
Und einem Bustier? Es gibt da Gegenden, da liegt Dauerschnee…

Kein Wunder, dass die blöden Monster mich dreimal getötet haben.
Gegen Mitternacht hätte ich meine Tugend für eine Pommes-Majo verkauft, aber da niemand da war, der die Tugend hätte entgegen nehmen und im Austausch Pommes hätte liefern können, musste es halt ohne gehen.

So spielt das Leben.

In jedem Fall werde ich beide wieder aufsuchen: Mrs Sporty und WoW.

Einen sonnigen Spätsommertag euch allen!



Lily

Mittwoch, 10. September 2008

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit verkündete WDR 2 den baldigen Weltuntergang durch LHC. Bewusstseinstrübung durch THC war mir bekannt, die neue Droge LHC hingegen nicht.

Es stellte sich heraus, dass das hier gemeint war.

Ich dachte eine Weile drüber nach, und frug im Nachgang zu meiner Büroarbeit das Wiki-Orakel um Rat.

Es erleuchtete, wie üblich, und so erfuhr ich, dass Wissenschaftler über die Frage spekulierten, ob sich im Laufe des Experiments kleine schwarze Löcher und seltsame Materie zeigen würde.

Nun.

Bitte, liebe Wissenschaftler: Wenn es euch denn erleuchtet, kommt doch einfach mal bei mir vorbei. Kleine schwarze Löcher hab ich heut morgen in meiner Hosentasche entdeckt, und seltsame Materie findet sich zu Hauf im Katzenklo.

Diese Expedition kostet auch keine 3 Milliarden Euro.

Versprochen.

Und ich erklär euch dann, warum eine vermutlich berechenbare Eventualität kleiner schwarzer Löcher große schwarze Löcher in den Taschen der Steuerzahler hinterlässt.

Und warum das unsichere Vorhandensein seltsamer Materie an welchem Ort auch immer mit Sicherheit kein noch so ordinäres Schulbuch in der Tasche eines Hartz-IV-Empfänger-Kindes entstehen lassen wird.

Nein, ich bin nicht wissenschaftsfeindlich.

Ich setze nur andere Prioritäten. Auch- und vor allem- auf Stimmzetteln.



Mit freundlichen Grüßen


Lily, die sich ärgert.




Dienstag, 9. September 2008

Argh.

Herr im Himmel, wirf Hirn herab- aber schnell.

Nicht genug, dass ich einen halben Sonntag damit zugebracht habe, diesen meinen Rechner um die Klippen von 1,1 GB Patches und diversen Tücken diverser Hilfs (HAHA!!)-Programme herumzulavieren, nein. Die Wiederinstallation von WoW war auch sonst alles andere als witzig, denn die Bluescreens flackerten nur so hier über den Bildschirm.
Gestern nun, als ich das erste Mal so RICHTIG losziehen wollte, bin ich zwischendurch mehrmals in das gegangen, was der Standard-User eine Flugschule nennt: Rausgeflogen, Systemstillstand, abgeschaltet, hochgefahren, WLan geht nicht, runtergefahren, hochgefahren, WoW gestartet, zwei Schritte gegangen, Bluescreen.
Nun ja, passiert manchmal.
Heute: Hochfahren, WoW starten, zwei Schritte gehen, Bluescreen. Wieder abgeschaltet, das ganze von vorn, einmal aus dem Bild gescrollt, Bluescreen.
Fehlermitteilung angeschaut (ja, kann man auch früher machen, weiß ich!) und... den Namen meines WLan-Sticks entdeckt.
Übeltäter gefunden, meint man.
Meint man.
"Driver less or equal" lässt auf einen Treiberkonflikt schließen. Zusammen mit der beiläufigen Erwähnung des ohnehin leicht zickigen Sticks beschließt die Userin, den Treiber einem Update zu unterwerfen und lädt frohen Mutes denselben herunter.
Installieren, weiter machen, denkste.
Der scannt und scannt, weil er ein Netzwerk haben will, der Depp. Dabei ist doch eins da, oder?
Nö.
Findet keins.
Scheiße.
Also, was tun?

Rrrichtig.
Neuen Treiber runter, dann ist der alte wieder an der Macht.

Nö.
Dem fehlt nämlich was. Jede Menge Dateien, die der neu geladene einfach mal so entfernt hat.
Ist vermutlich richtig so, aber ich wollte das so nicht!
Neieieien!

Aber wofür hat dieses Betriebssystem eigentlich einen Wiederherstellungs-Dings?

Kann man benutzen, wenn der beste Bruder von allen einen drauf aufmerksam macht.
Aufatmen.

Punkt anwählen, Unternehmen startet, Rechner läuft wieder.
Läuft wieder?

Ja. Bis auf--- das Internet, das geht nämlich erst, wenn man den 3o Zeichen langen Sicherheitsschlüssel eingibt, den man eigens dafür hat vom System erstellen lassen und sich natürlich NICHT aufgeschrieben hat.
Ich wusste, ich würde es bereuen, als ich damals auf "weiter" klickte, einst im Mai oder so, als ich einen neuen Router bekam.
Aber ich habe trotzdem geklickt.
Und ich habe bereut.
Kann es jetzt bitte weitergehen hier?

Menno.

Wie man an diesem Posting sieht, gehts wieder.
Dank der Tatsache, dass XP am Samstag irgendeinen Systemprüfpunkt gesetzt hat, hab ich einen Status VOR der ganzen WoW-Installation gefunden, der nicht allzuweit zurück liegt.
Zum Glück.
Zum weiteren Glück hab ich die Patches, die Sonntag mit der schwindelerregenden Kazepität (oder so, bin schon ganz verwirrt) von 20 kb/Sek. durch die Leitungen schlichen, irgendwo zwischengelagert.
Sonst müsste ich die 1,1 GB und die 25 MB und die 11 MB und was da noch alles an Großpatches liegt, noch mal runterladen.
Und der Blizzard Downloader ist auf jeden Fall die Pest. Auch mit 6000er DSL.
So habe ich es nur mit dem Updater zu tun - und der ist schon schlimm genug.
Zu schlimm für heute abend.
Also bleibt Lilymee heute abend im Schrank, sorry.
Ich geh jetzt fernsehen.
Das hat WoW jetzt davon.
So.

Schönen Abend,


Lily

Zwei Denkmäler und eine Beerdigung

Jeder, der schon einmal eine Zeit in Therapie verbracht hat, wird vielleicht an den Punkt gekommen sein, an dem die Kindheitsgötter stürzen und mit einem gehörigen Getöse im Staub landen.
Die Statuen sind von den Sockeln gefallen, was gut ist. Die Sockel sind zerbröselt, was zunächst mal auch in Ordnung ist- kurze Zeit später stellt sich dann heraus, dass man selbst jahrelang auch mit dem halben Hintern auf dem Sockel gehockt hat.
Und dann entdeckt man plötzlich das Leben in Bodennähe neu.
Es ist voller Erfahrungen- Oh! Schau! Ein Käfer!
Da ist auf einmal jede Menge Platz. Zu welchen Zwecken der nützlich sein kann oder wird, ist noch nicht raus.
Leider muss man nachts auf dem Boden schlafen, denn der Sockel ist weg, und abgesehen von Trümmern, die doch pieken und sehr uneben sind, ist es auch nicht doll, Sand ins Gesicht zu kriegen. Und sich ohne die bequeme, aber erstickende Decke der Verdrängung irgendwie warm zu halten erscheint recht schwierig.
Aber es sind neue Zeiten angebrochen.

Und das ist doch schon mal was.


Der Pessimist in mir sagt, das Glas ist halb leer.
Der Optimist erwidert: Aber ich, ich bin halb voll.



:-P

Lily

Montag, 8. September 2008

Lilymee

Das ist Lilymee, sie ist inzwischen Level 9 und treibt sich in Goldshire, Verzeihung, GoldHAIN herum. Nächste Station: Kathedrale von Stormwind (StUUUrmwind), alles aussteigen bitte.

Und ich?
Ich ess jetzt was.

Lily :D

Weh-oh-weh

Ein paar Leute haben es vielleicht mitbekommen, dass eine Reihe der hier nicht nur verlinkten, sondern auch liebenswürdigerweise kommentierenden Mit-Blogger derzeit nostalgische Zustände bekommen, wenn es um den alten Gassenhauer World of Warcraft (WoW) geht.
Für die, die das Spiel nicht kennen, ein kurzer Exkurs:
Es handelt sich um ein so genanntes MMORPG. Das bedeutet, dass überall auf der Welt Leute an ihren Rechnern sitzen, und über selbige einen oder mehrere Avatare (also Spielcharaktere) durch virtuelle Welten steuern, die auf verschiedenen Servern ebenso weltweit verteilt zur Verfügung stehen.
Es gibt nicht nur reale Menschen an Maschinen als Mitspieler, sondern auch sog. Non-Player-Characters, also programmierte Charaktere, die den Spielern zum Beispiel Aufgaben in Form von Quests erteilen, oder pöse, pöse Schurken, die es zu erlegen gilt, wilde Tiere, gegen die man sich zur Wehr setzen muss und so weiter, und so weiter.
Manche dieser Quests verlangen den strategischen Einsatz von bis zu 40 Spielern (hier: Realen Menschen), die in möglichst gut organisierter Weise ihre verschiedenen Fähigkeiten zusammen anwenden, um irgendwelche Bossmobs (dicke, besonders pöse Schurken oder Monster) zu erledigen. Man muss sich zu Beginn des Spiels entscheiden, welche Art Charakter man spielt, und hat dann mindestens sechzig Level lang Zeit, um die speziellen Eigenschaften und Fähigkeiten, die die Charakterklasse bietet, über Berufswahl, Spezialisierung und Ausrüstung zu optimieren.
Das Spiel gibt es seit einigen Jahren. Es gibt viele Spieler, denen man nachsagt, sie hätten kein wirkliches Leben. Für so manchen trifft das zu- die vergessen oder vernachlässigen Schlaf, Nahrung, Sozialkontakte- gerade letzteres wird schnell vom Spiel ersetzt, eben wegen der Gruppenaufgaben, und der Möglichkeit, via Ingame-Chat oder Headset und Kommunikationssoftware mit den anderen Spielern zu reden.

Ich habe das Spiel mit Unterbrechungen gut zweieinhalb Jahre lang gespielt- war aber nie so absorbiert, dass ich da in Gefahr gewesen wäre, mich in der virtuellen Welt so zu verlieren, wie anderen das passiert ist.
Ich kenne aber Leute, die sich selbst nur durch radikales und konsequentes Aufhören sozusagen vor dem persönlichen Ruin gerettet haben. Die waren den Anforderungen ihres Alltags nicht immer gewachsen, wie das nun mal passieren kann- aber online waren sie Helden.
Kompetent, anerkannt und geachtet in ihren Gilden bzw. Spielgruppen.

O-Ton eines Betroffenen: „Online muss ich nichts beweisen, was ich nicht kann. Da bin ich wer, es ist egal, wie ich aussehe, oder was mein Job macht.“
Der Punkt war bedenklich und hat bei ihm zum besagten Ausstieg geführt, inklusive Nebenwirkungen (die Entzugserscheinungen waren), wie Unruhe, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen.
Inzwischen geht’s dem Betreffenden gut, und er bereut den Ausstieg nicht.
Mein Grund zum Ausstieg war ein anderer: Ich war es leid, allein zu spielen, bin aber eigentlich auch kein guter Gruppenspieler.
In einer Stammgruppe ist es beinahe die Regel, dass man irgendwann bestimmte Termine gemeinsam wahrnimmt. Ohne regelmäßiges und umfängliches Spielen ist man dazu „verdammt“, nicht im gewünschten Tempo weiter zu kommen, denn die Beförderung zu neuen Leveln, mit mächtigeren Waffen, Zaubern und Ausrüstungen ist nur möglich, wenn man Erfahrungspunkte erhält. Schnell verliert man da den Anschluss an die, die 24/7 online sind und zu jeder Tages- und Nachtzeit auf dem Server unterwegs sind. Das war mir zu blöd. Immer darum betteln, dass irgendein hochmächtiger anderer Spieler mich durch irgendwelche Quests oder Aufgaben „zieht“, war mir zu blöd. Für jede Aufgabe, die nur in Gruppen erledigt werden konnte, eine neue Gruppe suchen, war mir auch zu blöd.
Abgesehen davon sind die sog. „Random-Groups“ auch nicht der Bringer, wenn einzelne, vielleicht auch wichtige Mitglieder einen einfach mitten in einer Monsterabteilung stehen lassen und sich verpissen, wenn sie ihren Teil der Gegenstände oder Rätsel bezwungen haben. In feststehenden Gruppen hat man dafür die Möglichkeit, sich auf die Mitspieler zu verlassen, man kennt in der Regel die Stärken und Schwächen, und ist als Gruppe meistens erfolgreich.

Hat man nun nicht vor, jede wache Stunde am Rechner zu verbringen, verabschieden sich auch gut eingespielte Gruppen irgendwann von einem, weil sie schneller weiterkommen als man selbst. Und dann steht man dumm in der Gegend rum- das war der Grund für mehrfaches Aussteigen meinerseits.
Bedingung für mehrfaches Aussteigen ist jedoch mehrfaches Wiedereinsteigen:-D

So. Und Schluss mit dem Exkurs :-)

Nachdem ich las, dass es andere Leute gibt, die auch nicht rund um die Uhr spielen, weil sie auch noch ein Leben haben (hallo Klapsenschaffner:D), der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind (man glaubt nicht, was da im Chat alles so geschrieben wird), und ebenfalls noch einen recht jungen Charakter über den Bildschirm schubsen, hab ich zwei Tage lang hart überlegt.
Und gestern von oben auf dem Kleiderschrank die Spiele-Verpackung geangelt, den Rechner nach der nötigen Zusatz-Software durchsucht, die Patches runtergeladen (fragt nicht! Besser nicht! Meine Flüche waren jugendgefährdend!!) und dann hab ich wieder mal angefangen, auf dem Server „Die Nachtwache“.
Für Informierte: Rollenspiel-PvE-Server.
Für nicht Informierte: Ein Server auf dem es recht friedlich zugehen sollte (<---Konjunktiv!), ohne wüstes Geprolle im Chat, mit einem gewissen Niveau und Regeln für die Kommunikation- eben Rollenspiel.
PvE bedeutet Player versus Environment, d. h. der Haupt-Spielinhalt wird von der (computergenerierten) Umgebung sichergestellt.
Das Gegenteil ist PvP- Player versus Player. Da wird man gern, zusätzlich zum Grund-Spieleinhalt, aus dem Hinterhalt von Spielern der Gegenseite angegriffen, und es gibt Gebiete, da geht das auch ohne weiteres.
Das ist sehr vereinfacht, ich weiß. Aber so ganz hab ich das mit der Ehre und den Arena-Geschichten nicht verstanden…

Also, die Dame heißt Lilymee, ist eine Paladin-Dame menschlicher Abkunft (es gibt auch Gnome, Zwerge, Nachtelfen, Blutelfen, Orks, Draenei, Untote, Tauren und Trolle) und sie hat den stolzen Level 6 (von 70 möglichen- oder sinds inzwischen 80?)

Sie wird Kürschnerei und Bergbau lernen, sowie das Kochen als Nebenberuf- irgendwie muss Mensch zu Geld kommen, welches auch im Spiel benötigt wird. Obwohl ich ja überlege, sie Juwelenschleifen lernen zu lassen. Das hab ich noch nicht gemacht. Kürschnerei und Bergbau sind schon recht einträglich, wenn auch langweilig.

Alchimie, Kräuterkunde, Verzaubern, Schneidern, Lederverarbeitung- gibt es noch mehr inzwischen?- gingen auch noch. Manche Berufe greifen ineinander, wie zum Beispiel der des Kürschners mit dem Lederverarbeiter, oder Kräuterkunde mit Alchimie. Manche sind einfache Sammelberufe, und was man sammelt, verkauft oder verschenkt man.

Erste Hilfe und Angeln sowie Kochen sind Nebenberufe, die kann jeder erlernen. Sowohl Nahrung fangen/ zubereiten als auch Erste Hilfe sind wichtig für die Regeneration der Spielfigur.

Heute Abend stell ich mal ein Foto meines kleinen Mädchens in den Blog.
Und dann ist ein bisschen Spielen angesagt in der nächsten Zeit. Statt Fernsehen :D


Lily

Sonntag, 7. September 2008

Der letzte Tag




ist angebrochen. Morgen um diese Zeit werde ich das Gefühl haben, nie weg gewesen zu sein, und gegen Mittag bin ich urlaubsreif- so geht es immer. Warum erholt man sich eigentlich nicht so, dass es mal für ein paar Tage reicht? Okay, rhetorische Frage, weiter im Text.


Feinkost und Devotionalien Plus hat schon seit knapp 14 Tagen die Lebkuchen im Regal stehen, und draußen fallen die Blätter. Alles untrügliche Zeichen, dass auch das Jahr an Altersschwäche zu leiden beginnt. Zeit, die Deko für den Herbst aus den Kisten zu holen. War das früher (TM) auch so? Ich kann mich zumindest für meine Kindheit nur an einen Osterstrauß samt bunt bemalter, ausgeblasener Eier erinnern, zu Weihnachten gab es Adventskranz und Glitzertanne. Komisch, Christbaum hat Open Office gerade gerügt. Glitzertanne nicht.

Jedenfalls wurde da weder zu jedem sich auch nur entfernt anbietenden Anlass aufgerüstet, noch mussten die Energieversorger ein paar Zusatzkraftwerke anwerfen, damit die Lichterketten auch schön blinken konnten.

In diesem Jahr hab ich einen selbst geklauten Maiskolben ins Deko-Rennen zu werfen, sowie ein paar potenzielle Kürbisse. Auch die bleiben vermutlich da, wo sie sind. Denn das Katzenkommittee mag auch gern spielen, vor allem mit Dingen, die rascheln und/oder rollen, die man mit den Krallen bearbeiten oder in die man hineinbeißen kann. Den Maiskolben musste ich schon einmal retten.

Die Kürbisse stehen noch im Laden.

Eigentlich bin ich immer sehr froh, dass meine lückenhaft ausgeprägten Schmück-Instinkte nicht mehr gefordert werden- dann fällt wenigstens nicht auf, dass ich eine Bastel-Behinderung habe. Das Gen fehlt mir einfach. Ich kann wohl stricken und solche Sachen, aber kleine Perlen zu glitzernden Halsketten verarbeiten? Window-Colors? Serviettentechnik (spei...)? Nee, danke. Seidenmalen hab ich mal gemacht. Genau zwei Teile wurden fertig, und auch ganz schön. Aber dann war der Bedarf gedeckt, schönen Dank auch. Bei diesem Bastelwahn muss man ja auch immer aufpassen, dass man was aussucht, was nicht irgendwann aus der Wohnung schwappt und ganze Stadtteile überschwemmt mit den Produkten der Kreativität. Meine Schwester kann sowas ganz prima, und von Zeit zu Zeit darf ich mal mitmachen. Dann stell ich mich blöd an, und geb was bei ihr in Auftrag. Sie macht das dann sehr schön, vor allem Schmuck, und alle Beteiligten sind glücklich. Auch die Bastelzubehörindustrie.

Sie hat mehrere große Kleinteilemagazine voller Perlen, Steinen, Pailletten und Draht, Verschlüsse und Seiden- bzw. Lederbänder, und ist da wirklich unglaublich geduldig und auch motiviert.

Sie kann sogar schwarze Tonpappe verkleben, ohne a) selbst anschließend wie ein Schwein auszusehen oder b) alles mit Klebstoff zu vermatschen.

Dafür ist ihre Wohnung und auch der Garten zu den entsprechenden Jahreszeiten immer ein Bild aus Schöner Wohnen.

Wie gesagt, ich bin dankbar für meine vier vierbeinigen Entschuldigungen... Es reicht soeben für ein Stück Fensterschmuck da, wo die Abräumkommandos nicht hinkommen.

Einen Weihnachtsbaum hatte ich zuletzt 2001. Da waren die Katzen noch zu zweit, und ich auch, bzw. der Herr Sohn und ich wohnten noch zusammen. Emily und Henry, die damalige tierische Bewohnerschaft, waren bereits einige Jährchen alt und auch von ihrer Rasse her eher wenig unternehmungslustig gesonnen. Eine 3,50 m hohe Nordmanntanne wollten sie gar nicht erklettern, also blieb diese in der gesamten Zeit unbehelligt. 200 kleine Lichter hatte die Tanne, einen goldenen Stern obendrauf und keinen sonstigen Schmuck. Schön, eigentlich. Sicherheitshalber hatte ich sie trotzdem in der Zimmerecke angebunden.

Heutzutage würden die drei Kater sich vermutlich von der Spitze des Baums aus in die oberen Geschosse vorarbeiten. Wenn ich überlege, mit welcher Ausdauer vor allem Karlchen im Frühling am großen Wohnzimmerfenster hochgesprungen ist, um die Deko da zu erwischen... dabei war das noch nicht mal was glitzerndes oder baumelndes, sondern schlichte Blümchen aus Filz. Aber da war was an der Scheibe, und das musste weg, koste es, was es wolle.

Andererseits erledigen die drei auch im Nu jedes fliegende Untier, das sich hier Einlass verschafft. Also nichts mit Spinnen chez Lily. Auch keine Schneider, Schnaken, Fliegen, Wespen. Irgendwann erwischen sie jedes Viech. Nur letztens nicht den gruseligen Millionenfüßler. Oder obs doch nur tausend...? Egal, jedenfalls hab ich mit einer Katze nach dem Tier geworfen, aber die Katz war zu verblüfft um ihn zu fangen. Daraufhin hab ich eine meiner alten Boxen drauf fallen lassen. Nicht auf die Katze. Es hat geknirscht...

Denn bei aller Tierliebe: „Maximal vier Beine“ lautet die Maxime. Alles andere finde ich gruselig.

Und wenns dann vielleicht noch Flügel hat, steht es auf der Eliminierungsliste. Zumindest in der Wohnung; draußen soll das Vieh seinen Spaß haben, da gehört es hin.


Habt ihr auch schon Post vom Finanzminister gekriegt? Meine ewige Steuernummer ist letzte Woche hier eingetrudelt. Und wie das mit Menschen im öffentlichen Dienst verblüffend oft so ist, habe ich keine Ahnung, wo ich das Ding abheften soll- denn ich kann nicht garantieren, auch ewige Akten zu führen. Eigentlich führe ich gar keine, sondern nur Stapel. Die von Zeit zu Zeit einfach entsorgt werden. Inklusive allem, was sie enthalten.

Nun bietet sich das nicht gerade an, wenn es um solche Nummern geht. Was also tun? Auswendig lernen? Sich ein Schmuckstück machen lassen, in das die Nummer eingraviert ist? Falls man mal irgendwo tot aufgefunden wird? So in der Art einer Erkennungsmarke? Oder sollte man die Nummer codieren, und sich mit einem Mikrochip versehen lassen? Und was passiert, wenn ich die Nummer verkrame? Kann ich meine Existenz dann noch nachweisen?

Bis ich da eine Entscheidung getroffen habe, bleibt der Brief da, wo er immer auffällt und täglich gesehen wird: Im Filtertütenbehälter.


Der Lily-Vater ist mit frisch implantiertem Hilfsmotor gestern nach Hause entlassen worden. So gut war er schon lang nicht mehr drauf- vermutlich war auch sein Gehirn schon lang nicht mehr so gut und dauerhaft durchblutet. Auf die nächsten 76 Jahre...

Und das beste daran ist: Ich muss nicht mehr nach Gelsenkirchen. 6 verschiedene Wege haben wir in insgesamt 4 Tagen (mit vier Besuchen dort) gefunden. Wenn wir eines sind, dann kreativ.


Dafür wollte ich heute eigentlich die Wintergarderobe durchsehen und im Schrank nach vorn holen- ich fürchte aber, dass die parfümierten Schrankpapier-Blätter dem ganzen nicht so gut getan haben. Das Schlafzimmer duftet nett, aber in der Wäsche kommt das eher penetrant rüber- die Sachen liegen schon ein halbes Jahr da drauf rum.

Also werde ich gleich eine Mega-Waschorgie beginnen. Wobei das mich weniger abturnt als die Bügelmenge, die sich da am Horizont auftürmt. Besonders deprimierend, weil ich keinen Film mehr zum Anschauen habe, den ich nicht schon mindestens dreimal gesehen hab.

Und Paul hockt gerade vor mir und wünscht, den dicken Bauch gekrault zu bekommen. Schwere Entscheidung. Erstmal kraulen, denke ich- die Wäsche läuft nicht davon.


Einen schönen Sonntag, macht was Tolles,



Lily





Samstag, 6. September 2008

Zum Geburtstag...

nachträglich.

Freitag, 5. September 2008

Eigene Wortbestätigungen

laufen außer Konkurrenz und spielen beim Wettbewerb keine Rolle- aber den unten stehenden, der passend zu einem eher fäkalen Thema auf Frau Meises Blog erschien, wollte ich euch nicht vorenthalten. Meine Herrn. Was für ein Treffer.




Donnerstag, 4. September 2008

Dies hier

war der 1000. Kommentar auf diesem Blog:


Meise hat einen neuen Kommentar zu Ihrem Post "One single moment..." hinterlassen:

Ein Blogger-Treffen! Genau! Da bin ich für zu begeistern!!! :)

Und zu deinem Post sag ich mal lieber nix, bin schon hibbelig genug! ;)

Danke, liebe Meise!!!
Und herzlichen Dank euch allen. Kommentatoren sind das Manna des Bloggens. Oder die Manna-Spender? Hm. Jetzt geraten mir schon die Metaphern durcheinander.

Schönen Abend, and keep on commenting:-)


Lily





Und weil







sie so unglaublich niedlich waren, noch ein paar Babyfotos von Ed und Paul:





Das Komaschaf


Wie ich Paula schon berichtet habe, hat mir eine liebe Freundin damals ins Krankenhaus ein Stofftier mitgebracht, das aus verständlichen Gründen "Komaschaf" getauft wurde (nein, nicht Kommaschaf, lieber Enno!) Ich kann es derzeit nicht finden, daher nur ein altes Foto von ihm. Samt vollkommen verschrecktem Mini-Paul.

One single moment...

Was ich bei einer Mitbloggerin heute gelesen habe, hat mich an meine eigenen Versuche erinnert, im Netz Kontakte anzuknüpfen über Chat-Plattformen, irgendwelche Singlebörsen und sonstige Verkupplungs-Websites.
Denn spätestens beim Dübeln ist es praktischer, nicht alleine zu sein- schließlich muss einer den Staubsauger halten, während der andere die Löcher in die Wand macht. Oder?
Nun ja, der ein oder andere mag da einwenden, dass es auch möglich ist, liebe Freunde oder Kollegen um diese Art Hilfeleistung zu bitten. Aber seit mir mal ein Bekannter angeboten hat, mir die Schlafzimmerlampe anzubringen, und das mit mehr als deutlichem Subtext, schraub ich manches lieber alleine fest.
Insgesamt kann man das so zusammenfassen.
Wobei es den Schlafanzug-Typen wirklich gab. „Falls wir es uns bequem machen“--- meine Herrn.
Außerdem war der wirklich sauer, dass es nicht bequem wurde, sondern ein recht kurzes Treffen. Und der Schlafanzug war von der Sorte, mit der man nicht mal tot überm Zaun hängen möchte. Ich jedenfalls nicht.
Bei einem Anbieter waren Frauen unter 45 umsonst Mitglieder, sowie Männer, die eine Frau über 45 suchten. Schön, wenn man bereits von Betreiberseite unter „schwer vermittelbar“ und „nur als Sonderangebot verkäuflich“ eingestuft wird. Wobei das tatsächlich ein seriöser Betreiber ist, nämlich einer von denen mit verifizierten Daten. Da ist BlondeJessica18 nicht 52, übergewichtig- und männlich.

Natürlich laufen draußen in freier Wildbahn auch eine Menge merkwürdiger Menschen herum. Keine Frage. Aber in einigen der stilleren Ecken des Netzes scheinen sie sich zu sammeln. Vermutlich ist das bei Leuten, die 10 Jahre jünger sind, schon wieder anders, da das Netz von höheren Prozentsätzen der Altersgenossen genutzt wird- und somit der Nerd-Anteil darunter vergleichsweise gering ist.

Da ich das Frauen-Angebot nicht gecheckt habe, kann ich dazu nicht viel sagen, aber bei den Männern ist mir schon aufgefallen, dass die meisten Profile entweder die Rotwein-Kamin-Golf-Connection favorisierten. Oder aber sie betonten die Bier-Currywurst-Fußball-Vorlieben. Ganz übel aufgestoßen ist mir die Esoterik-Kräutertee-Kreativitäts-Linie. Aber normale Leute? Fehlanzeige, zumindest in meiner Altersklasse.
Vermutlich haben die alle noch relativ junge Kinder und die besetzen den ganzen Tag den Rechner :-)
Ich glaub auch, dass die reinen „Leute-kennenlernen“-Seiten von Menschen ab Vierzig wirklich nicht so frequentiert werden. Da ist Kennenlernen noch ein ernsthaftes Geschäft- und einfach so Kontakte zu knüpfen, ohne gleich sesshaft werden zu wollen, ist per Netz nicht so angesagt.

Was überhaupt nicht schwer zu finden ist, sind verheiratete Männer. Aber davon hatte ich schon genug in meinem Leben, und ein nicht zu unterschätzender Anteil war nicht mit mir verheiratet.

Unabhängig von allen moralischen Erwägungen jedoch möchte ich niemanden als potenziellen Partner haben, der mit mir fremdgeht... die tun das nämlich immer wieder. Zumindest die meisten.

Einmal hab ich übrigens wirklich einen Lebensgefährten aus dem Netz gefischt.
Der war eigentlich sogar ganz nett, nur wirklich, absolut und total nichts für mich, und das hat sich leider erst nach einer Weile herausgestellt. Dann aber gründlich.

Aber lasst euch von mir den Spaß bloß nicht verderben :-)))
Und vor allem: Viel Glück, da draußen!



Lily

Mittwoch, 3. September 2008

Irre

So kam ich mir vor, nachdem wir heute wiederum zwei andere Wege gefunden haben, die nach Gelsenkirchen führen. Bzw. einen neuen Hin- und einen neuen Rückweg. Ich sammle jetzt.

Ich würde mich in meiner eigenen Hosentasche verlaufen, soviel ist sicher.
Aber da ich eine Tochter meines Vaters bin, hab ich heute die Dame am Empfang darüber informiert, dass
a) die falsche Adresse in der Teleauskunft steht. Die richtige Hausnummer ist nicht Dingsbumsstraße 12, sondern... Tadaaa.... 135. Liegt ja nahe.

b) ihre blöde Homepage keinen sinnvollen Dienst erfüllt. So. Das haben sie jetzt davon.

Von der Rezeption hab ich dann noch einen Flyer mitgenommen, der eine Übersichtsskizze enthält sowie tatsächlich Telefonnummern. Immerhin.

Und soll ich euch was verraten? In der Gruppe der mir nicht sympathischen Städte ist Gelsenkirchen derzeit auf Platz eins. Ich weiß, arm und so. Trotzdem.
**


In der Liste der mir unsympathischen Filmgestalten steht seit gestern abend wieder Dolores Umbridge an Platz eins. Danach kommt lange nichts, nicht mal Snape. Denn Alan Rickman ist mit gewaschenen Haaren doch ein recht ansehnlicher Mensch.
Selbst Voldemort hat die Dezenz, sich nicht in rosa Kostümen zu zeigen.
**


Meinem Vater geht’s prächtig, vielen Dank für die Nachfragen. Das liegt dran, dass sie den Schrittmacher noch nicht installiert haben (sagt man das so? Eingesetzt? Implantiert?)
Vermutlich wird es morgen früh stattfinden. Traditionsgemäß (seit meinem Abitur) brennt bei so was zu Hause immer eine Kerze. Bei mir dann auch, sofern ich nicht bei der besten Therapeutin aller Zeiten gerade meinen Donnerstag-Morgen-Termin habe. Also wieder Essig mit Ausschlafen- aber das hält fit, meine Damen und Herren. Und beugt dem Schock vor, nach Ende des Urlaubs plötzlich nicht aus dem Bett zu kommen (ich komme nie gut aus dem Bett, außer ich könnte ausschlafen. Dann bin ich um halb fünf hellwach)
**


Jetzt bin ich dafür hundemüde. Vermutlich von den ganzen Umwegen, die wir gefahren haben- man sage nicht, dass wir nichts zu sehen kriegen in meinem Urlaub.


Gehabt euch wohl!


Lily

Dienstag, 2. September 2008

Uralub. Äh. Urlaub.

Ein seltenes Ereignis hier chez Lily. Bzw. eigentlich schon recht oft, aber recht selten am Stück. Was daran liegt, dass es
a) schwierig ist, für 4 befellte Übeltäter einen Vertretungsbewährungshelfer (Warum, WARUM kennt OpenOffice dieses Wort, aber Resturlaub nicht?) zu kriegen und
b) zu Hause für 14 Tage am Streifen auch nicht gerade witzig ist.
Wegfahren ist auch budgettechnisch derzeit eine Unmöglichkeit. Also zerstückel ich den Urlaub so nach und nach, und was ich derzeit gerade habe, ist der Resturlaub aus 2007. Für 2008 hab ich dann noch mal 30 Tage. Die breche ich wahrscheinlich gegen Weihnachten dieses Jahres an.

Trotzdem ist es schön, mal nicht ins Büro zu müssen. Leider musste ich heut morgen trotzdem um sechs raus, weil meine unbekraftfahrzeugten Eltern eine Fahrt in eine Nachbarstadt vorhatten. Mein Vater kriegt dieser Tage einen Schrittmacher, und da ist das mit den Bussen und Bahnen, die die Beiden sonst nutzen, ein Problem.

Eine Fahrt zu einer unbekannten und stressbesetzten Destination, im Gepäck den Patienten und seine Frau, ist immer ein Stück, das von Loriot ausgedacht sein könnte.
Leider hatte der Kardiologe den Termin vereinbart, und meine Eltern hatten weder einen Flyer mit Informationen zum Krankenhaus noch eine Telefonnummer oder sonst irgendwelches Infomaterial bekommen. SEHR unglücklich, um nicht zu sagen: Scheiße.
Es fing an, als ich das erste Mal nicht sicher war, ob wir abbiegen müssten oder nicht...
Mitten im Durcheinander von Gelsenkirchen Mitte, wo ich mich überhaupt nicht auskenne, rief meine Mutter immer von hinten: „Die L633 müssen wir suchen, da müssen wir her“- das war mir auch klar. Allerdings ist Gelsenkirchen eine sehr, sehr arme Stadt, spart schon an Straßenschildern (HASS)-- da erwartet niemand wirklich, Landstraßennummern bei 70 km/h erstens zu finden und zweitens lesen zu können. Niemand- außer meiner Mutter.
Google Maps hatte also unvorsichtiger Weise zwar die Landstraßennummern mit erwähnt. Leider war auf der mitgedruckten Kartenansicht nur ein grauer Strich vor grau schattierten anderen Strichen zu erkennen, aber kein einziger Straßenname, man kennt das. Einmal vom vorgedruckten Weg abgekommen und man ist am Arsch.
Wir haben es gefunden, selbst ich konnte mich noch dumpf an den Stadtteil erinnern, in dem meine vor 25 Jahren regelmäßig frequentierte Fachhochschule steht. Also, an die Richtung. Einmal dort angekommen, gab es ungefähr alle drei bis sieben Kilometer einen Wegweiser.
Schon die Website dieses Großkrankenhauses war dazu angetan, einen mit den Zähnen knirschen zu lassen... denn nirgendwo da gab es eine Anfahrtsskizze. Eine Wegbeschreibung von den drei oder vier Autobahnen aus, die rings um Gelsenkirchen ihr Unwesen treiben. Oder auch nur eine Anschrift. Stattdessen das Leitbild, allerlei christliche Werte sowie genaues über Hausordnung und Mahlzeiten. Eine Anfrage per Suchfunktion ergab immer „Die Datenbank ist nicht vorhanden“. Prima.
Die Adresse musste ich also aus der Teleauskunft suchen- immer mit dem Risiko, nur eine nominelle Anschrift zu haben, nicht aber die des Haupteingangs.
Und so war es auch. Die Hausnummer, die dieses Krankenhaus hat, lag mitten in einer kleinen, engen Nebenstraße, keine Klinik in Sicht. Woraufhin auf den billigen Plätzen Panik ausbrach, weil ich ja wohl die falsche Anschrift rausgesucht hätte.
Ich mag es, in einer unbekannten Gegend rumzusuchen, Einbahnstraßen, Gegenverkehr und Schulkinder inklusive, und mich gegen Angriffe von der Rückbank verteidigen zu müssen.

Wunderbarerweise war innerhalb des Hauses dann von der miesen Homepage nichts mehr zu merken. Stattdessen wussten offenbar alle, was sie taten- und eine dreiviertel Stunde nach dem Termin war mein Dad auf seinem Zimmer und Muttern und Lily auf dem Weg nach Hause. Welches wir auch gleich gefunden haben :-)

Und ich hab Spaß: Morgen und übermorgen fahren wir wieder dahin- bin gespannt, wieviel Wege wir bis dahin finden werden.

LG

Lily

Montag, 1. September 2008

Ratlos

funny pictures
moar funny pictures

Durcheinander geschrieben

---noch 18 Kommentare, dann wird der tausendste geschrieben sein. Wow. Ihr seid echt fleißig.


---ich bin ab heute faul: Habe bis zum Ende der Woche Urlaub. Yay.


---Uschis Ehemann hatte ein paar gute Ideen bezüglich des Problems mit der abstehenden Hohlkehle. Ich werde mir mal ein paar Gedanken dazu machen. Besonders gut hat mir die Idee gefallen, das Laminat ringsum auszuschneiden und in einer Kontrastfarbe neu zu legen, so dass nicht die Notwendigkeit besteht, so einen breiten Spalt abzudecken. Ich mag zweifarbige Fußböden.


---Hat jemand Erfahrungen mit Tafelfarben oder -Folien? Ich würde gern die Seite meines Gefrierschranks damit bekleben bzw. anstreichen. Kann man die Farbe auf metallischem Untergrund benutzen? Ist Folie besser? Oder Farbe?


---Weiß jemand, ob hinter meiner großen Kühl-Gefrier-Kombi noch eine zweite Steckdose versteckt ist? Kann da gerade nicht nachschauen :-)


---Habe mein Portemonnaie wieder hier bei mir. Das ist ein Gefühl, als ob man einem Baby seinen Lieblingsteddy wieder beschafft hat: Unbeschreiblich.


---Wenn mich nicht alles täuscht, ist dieExBraut wieder aus den Flitterwochen zurück. Willkommen zu Hause, Kleene! Du hast reichlich zu lesen hier :-)


Ich werde jetzt die Katzen und meinen Kram hier einpacken und umziehen. Ins Wohnzimmer, auf die Couch. Fernsehen. Auch mal nett:-)

Euch allen einen schönen Abend,


Lily