Diese Stulpen waren nicht allein.
Diese Stulpen stülpten sich über Stiefel.
Erst 46, und schon seit 12 Jahren keinen Elternsprechtag mehr besucht.
Das ist so ähnlich wie sich mit dem Hammer auf den Daumen zu hauen, und dann zu genießen, dass der Schmerz nachlässt.
Gnade zeigt sich doch oft unverhofft :-)
Immer wenn ich mit der Kamera los ziehe, bin ich schon vorher gespannt auf das, was zu sehen sein wird.

in der vergeblichen Hoffnung, dass Tippen gegen meine steinharten Nackenmuskeln besser hilft als Weiterstricken.
Ein paar Daten zum derzeitigen Stand der Dinge?
Rauchfrei seit drei Wochen, seit Dienstag komplett ohne medikamentöse Unterstützung (was gut geht). Rauchfrei hat bisher eine Ersparnis von ca. 60 € gebracht. Diese wurde wie folgt ausgegeben:

außer mir noch jemand nur einen weißen Kasten anstelle des Links zum Flickr Account?
*grübel*
L
Maschen sind jetzt gestrickt, mit Hilfe von 800 g Wolle.
Inzwischen ist er noch ein bisschen länger, hat tatsächlich 2,50 m, und ist fertisch!
Yay.
naht mit Riesenschritten. Zeit, sich was zu überlegen?
Manche haben das schon getan :-)
s. dort.
Ich hab mich jedenfalls angemeldet.
Schönen Abend zusammen,

-Merkwürdiesch... es iest sähr merkwürdiesch, wenn die 'Auptpärson in eine Fielm, die spriescht die ganze Zeit mit eine auffälliesche französiesche Akzong, dieses auch fortsääätst, wenn sie spriescht mit iehre Landsleutää- in dem, was wir für ihre Muttersprache 'alten sollen. Sehr seltsam, wirklich. Noch seltsamer, wenn einem das als "Hochwertige deutsche Synchronisation" verkauft werden soll.
--Das hat auf mich inzwischen die gleiche Alarmwirkung, wenn es um Schmuck bei Woolworth, Karstadt, Tchibo oder Neckermann geht. Es mag ja, rein materialmäßig, sich um anständiges Zeug handeln. Aber designtechnisch??? Holy Moly, dann lieber Kaugummiautomat.
--Und, wenn ich mir den heute im Postkasten gewesenen Neckermann-Schnäppchen-Uhrenprospekt so anschaue: Wer würde wirklich eine Uhr kaufen, die deutlich sichtbar "Guess" auf dem Ziffernblatt stehen hat?? Da kann ich mir auch eine Sonnenuhr ans Handgelenk binden.
-- Nach nunmehr 2,10 m Schallänge wollte ich gestern abend mal was anderes machen als dieses etwas stupide 2r 2l. Habe neue Wolle aus meiner Kiste gezaubert. Habe, nur so probehalber, ein paar Maschen aufgeschlagen und losgelegt und hatte nach einer Viertelstunde mehrere Zentimeter Schal fertig.
2 rechts, 2 links, wie gehabt... Das könnte man flesh memory nennen, wie Ms Rowling das tut.
--Vom besten kleinen Bruder der Welt habe ich leihweise ein Luftreinigungsdings bekommen, und versuche, den ollen Qualmgestank hier aus der Wohnung zu bekommen. Wenn ich inzwischen diese vier Wände betrete, riechts nach Waschpulver, Fencheltee und---Katze. Aber Rauch? Eher nicht, würde ich sagen. Allein schon, weil mir das wirklich auffallen würde. Wenn ich mich ins Auto setze, könnte ich sofort loskotzen.
Und ich dachte immer, mit geschlossener Aschenbecherklappe riechts darin nicht nach Rauch. So kann man sich täuschen.
Frischluftgrüße von

Nachdem gestern mittag beim besten Willen kein Fitzelchen blauer Himmel über dem Ruhrgebiet zu sehen war, klarte es gegen vier plötzlich auf, und wir, d. h. Meise und ich, machten uns auf, die Welt zu erobern. Zu dem Zweck brauchten wir erstmal einen Überblick, den wir nach anstrengendem Aufstieg auf die Tetraederhalde schlussendlich auch bekamen- s. Foto. Mir hat der Spaziergang nach oben schon gereicht. Um das Tetraeder selbst zu erklettern fehlte mir ein Sauerstoffgerät hatte ich dann Schiss keine Lust . Aber die Meise, die hat sich bis ganz nach oben an den Himmel dran getraut. Mir wurde schon von unten übel.
Sie sagt, es war furchtbar windig, und weil ich so eine zarte Gestalt eine Schisselse bin, war es wohl besser, unten zu bleiben, bevor der Wind mich weg weht ich mir vor Angst in die Hosen mache.
Als wir uns dann eine Weile und so ca. 100 Fotos weiter wieder auf den Rückweg machten, ging die Sonne schon langsam unter.
Gesund gelebt, frische Luft und was zu sehen gehabt, lecker gegessen, die Pilzfalle* umgangen- was will der Mensch mehr?
* Die Pilzfalle war ein klassisches Dezimalproblem. Die im Laden zwecks Verzehr ausgewogenen Pilze kosteten 3,99 je hundert Gramm. Nicht je Kilo. Zum Glück haben wir vor der Kasse noch mal einen Blick aufs Wiegeetikett geworfen. 22,20 € für ein paar Pilze wären doch etwas viel gewesen.
Schönen Sonntag!
hat wieder nicht ausgereicht, um die wirklich lustigen Leser auf diese Seite zu locken, obwohl ich (wohl unbewusst) wie mir dann im Nachhinein auffiel, mit meinen fiktiven Buchtiteln "Ich war ein willenloser und-so-weiter" schon allerlei in Richtung bizarre Hits unternommen habe.
Stattdessen treibt sich hier auf Blogorrhoe die intellektuelle Elite herum (wie ihr mir bestimmt gern bestätigen würdet). Inquiring Minds Want to Know:
so schön war, und passend zu Weihnachten und weil Spam-Bots doof sind und nicht kapieren, dass ich ein Mädchen bin:
Ab sofort wieder mit Captcha.
Sorry dafür, aber ich hab zwei Tage mit Spamlöschen verbracht, und nein, ich kaufe kein Viagra. Auch wenn es meine Manneskraft stärken sollte, was ich bezweifle.

war ich eine Woche rauchfrei.
Als ich acht Jahre alt wurde, hatte ich das erste Mal mehr als hundert Bücher. Meine Güte, war ich stolz auf das Regal, das mein Vater mir anbrachte. Weiße Wandhalter (oder eigentlich besser Bretthalter, denn die Wand steht ja von allein) und mit dunkelblauem Kunststöff überzogene Regalböden unbekannter Zusammensetzung.
Drei Böden insgesamt. Und alles voll mit Büchern, mit MEINEN Büchern.
Eigentum und Privatsphäre waren in den sechzigern für Kinder in großen Familien nicht so modern. Es herrschte eine Art Kommunismus- keiner hatte wirklich was, und was er hatte, musste er teilen, sonst gab’s Mecker vom obersten Sowjet von Muttern. Was man von dieser Erziehung hat, sind vier futterneidische Kinder, die sämtlich all die Dinge, die die ihren sind, eifersüchtig hüten, denn irgendwer droht immer, ihnen das schwer erkämpfte Gut wieder streitig zu machen. Mein eigenes Regal bedeutete somit doppelt und dreifach, dass alles, was darauf stand, MEINS war. Es hing erst überm Nachttisch, und später dann über einem Schreibschrank, so einer von denen mit einer Klappe, die man herunterklappen kann und auf der man dann seine Hausaufgaben nicht machen kann.
Diese Klappe war höchst ungeeignet für Hausaufgaben, weil viel zu klein, um zum Beispiel Bücher drauf zu lagern, wenn man was erledigen wollte. Aber: Sie war abschließbar. Deshalb war sie mir sehr lieb und teuer, denn das war das einzige Verschließbare, das ich hatte. In bestimmten Lebensaltern ist so etwas wirklich wichtig.
Bei den sonstigen Dingen in dem Zimmer, in dem ich schlief, handelte es sich um
a) zwei Schlafzimmerschränke, einer von Oma, einer von irgendwelchen anderen Leuten
b) einer Chaiselongue höchst suspekter Abkunft, auf der der Familie überschüssiges Bettzeug unter einer olivbraun-grün gescheckten Tagesdecke lagerte (ich hab heut noch diesen staubigen Geruch in der Nase...)
c) einer Frisierkommode, womit nicht so ein frivoles Möbel aus den Fünfzigern mit Spindelbeinen und geschwungenen, femininen Formen gemeint ist- nein. Eiche „ruhrschwarz“, weiße Marmorplatte, ein ordentlich rechteckiger Spiegel (mit geschliffenen Kanten, immerhin) darüber, und das ganze ungefähr so groß wie anderthalb Waschmaschinen. Oben drauf: Eine altmodische Waschtischgarnitur, also Kanne und Schale aus Porzellan. Ein braves Möbelstück aus den Dreißigern, dem Design nach zu schließen. Klobig, klotzig, aber „Stauraum“.
d)Ein Bett. Aaaaber nicht etwa nur ein Bett, nein. Eine Doppelbettscheußlichkeit von Oma. Mit Sprungrahmen (ihr jungen Leute wisst nicht mal, was das ist, wette ich :-)), Roßhaar-Matratzenschonern auf denselben, unterhalb der dreiteiligen Matratzen, und auf der einen Seite Lily, auf der anderen Seite – Oma.
Jawoll. Als ich so ungefähr 7 war, quartierten meine Eltern mich aus dem bis dato mit vier Kindern schon dezent überfüllten Mini-Kinderzimmer aus und bei Oma, die auf derselben Etage eine Wohnküche, ein Bad und ein Schlafzimmer hatte, ein. Es war wirklich, wirklich eng in dem Kinderzimmer, das neben den knapp 12 m² Grundfläche auch noch schräge Decken hatte. Aber bei Oma einzuziehen?
Das bedeutete, niemals wieder eine Freundin (oder, Gott bewahre, einen Freund) einladen zu können, denn wo sollte man mit denen hin? Ins elterliche Wohnzimmer? Im Kinderzimmer hockte der Haufen Geschwister, und ansonsten waren auch überall Leute. Also hab ich mir früh angewöhnt, meine gesellschaftlichen Bedürfnisse außerhalb meiner vier Wände zu befriedigen.
Das bedeutete auch, dass man nicht mal einen Kleiderschrank hatte, den man nicht mit Omas Wäsche teilen musste (und mit ungefähr 7 Jahrgängen der Zeitschrift „Eltern“, soweit ich mich erinnern kann, lagerte man diese ebenfalls in diesem Schrank). Da war so eine miese Klappe vor dem Schreibtisch echt was wert- jedenfalls so lange, bis ich eines Tages nach Hause kam, und meine Mutter samt Putzeimer damit beschäftigt fand, meinen Schreibtisch aufzuräumen.
Dafür hasse ich sie noch heute. Ganz offen.
Auf Befragen meiner Mutter über das Ausmaß an Überlegung, welches dieser Einquartierung zugrunde lag, konnte sie keine befriedigenden Angaben machen (im Verlauf dieser Befragung kam es zu keinen körperlichen Schäden bei beteiligten Müttern, aber nur so gerade eben). Sie findet heute, dass das wirklich keine sehr gute Idee war. Sagt sie zumindest, aber ich bin auch 20 Zentimeter größer als sie, und habe eine größere Reichweite.
Seltsam, nicht wahr, dass einen nach beinahe 40 Jahren so eine Sache immer noch so furchtbar wütend machen kann. Das ist irrational und sinnlos, aber es spiegelt in ganz hervorragender Weise wider, warum ich heute noch genau so irrational darauf bedacht bin, meine Privatsphäre zu wahren, und auf kaum etwas allergischer reagiere als darauf, dass jemand in meinen Sachen kramt. Das macht mich derart schnell derart zornig, dass ich mich nur mit Mühe davon abhalten kann, körperliche Gewalt auszuüben. Außerdem erklärt es, warum ich hier allein auf 94 m² wohne, und mich keinesfalls verloren fühle. Ein Zimmer mehr würde mich nicht stören. Dabei ist die Wohnung nicht mal besonders voll.
Okay, die Giraffe im Schlafzimmer muss langsam mal raus. Aber ich will sie vorher fertig machen. Wenn die Nichte sie nicht will, dann nehm ich sie selbst. Irgendwie hat sie was :-)
So, und mit diesen Worten begebe ich mich wieder ins Bett, nachdem dieser frühmorgendliche Schreibanfall auf den ihm zustehenden Platz gewandert ist.
Und wer weiß? Vielleicht gibt’s morgen mal wieder ein Lilyskop? Es wird Zeit.
Bis dahin macht et joot,

Und es begab sich also zu der Zeit, als die Frau Merkel Königin von Deutschland war, dass ein Duft ausging von der Pommesbude an der Ecke. Ein Duft, sag ich euch…
Vergebens kämpften die Menschen dagegen an, sabbernd standen sie in der Schlange, klein beigebend und den Kampf beendend mit der Aussicht auf Currywurst und Bohneneintopf wie bei Muttern.
Dann saßen sie da, auf den Eckbänken, an den rustikal-braunen Tischen, Beine Vollholz-Imitat, und schwangen Messer und Gabel über der speichelfest bedruckten, karierten Wachstuch-Tischdecke. Dabei fühlten sie sich wie zu Hause.
In der Mitte der Tische standen Aschenbecher mit der Reklame für Wicküler-Bier, und an der grün gekachelten Wand hinter den Bänken piepte und dudelte der Spielautomat. Manchmal blinkte er auch.
Draußen regnete es, und ab und zu fuhr ein Auto vorbei, langsam und auf Parkplatzsuche.
Die Schaufensterscheibe, hinter der sich ein Ficus und eine Plastikpalme langweilten, beschlug immer mehr, je länger der Abend fortschritt. Irgendwann gab es kein Gulasch mehr und die Linsensuppe war auch aus.
Langsam sickerte der Geschmack und das Salz aus den Würstchen in das heiße Wasser, und die letzte Frikadelle aß die Frau hinter der Theke einfach aus der Hand, obwohl sie schon lange keine Frikadellen mehr mochte.
Später dann, viel später, wischte sie ein letztes Mal mit dem alten Lappen über die stählerne Arbeitsfläche, schob die geschwollenen Füße aus den Birkenstocks in die warmen, gefütterten Stiefel und verließ den Laden durch den Hinterausgang.
Einatmen. Ausatmen. Nicht mehr atmen. Weiteratmen.
Wer kennt das nicht? Und wer hat sich noch nicht gefragt, ob mal eine RTA vergessen hat, „Weiteratmen“ zu sagen, und das Schicksal seinen Lauf genommen hat?
Na ja, wer im Ernst eine Aufforderung zum Weiteratmen braucht, hat Probleme, die die üblichen weit übertreffen. Aber davon wollte ich gar nicht schreiben.
Sondern einen Zwischenbericht geben, zu 5 Tagen Nichtrauchen.
Yay.
Bilanz gefällig?
10 € eingespart (16,99 davon hab ich gestern bei Aldi gelassen, für ein wirklich schönes Paar Laufschuhe- ob sie auch gut sind, wird die Zeit zeigen)
Blutdruck heute morgen 117 zu 72, also im sehr grünen Bereich.
Hustenfrequenz: Sinkend. Von bellend und spastisch zu ab-und-zu und recht locker. Ich hör mir abends im Bett nicht mehr selbst beim Pfeifen zu. Und morgens wird nicht das ganze Haus wach, sobald ich senkrecht stehe. Immerhin.
Entzugserscheinungen sind marginal, dank des Wundermittelchens- ich gratulier mir immer noch dazu, das Thema angesprochen zu haben. Man sollte seine Kräfte schonen. Echt jetzt.
Gegen Abend, wenn sich dieser noch eine Weile hin zu ziehen scheint, da merk ich manchmal was. Aber um das zu überspielen hab ich mein Strickzeug wieder rausgeholt und beende derzeit das Projekt Schal für meinen Sohn, das eigentlich schon vor einem Jahr abgeschlossen sein sollte. So macht man was Produktives.
Aus irgendeinem unerfindlichen Grund hält sich der Appetit derzeit auch in Grenzen.
Vielleicht, weil ich erstmalig nicht das Gefühl habe, mir etwas sehr Liebes und Teures vom Herzen zu reißen (und mich darüber hinweg trösten zu müssen), sondern definitiv der Punkt erreicht war, an dem mir diese ganze Scheißraucherei nur noch tierisch auf den S…enkel ging. Wie sehr mich dieses Nikotin fremdgesteuert hat, ist mir gar nicht bewusst geworden in den ganzen Jahren. Mal abgesehen von den direkten gesundheitlichen und finanziellen Folgen hat mich das mindestens dreimal die Woche in den nächsten Laden geschickt, mit dem Ergebnis, dass ich immer noch irgendwas anderes gekauft habe, meist Süßigkeiten oder so einen Müll. Das entfällt derzeit. Wenn ich auch bereit war, dieses Suchtzeug-mit-Nikotin zu kaufen, so bin ich offenbar nicht willens, nur für etwas zu Essen das Haus zu verlassen, wenn es draußen dunkel, nass und kalt ist. Das ist schon mal prima, und hilft vielleicht dabei, nicht allzu viel zuzunehmen.
Es hat mich auch immer mehr gestört, in so einer Qualm-Aura herumzulaufen. Wie stark das selbst bei Wenigrauchern ist, wird mir jetzt klar. Bei meinen 25-30 am Tage war das bestimmt stärker riechbar (oder heißt das ruchbar?). Nicht, dass ich das selbst noch wahrgenommen hätte, aber ich wusste, dass das unangenehm riecht.
Zurzeit überlege ich, wie ich den Geruch, der in Möbeln, Tapeten und so sitzt, aus der Wohnung vertreiben kann. Möbel kann man abwaschen, Wände streichen, und das wird auch demnächst passieren. Was aber mache ich mit den Büchern? 2000 Stück, und alle, alle vollgequalmt?
Das Auto stinkt auch, nebenbei erwähnt… Wenn auch ein geschlossener Aschenbecher (selbstverständlich leer!) schon einiges wegnimmt- der Rest ist vermutlich unrettbar verstänkert.
Und nein, diese Duftsprays kommen mir nicht ins Haus.
Das vorerst letzte, und mir recht peinliche Ergebnis ist: Ich glaube, die Katzen sind auf Entzug. Sie haben die letzten Jahre immer fleißig mitgeraucht, passiv, versteht sich, und über die Fellputzerei das Nikotin sicherlich auch oral zu sich genommen. Derzeit ist man etwas schlecht gelaunt, wenn man vier Beine hat und bei Lily zu Hause ist. Man rennt schreiend und unruhig durch die Gegend, verteilt Prügel nach rechts und links, und ist allgemein sehr. SEHR. unerträglich.
Aber, wie sagt noch der Philosoph: This, too, shall pass.
In diesem Sinne: Rauchfreien Tag, allerseits :-)
Alles fing damit an, dass meine Schwiegermutter nicht mehr laufen konnte.
Okay, das konnte sie vorher schon nicht gut, denn so lange Schuhe, die außen Größe 38 und innen Größe 40 sind noch unerfunden blieben, muss jedermann notgedrungen mit Blasen leben- aber ich schweife ab.
Also, sie konnte nicht mehr laufen, weil ihr Bein schmerzte.
Zum Arzt wollte sie nicht gehen, denn: Wenn sie dorthin ginge, würde er sie untersuchen. Er würde was finden. Sie würde ins Krankenhaus kommen, und dort nicht mehr lebend herauskommen.
Was soll ich sagen? Sie hatte Recht, und kurze Zeit später starb sie.
Und hinterließ ihren Söhnen ein Haus, zusammen mit dem Versprechen, es nicht zu verkaufen.
Versprechen, die man seiner Mutter auf dem Sterbebett gibt, sind verpflichtend.
Also verpflichtend in dem Sinne, dass ein Bruch dieser Verpflichtungen sich als Quell des schlechtesten Karmas entpuppen würde, das jemals vom Band gelaufen ist.
Also schnappten sich die Söhne die mit ihnen im Konkubinat lebenden Frauen, bauten hier etwas um und dort etwas aus, und zogen gemeinsam in das Haus, welches zu lieben und zu achten… ach nee, das war ein anderes Kapitel. Ihr wisst aber schon, was ich meine.
Mit der Zeit zog der eine der Söhne, welcher mein Schwager war, mitsamt seiner Dame woanders hin, und wir blieben zurück. Dann betrieben die beiden Söhne die Erbauseinandersetzung und kurze Zeit später dann fand ich mich in einer Kanzlei eines niedergelassenen Notars, damit beschäftigt, Unterschriften zu leisten. Nur am Rande fiel mir damals auf, dass ich zwar die Hypotheken-Urkunde unterschrieb, jedoch keine Kaufurkunde.
Das bedeutet, dass man (oder in diesem Falle ich) für eine halbe Million DM Schulden haftete, aber kein entsprechendes Hab und Gut hierfür erwerben würde. Hört sich nach Bauernfalle an, ist auch eine.