Es gibt typische Filmszenen, die mich zum Wegschalten animieren: Die Heldin, allein auf weiter Flur, und auf filmtypische Art in (potenzieller) Bedrängnis, hört ein Geräusch. Zum Beispiel das Trappeln dinosaurischer Pfoten, das Entsichern einer Waffe, das Knurren eines menschlichen oder tierischen Gegners.
Anstatt mit dem, was sie gerade tut, aufzuhören, sich eine Waffe zu schnappen und an einen sicheren Ort zu entschwinden, stellt sie die Dümmste Aller Fragen: "Hallo? IST DA JEMAND??" und geht los, ahnungslos ihr blondes Köpfchen in die Schusslinie haltend.
Ich möchte dann immer antworten: "Hallo? Gehts noch??"
Leider ist diese Frage und natürlich die passende Szene (gern auch mit einem männlichen oder kindlichen Protagonisten) recht weit verbreitet.
Früher gab es da noch eine andere, oft gezeigte Situation: Vor allem in den Fünfzigern und Sechzigern rief bei der meist blonden Heldin ein Mann an, der sich als Inspector McWiseass ausgab und die Dame zu einem Treffen ("Kommen Sie allein! Bringen Sie die Briefe mit!") an einer einsamen Pier/am alten Forsthaus/am Schauplatz der bisherigen Morde einlud. Dumm (und blond) wie die Dame war, ist sie prompt, Briefe im Gepäck, losgezogen. Viel Gekreische und bibbernde Unterlippen (und ein paar "Ist da jemand?") später musste dann der wirkliche Inspector anrücken und die Dummbratze aus der Falle holen. Meist schmiegte sie sich dann zur Abspannmusik in seine starken Arme und alles! wurde! gut!!
Diese Art der szenischen Darstellung angeborener weiblicher Dummheit ist nicht mehr allzu weit verbreitet. Leider ist es mir nicht vergönnt, mit einem Sturmfeuerzeug die alten Streifen in Brand zu setzen. Verdient hätten sie es.
A propos Filme: Am Wochenende habe ich die Bekanntschaft einer Serienberühmtheit gemacht, die ich bis dato nicht kannte (und mir ist nicht klar, warum nicht)...
Dr Who hat meinen Pfad gekreuzt. Auf Fox Serie läuft derzeit die Staffel mit Matt Smith als Doctor. Eine der letzten Folgen mit David Tennant ist mir am Freitag abend vor die Couch gekommen, und -schnapp- saß ich am Haken. Meine Güte. Ungefähr 12 Folgen sind seither gelaufen, aufgezeichnet und angeschaut worden. Und ich fühle mich selten gut unterhalten. Alles ist drin: Käferäugige Aliens, Star-trekkige Expeditionen, Steam Punk, Zombies, Winston Churchill, Agatha Christies englische Landszenen, und eine prima blaue Notrufzelle in der Rolle einer leicht unzuverlässigen Zeitmaschine. Wer es noch nicht kennt und gern mal was Absurdes und trotzdem Spannendes ansieht: Unbedingt anschauen. Heute nacht hab ich vom Angriff der Killer-Senioren geträumt. Aber sowas von.
Einen schönen Tag wünsch ich euch!
DieLily
Montag, 28. Oktober 2013
Haarsträubend
Sonntag, 20. Oktober 2013
Samstag, 12. Oktober 2013
*nörgel*
1. Es ist kalt. Kalt, Herrschaften! Wo doch in den letzten Jahren der Oktober so oft ein goldener war. Menno.
2. Das Wochenende ist verdammt kurz.
3. Die Arbeitswoche ist, ebenso verdammt, lang.
4. Bald ist Weihnachten. Noch einmal Fensterputzen!
5. Bei der letzten Dienstbesprechung fing ein Satz an mit "Habermas hat gesagt..." Niemand hat auch nur mit der Wimper gezuckt.
6. Lese gerade John C. Röhls Wilhelm II-Biografie, und zwar den ersten Band. Meine Güte, hatte der eine Zentralmeise. Willy meine ich, nicht den bewundernswert geduldigen Biografen. Man schwankt zwischen Mitleid (überwiegend für die Eltern) und dem dringenden Wunsch, eine Zeitmaschine zu erfinden und diesen (/")§((&%(=... aus der Geschichte zu tilgen. So ein arrogantes, dummes und kleingeistiges Männchen... leider mit Zügen von Größenwahn.
Es gibt da übrigens, für alle die, die an europäischer Geschichte interessiert sind, das sehr gut zu lesende Buch "The Three Emperors" von Miranda Carter, das die Geschichte Europas in der Zeit der drei Kaiser Nikolaus II (Romanov), Wilhelm II (Hohenzollern) und Georg V (Sachsen-Coburg-Gotha,bzw. Windsor) (letzterer war auch Kaiser von Indien) erzählt. Es ist erschreckend, in welchem Umfang Wilhelm und Nikolaus die Realität ihrer Zeit und ihrer Völker ignoriert haben, und ihr jeweiliges Ende scheint unausweichlich gewesen zu sein, um nicht "verdient" zu sagen...
Die drei Kaiser waren über Queen Victoria miteinander verwandt und zwar Cousins. Wilhelm II fällt als unberechenbarer Intrigant auf, der reaktionär und antisemitisch bis ins Mark war, Nikolaus als realitätsfeindlich-gleichgültig, und nur der (aufgrund der Staatsform relativ machtlose) englische Vertreter hat offenbar seinen Kopf von Zeit zu Zeit zu so etwas wie Denken genutzt. Die weitere Entwicklung Europas im Lauf des 20. Jahrhunderts wundert einen kein bisschen mehr.
Ich finde diesen Zeitraum, also 1870-1930, beklagenswert unterrepräsentiert bei den üblichen Verdächtigen, so wie Guido "ZDF-Info" Knopp und Konsorten. Natürlich gibt es wenig filmische oder fotografische Belege, aber ein bisschen Fantasie beim Aufbau einer Dokumentation kann ja auch nicht schaden.
*nörgelende*
Schönes Wochenende,
Lily
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Immer wieder was Neues...
an der EDV-Front.
Im Büro einen neuen Rechner bekommen (sehr nötig). Windows 7 drauf, was ich grundsätzlich erstmal sinnvoll finde... und dann hab ich Word 2010 erstmalig benutzt.
Das erste, was auffiel, ist, dass die ganze Menüleiste oben einfachmal umbenannt wurde. Komplett. Die gute alte Datei|Bearbeiten|Ansicht|Format|Extras-Zeile heißt jetzt Datei|Start|Seitenlayout|Verweise|Sendungen|Überprüfen... Wobei ich mich frage, wenn doch ein Punkt "Start" genannt wurde, und das auch der Standard-Eröffnungsmenüpunkt ist, warum, ja, WARUM ist das dann nicht auch der erste Menüpunkt links? Aber was soll man schon von einem Softwarehersteller erwarten, der unter "Start" auch das Beenden versteckt.
Aber das ist bei weitem noch nicht alles.
Ich hab gedacht, mich tritt ein Pferd, als ich bei meinem ersten Text dann den Druck-Button nicht fand... Gibt keinen mehr.
Kann man nachträglich winzigklein in einer Art Extra-Leiste einfügen. Das Popdown-Menü (unter Datei/Optionen/"Symbolleiste für den Schnellzugriff" (ahahahahaha..schnell...) ) mit den "häufig verwendeten Befehlen", die man vielleicht über diese Sonderleiste noch etwas näher an die Arbeit kriegen will (mit "näher" meine ich: Nicht sieben Menüs tief versteckt) enthält vieles. Aber keinen Druckbefehl. Der wird erst angezeigt, wenn man "Alle Befehle anzeigen" freischaltet. Interessant.
Wenn man dann auf den solcherart kreierten Button klickt, bekommt man ein Submenü, wo man auswählen kann zwischen "Optionen" und "Seitenansicht und Drucken". Klickt man Letzteres, kriegt man wieder ein Menü, das viele viele Bildchen zeigt, wo man sich das Schriftstück noch mal ansehen und es bewundern kann, um dann mit noch einem Klick auf OK zu drücken. Damit braucht man dann drei Klicks, wo früher einer reichte. Echt gelungen.
Meine Frage an Microsoft: Was glaubt ihr eigentlich, was der Durchschnitts-User mit Word so anstellt? Bunte Ameisenkolonnen um die Texte marschieren lassen? Diese direkt nach Erstellung löschen? Oder in irgendeine Cloud hochladen? Es interessiert mich nicht die Bohne, was alles an tollen Features noch neu aufgenommen wurde. Eine Textverarbeitung soll Texte verarbeiten, und nicht den wilden Affen machen, wenn man genau das von ihm verlangt.
Sowas kann man doch wirklich nicht mehr ernst nehmen.
MS Word 2010? Überhaupt nicht nötig. Thema verfehlt, aber kräftig.
Edit to add:
Gerade Open Office bekommen. Ich LIEBE meinen EDV-Techniker.
Sonntag, 6. Oktober 2013
Täglich.
Sonntag, 29. September 2013
Hieressenmitnehm?
Es gibt viele Momente, die mich darüber informieren, dass ich unweigerlich dabei bin, zur Best-Agerin zu werden. Oder auch "Golden-Agerin", whatever. Das bedeutet mindestens zweierlei:
1. Man wird alt und
2. irgendwer will einem was verkaufen.
Meist heißt das auch noch, dass
3. früher alles besser war und
4. die Gesellschaft als solche nicht lernfähig ist.
Letztere zwei Punkte deprimieren mich aber, erstens per se und zweitens, weil ich sie nicht ändern kann.
Konzentrieren wir uns also auf die Punkte 1 und 2.
Alt wird vermutlich keiner gerne. Es wird einem eine Menge versprochen, Weisheit und so weiter, aber ich habe den Verdacht, dass das ein beschissener Deal ist. Mal ehrlich: Wer wird schon gerne weise, wenn das bedeutet, dass man nicht mehr ungestraft eine Nacht durchfeiern kann (mal abgesehen davon, dass einen keiner mehr zu Parties einlädt, die den Namen verdienen)?
Wenn wir morgens aufwachen, und uns tut nix weh, dann ist klar, dass wir entweder tot sind oder nachts etwas nicht wieder gut zu Machendes mit unseren Nackenwirbeln angestellt haben. Letzteres könnte teure Reha-Maßnahmen nach sich ziehen, also verdränge ich das lieber.
Dazu kommt, dass rosige Aussichten vermutlich bedeuten, dass man eine neue Brille braucht- auch teuer, wegen der Gleitsicht.
Überhaupt, das Gleiten. Gleitsichtbrille, Gleitwirbel, Unfall-nach-Ausgleiten (Oma sagte dazu "Oberschenkelhals", was sonnenklar verständlich war. Für sie). Und für die von uns, die jenseits der Menopause noch Sex haben, spielt wahrscheinlich auch Gleitmittel eine Rolle. Aber das soll ja eher selten sein, kann also vernachlässigt werden.
Dass man alt wird, merkt man auch, siehe oben, daran, dass einem die Leute Dinge verkaufen wollen, die man noch öfter als früher (TM) nicht haben will. Treppenlifte, Mittel gegen Fußschweiß, Nasenhaare, Mundgeruch und den spontanen Verlust der Zahnprothese. Seltsame Wärmepflaster (die noch mehr als die Menopause bestimmte Dinge verhindern), Toupets und Mittel gegen graue Haare (die ich schon seit Mitte zwanzig habe. Danke auch). Schuhe ab dreißig brauchen mehr Feuchtigkeit und werden auch immer beiger.
Die ersten Freundinnen denken darüber nach, ob man schmerzende Hüften und schwere Einkaufstaschen nicht gleich mit einem schicken Rollator bekämpft, die gibts doch bestimmt bald in Trendfarben von Reisenthel. Oder gleich von Ratiopharm. Und vermutlich auch bald mit Elektroantrieb, passend für diese unsere erste Grün-Wählergeneration mit Solaraufladung und geländegängig, für die SUV-Fahrer und Bahnhofs-Demonstranten, damit man durch die Baustellen kommt. Fehlt nur noch ein schicker neuer Name, vorzugsweise in miesem Englisch.
Ich könnte noch endlos weiter machen, glaubt mir.
Dann kommen aber Momente, in denen ich weiß, dass sich Altsein wirklich nur im Kopf abspielt... so wie vorgestern.
Denkt euch die typische Burgerking-Situation:
Ihr ordert irgendein schnell herunterzuwürgendes Fastessen, versucht, bei dem herunter geleierten Aufzählen all der Extras nicht den Faden zu verlieren (MayoKetchupgroßeColahieressenmitnehm?), neben euch stehen zwei Punks und eine junge Frau mit drei quengelnden Kindern, da geht die Tür auf und ihr seht im Augenwinkel eine euch vom Sehen bekannte Arbeitskollegin. Ihr bemüht euch, sie nicht zur Kenntnis zu nehmen, da ihr sie schon immer nicht leiden konntet. Sie stellt sich samt Ehemann hinter euch auf, wartet exakt 90 Sekunden und schnarrt dann mit lauter, schriller Stimme das folgende Statement in den Laden:
"Was soll das denn hier sein? Geht das auch mal schneller? Das gibts doch nicht. Eine Verkäuferin hier und die ist total überfordert. Komm, Karl-Heinz!" Sie schnappt sich den Gatten und stürmt heraus... und die restliche Kundschaft biegt sich vor Lachen, zusammen mit dem Personal, das wahrscheinlich sonst nicht viel Spaß bei der Arbeit hat.
Verkalkt und doof ist man im Koppe, Leute. Und das hat überhaupt nichts mit den zurück gelegten Jahren zu tun.
Hoffe ich doch.
Montag, 23. September 2013
Wir singen zusammen: Teil 1, Krautsalat Killed the Android Phone
Das habe ich selten, vielleicht zwei Mal im Jahr, und meist ist es ein griechisch eingefärbter Hunger, der neben Pommes zu seiner Befriedigung auch gern noch einen exotisch benamten Teller mit diversen Fleischgerichten in Anspruch nimmt.
Aber ach... Hände ringen ist alles, was ich tun kann.
Mittwoch, 11. September 2013
Kuck ma!
Mittwoch, 4. September 2013
Ein Porträt
Montag, 2. September 2013
Schon wieder eine...
schlaflose Sonntagnacht. Die häufen sich in letzter Zeit- drei sind es in vier Wochen. Und wie so oft gibt es einen Grund (wie eigentlich immer, nicht wahr?) - ich hab Zorn, auf andere und auch auf mich selbst. Auf die Anderen, weil sie mich in eine Lage bringen, die ich nicht mehr tolerieren will. Auf mich, weil es mir so schwer fällt, dagegen was zu tun. Ich komme mir ausgebeutet vor und unter Wert gehandelt- das ist was, was ich nicht vertrage(n will). Da macht wer seinen Schnitt mit mir, und das gefällt mir definitiv nicht.
Wenn ich nichts dagegen mache, wird sich nichts ändern. Das Problem ist nur, dass ich mich sehr hüten muss, nicht zu schäumen und zu toben. Argumente müssen her, und im Moment hab ich nur "Das passt mir ganz und gar nicht"- bisschen mager.
Trotzdem ist das ein legitimes Gefühl, von dem wir alle wissen, dass es besser beachtet wird. Wenn nicht, kann das fies nach hinten losgehen. "Beachten" muss aber eine Entscheidung oder wenigstens eine Handlung nach sich ziehen. In dem Bewusstsein von so einem Gefühl zu bleiben, macht nämlich auch krank. Einfach abstellen und an was Nettes denken geht hier nicht, dafür macht mich das zu sauer.
Also Leute, wünscht mir Mut. Und ein paar Ideen für eine Strategie...
Schlaft schön :-)
DieLily
Mittwoch, 28. August 2013
Gleichgültig
wie wir als Person, als Nation oder als Gruppe den Einsatz deutscher oder anderer ausländischer Soldaten in Ländern wie Afghanistan oder Irak beurteilen, es sind immer Menschen, die dort kämpfen/ schützen/ aufbauen. Menschen, die das nicht unbedingt freiwillig tun, aber oft sehr enthusiastisch.
Genauso oft kommen sie traumatisisert und gezeichnet für ihr ganzes restliches Leben zurück.
Hier ist etwas Lesenswertes darüber, und auch über das Verarbeiten: The Atlantic über Six Word War
Samstag, 24. August 2013
Tierischer Content
Mittwoch, 14. August 2013
Zeit der Himmel
Zeit des Lichts.
Nach Monaten, in denen entweder kein oder zuviel Licht da war, endlich wieder interessante Dinge zum Fotografieren-vom-Balkon-aus...
| Gestern Abend und... |
| Heute früh. Beide Bilder sind nicht bearbeitet. |
Der Herbst kommt.
Sonntag, 11. August 2013
I am it Suffer, Part 2
Also hab ich mich gestern auf den Weg gemacht zum nächsten Fahrradladen, der nur eine halbe Stunde zu Fuß entfernt liegt. Dort wollte ich eine Standpumpe kaufen, die mit einem Adapter für Autoventile versehen ist- ham se abba nich! Also nicht für unter hundert Euro (= Taxikosten für eine Woche). Kriegense abba nächste Woche wieder rein! Alles takko...
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| Fig. 1: Die Lily, ohne die Mimi-Nö. |
Montag, 5. August 2013
Massenmord und Geschlechtsteile
Auf meinem Filmaufnehmer
(Festplattenrecorder) sammeln sich gern die Krimis, die im Lauf der
Woche bei den üblichen Verdächtigen vom Band rollen. Gestern abend
hab ich mal wieder eine längere Abguckung veranstaltet, und unter
anderem harrte Inspector Barnaby meiner.
Samstag, 3. August 2013
Urlaub mit Bildung
Der Kurs, den ich da gerade absolviert habe, ist auch als Bildungsurlaub absolvierbar. Man kann sich also für diese Tage vom Dienst oder von der Arbeit befreien lassen, um was für den eigenen Kopf zu tun. Anspruch darauf habe ich natürlich auch, aber da das eine eher spontane Idee war, habe ich leider die gesetzlichen Fristen verpasst. Schade eigentlich, denn ich bin meiner Freizeit im Grunde nicht böse. Trotz und alledem aber war das auch ein Stück Erholung, denn erstens ging das nur von 9 bis um 15 Uhr, und demnach weniger lang als mein normaler Bürotag, und zweitens (wie schon im ersten Post zu dem Thema gesagt) neige ich zum Vergammeln, wenn ich Urlaub ohne weitere Pläne habe. Sofern die Pläne nicht zwingend sind, kann es auch mal passieren, dass ich trotzdem meinen Hintern nicht hoch kriege, alles absage und zu Hause im sommerlichen Halbdunkel abhänge. Das ist teilweise ein Charakterzug (kein sehr förderlicher), aber auch ein Teil der Depressionen.
Für mich liegen die unbestreitbaren Vorteile von so einem Kurs darin, dass sie das Hirn mal in eine andere als die übliche Richtung biegen, und ein paar Zahnräder in Gang setzen, die zumindest bei mir eher eingerostet sind. Es war ein Ereignis zu sehen, dass ich die wichtigsten unregelmäßigen Werben noch mit allen drei Formen einfach mal so runterschreiben kann, und weder mit den Partizipien noch mit der Übersetzung Schwierigkeiten habe. Ein Dämpfer ist es, dass ich diese vertrackte englische Zeitenfolge und die so bewundernswert darin versteckten Bedeutungsunterschiede immer noch nicht sauber hinkriege. Einer meiner Ex-Lover ist Amerikaner, und hat versucht, mir in unserem gemeinsamen Jahr zu vermitteln, dass es darauf gar nicht ankäme- hat aber Unrecht. Vielleicht ist das in seiner Heimat nicht wichtig, aber Amerikanisch ist nicht Englisch. Außerdem hatte der nach zwanzig Jahren im fremdsprachigen Ausland (nämlich hier) auch eine dezente Sprachverwirrung im Gehirn.
Unser Lehrer war wirklich toll. Zuerst mal hat er eine gut verständliche Stimme (auch Erwachsene im Bildungsurlaub quatschen gern mal in der zweiten Reihe), das war für mich wichtig, denn das hat es mir erleichtert, mich zu konzentrieren. Die eigenen Erfahrungen mit Deutsch als Fremdsprache (was der Horror sein muss), haben ihn sicherlich weitgehend sensibilisiert für die Probleme des Zwischen-den-Worten-Verstehens. Deutsch muss für anderweitige Muttersprachler noch viel eigenartiger sein als Englisch für unsereine, schätze ich. Amüsant war, dass einige Mitlerner ganz verzweifelt waren, wenn es mal eine Form oder eine Struktur gab, die nicht erklärt werden konnte, sondern die einfach so ist, wie sie ist. Gerade in Deutsch ist das an der Tagesordnung, ihr Lieben. Das muss man pauken und behalten, und da muss man dann durch.
Mir hat auch der britische Humor gefallen- aber vor allem die Unterrichtsmaterialien. Selbst zusammengestellt, kein teures Buch nötig, Übungen drin... aber das Beste waren die eigenen Beiträge von ihm. Da war eine wunderbare Aufstellung der verschiedenen Zeitformen, die man dem Satz "I sit here" verpassen kann- und ihrer Bedeutungsunterschiede. Zum schwindelig werden- 9 verschiedene Zeitformen, von der schlichten Aussage bis zur Drohung, und alles nur mit geschickter Verwendung von verschiedenen Formen von past, present oder future, und den simple oder contiuous- Varianten. So eine Aufstellung hätte mir in der Schule das Leben gerettet :-) Vor allem aber hätte ich damit begriffen, dass das Beharren unserer Lehrer darauf auch einen Sinn hat.
Womit ich nicht ganz so d'accord ging war, dass er empfahl, unbekannte Worte nachzuschlagen- auf Deutsch. Denn bei einem B2-Kurs sollten alle so fit sein, dann ein englisches Wörterbuch zu benutzen, das reißt einen auch nicht so aus der Sprache raus.
Wenn ihr also die Gelegenheit habt, so einen Sommerkurs zu besuchen, oder mal Bildungsurlaub zu machen: Tut es! Es ist Sauerstoff für das Hirn, und man kommt mal wieder ans Lernen.
Donnerstag, 1. August 2013
I am it suffer (Ich bin es leid...)
People. I am so angry, that I this text not on English away-sit can ...*
Ich habe einen Drucker. Ja, genau der, der mal ohne Kabel kam, treue Anfangszeitmitleser können sich vielleicht erinnern. Ich brauche ihn nicht oft, zugegeben, und dafür ist ein Tintenstrahl-Drucker eine denkbar schlechte Wahl. Kaum hat man frische Kartuschen drin und drei Seiten ausgedruckt, schon ist die Tinte wieder trocken. Spülen und reinigen sorgt dafür, dass, wenn alle Düsen sauber sind, die Tintentanks leer sind.
Ich hab keine hundert benutzbare Blätter gedruckt mit meinem Drucker, dreimal neue Kartuschen gekauft, und Stunden damit verbracht, meine Finger sauber zu kriegen beim Kartuschenwechsel. Gerade jetzt ist meine rechte Hand komplett schwarz.
Na ja, nicht ganz. Aber ich seh aus wie ein Schwein.
Und sobald ich wieder ein Auto habe (bzw. meins wieder gesund ist), geht das Druckerteil auf den Schrott, kaum gebraucht, wie es ist.
Heute hat es sich nämlich die letzte Frechheit erlaubt...
Denn natürlich ist der Englischkurs mit Hausaufgaben, wenn auch freiwillig, verbunden. Da ich eine Streberin bin, hab ich die auch gemacht. Und jedesmal ausgedruckt, in Schwarz und in exakt einem Exemplar. Zum Abschluss sollen wir morgen eine Präsentation zu einem Thema unserer Wahl halten, zehn Minuten, nix Dolles. Ich habe keinen Laptop, es ist auch keiner in den Schulungsräumen, ebenso fehlt ein Overheadprojektor. Ergo gibt es das, was neudeutsch "Handout" heißt. Die muss ich ausdrucken für alle, denn das ist der Sinn dieser Zettel. Richtig? Richtig.
Ersten Zettel ausgedruckt, nur Schrift, und am Ende meldete er, dass er leider die Haupt-Schwarzkartusche als etwas schwach auf der Brust empfindet. Also geht die Lily an ihre Vorräte (ha.) und setzt eine neue Haupt-Schwarzkartusche, die für den Text, ein.
Die nächsten 3 Seiten (natürlich mit Bildchen, also bunt) druckt er, na ja, eigentlich gar nicht. Ab und an ein Streifen in beige, bei jedem Exemplar der Ausdrucke anderswo angesiedelt.
Fragt sich die Lily "???" und schaut sich den Tonerstand an- alles wunderbar. Alle Kartuschen mindestens halb voll. Und die Farbdinger können auch nicht besonders verstopft sein, weil ich gestern abend noch ein Foto ausgedruckt habe, und der Ausdruck war gut.
Okay, denkt sich die Lily, versuch trotzdem mal eine Reinigung.
6 Intensivreinigungen und Testbögen später ist laut Software immer noch alles ordentlich voll, die Testbögen, zu Anfang komplett weiß, ähneln so langsam dem, was laut Bildschirm zu sehen sein sollte.
Den Gedanken an insgesamt 40 Seiten mit Bildern drauf hatte ich da schon aufgegeben und beschlossen, ein paar Bildchen ans Whiteboard zu kritzeln, das schluckt auch mehr Zeit.
Wollte nur noch ein Diagramm ausdrucken und noch einmal meinen Text, nach ein paar Änderungen.
Aber nix. Seither, mit einer tatsächlich komplett neuen und ungebrauchten Schwarzkartusche drin, druckt er bei Text sauber nur jede zweite Zeile. Ich überlege jetzt, den Text noch mal auszudrucken, mit einer zusätzlichen Zeile Textvorschub am Anfang, und dann die hoffentlich fehlenden Zeilen in den ersten Druck einzukleben (nicht wirklich).
Ersatzweise möchte ich dem Drucker ans Leben. Mit einer Axt. Ultimatives Neuformatieren nennt man das wohl.
Und ich will einen Laser-Farbdrucker. Auch für Fotos, aber nicht nur.
Hat wer da Erfahrung und kann mir einen Tipp geben? Darf nix teures sein. Fotos will ich eh nur ausdrucken, damit ich einen Farbeindruck habe, der vom Bildschirm unabhängig ist.
Aber ihr dürft auch kommentieren ohne Empfehlungen, so gut bin ich zu euch (auch, weil ich scharf auf Trost und Beistand bin...)
DieLily. Die beim Schreiben festgestellt hat, dass sie inzwischen mindestens drei Postings über diesen Drucker geschrieben hat, und keiner davon strotzte vor Zufriedenheit, im Gegenteil. Die ihren alten HP wiederhaben will, der in die ewigen Papiergründe eingegangen ist, und das schon vor Jahren.
Und die sich köstlich amüsiert hat über "I have been reading a criminal roman". Nur zu, Knabe, nur zu!
*laut und wörtlich übersetzen
Dienstag, 30. Juli 2013
Learning English, anyone?
Mittwoch, 24. Juli 2013
Was es nicht alles gibt: Schauen und Staunen mit Lily
Das hier war mir neu:
Er ist ein Gott!
Witzig fand ich ihn immer schon, aber das ist fast ein bisschen viel des Guten.
Dienstag, 23. Juli 2013
Dam-di-dam


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